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Gefahr für die Leichtathletik

Philipp Kaiser / 05.08.2015, 18:50 Uhr
(MOZ) Sebastian Coe hat Großes vor. Der einstige britische Weltklasseläufer will Ende August zum Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes gewählt werden. Kein Wunder also, dass er diese Sportart massiv gegen die Doping-Vorwürfe verteidigt, die ARD und "Sunday Times" vor allem gegen russische und kenianische Athleten erhoben.

Damit reiht er sich in die Riege der Funktionäre ein, die das Dopingproblem ignorieren, anstatt dagegen anzugehen. Seit Dezember gibt es Beweise, dass zumindest in Russland Dopingfahnder und Athleten unter einer Decke stecken. Von nicht angekündigten Kontrollen, wie sie eigentlich vorgesehen sind, kann dort nicht die Rede sein. Passiert ist seitdem - nichts. Es gab hehre Worte, denen keine Taten folgen.

Für die Leichtathletik ist das eine echte Gefahr. Die Kernsportart der olympischen Sommerspiele verliert ohnehin an Bedeutung, hat vor allem beim jüngeren Publikum viel an Attraktivität verloren, auch weil sie sich jedweder Modernisierung entzieht. Sebastian Coe hat Änderungen versprochen. Leider fehlt ihm die nötige Glaubwürdigkeit, wenn er sich in Sachen Doping verhält wie die drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

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Isenhagen 06.08.2015 - 08:28:31

natürlich geht die Leichtathletik

in der Gunst des Publikums zurück. Das ist aber nichts Schlimmes sondern eine ganz normale Sache. Es gibt dort nicht die absoluten Spitzenkämpfe Mann gegen Mann bis zum Umfallen. Einzelne Leute bringen sich heute mit viel Geld und viel Medizin in Spitzenformen mit denen sie ein paar Rekorde machen und sich feiern. Das ganz große Geld bleibt aus. Für den 3. und 4. gibt es im Grunde nichts mehr. Da liegt der große Unterschied zum Fußballer. Der verdient in der dritten Liga noch gut, muss sich nicht wirklich schinden und kann sich so manchen Spieltag auch noch hinter der Mennschaft vestecken. Alles das geht in der Leichtathletik nicht. Wofür also soll der Spitzenathlet seine Gesundheit ruinieren? Dafür, dass er mal ins Ausland fahren darf wie früher in der DDR? Nee, das ist vorbei.

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