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Schüler und Sportler müssen ausweichen

Riesiger Wasserschaden im Hallenboden

Das Problem liegt unter dem Hallenboden verborgen: Erst im Dezember war die Halle feierlich eröffnet worden. Jetzt stellten Hausmeister einen großen Wasserschaden fest.
Das Problem liegt unter dem Hallenboden verborgen: Erst im Dezember war die Halle feierlich eröffnet worden. Jetzt stellten Hausmeister einen großen Wasserschaden fest. © Foto: MZV
Heike Weißapfel / 06.08.2015, 16:44 Uhr
Borgsdorf (MZV) Zur großen Freude der Grundschule und der Vereinssportler ist Ende vergangenen Jahres die neue Borgsdorfer Sporthalle eröffnet worden. Jetzt steht darin das Wasser. Vermutlich muss die Halle monatelang gesperrt und repariert werden.

"Ich war einen Moment lang wirklich sprachlos", sagt Hohen Neuendorfs Bauamtsleiter Michael Oleck. Die Hausmeister, die die Sommerferien nutzten, um die Sporthalle zu inspizieren, waren am Montag die Überbringer der schlechten Nachricht: In der neuen Borgsdorfer Sporthalle steht unter dem Hallenboden offensichtlich großflächig Wasser. "Das Wasser kam durch den Holzboden. Der war überall feucht, und bei den Hülsen für die Sportgeräte konnte man es direkt sehen", so Michael Oleck. Der Boden ist aus Estrich und einer zehn Zentimeter dicken Dämmschicht aufgebaut. Darauf liegen der Schwingboden und Linoleum.

Zurzeit suchen Gutachter nach der Ursache für die Havarie. Fest steht bisher nur, woher das Wasser nicht kommt: von außen. Bei dem Wassereintritt handelt sich um Trinkwasser. "Es ist sehr wahrscheinlich kein Bauwerksschaden", so Oleck. "Der Rohbauer etwa hat jedenfalls nicht geschlampt." Auch die Fußbodenheizung konnte als Ursache bereits ausgeschlossen werden. "Das Wasser wurde abgestellt, und dann floss auch keines mehr nach", sagt der Bauamtschef. Doch ist der Boden im Untergeschoss komplett unterspült.

Mithilfe der Bauzeichnungen des Gebäudes und Fachleuten soll nun die Ursache gefunden werden. "Im Augenblick könnte es vieles sein", sagt Oleck. "Ein lecker Hahn, ein technischer Defekt, vielleicht sogar Zerstörungswut."

Er geht davon aus, dass die Sanierungsarbeiten sich bis Ende des Jahres hinziehen könnten. Schäden an den Prallschutzwänden seien nicht zu sehen. Den Boden durch Belüftung zu trocknen, sei nicht möglich. "Die reguläre Bauzeit war damals etwa drei Monate für diesen Teil der Halle. Aber erstmal wissen wir ja nicht, wie schnell wir jetzt Fachfirmen kriegen, und wir wissen ja auch noch nicht, was genau noch beschädigt ist." Die Schadenshöhe steht damit auch noch nicht fest und ebenso wenig, wer dafür aufkommen muss, ob beispielsweise Baufirmen in Regress genommen werden. Er könne sich vorstellen, dass die Stadt dafür in Vorleistung gehe, um den Sportbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können, so Oleck.

Betroffen ist in erster Linie die Grundschule. Die kleine Halle, die nicht verändert worden ist, lasse sich auf jeden Fall wieder nutzen, so Michael Oleck. Dazu müssten lediglich die Geräte wieder hinübergeschafft werden. Ausweichen müssen aber auch die Vereine FSV Forst Borgsdorf, VfL Borgsdorf und der HSV Oberhavel. Sie alle sind von der Lage bereits informiert worden.

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