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Ligusterweg nach 18 Jahren fertig

Anwohnerbeteiligung: Latoja Olms (r.), die im Ligusterweg zu Hause ist, hilft dem Vorsitzenden des Bauausschusses, Wolfgang Sachse (l.), das Band zu zerschneiden.
Anwohnerbeteiligung: Latoja Olms (r.), die im Ligusterweg zu Hause ist, hilft dem Vorsitzenden des Bauausschusses, Wolfgang Sachse (l.), das Band zu zerschneiden. © Foto: Sören Tetzlaff
Simon Rayß / 07.08.2015, 06:53 Uhr
Eberswalde (MOZ) Ganze 18 Jahre hat es gedauert, bis der Ligusterweg fertig geworden ist. Klingt skandalös, ist aber alles nach Plan verlaufen. "Wir haben bedarfsgerecht erschlossen", sagt Baudezernentin Anne Fellner - also ganz so, wie Nachfrage bestanden hat. Schritt für Schritt sind die Häuser entlang des Ligusterwegs gewachsen und mit ihnen die Fahrbahn, die nun die Straßen Am Graben und Bei den Buchen miteinander verbindet.

Anne Fellner ist am Donnerstag in die Clara-Zetkin-Siedlung gekommen, um dort den vierten und letzten Bauabschnitt zu übergeben. Seit Mitte Juni hat die Stadt die finalen 115 Meter ausgebaut. "Wir sind ganz normal im Zeitplan geblieben", sagt Stadtsprecherin Nancy Kersten.

Wasser, Abfluss, Strom, Gas, Telefon, Beleuchtung - die zehn Grundstücke entlang des Teilstücks sind im Zuge der Arbeiten voll erschlossen worden. Vier davon gehören der Stadt, die sie nun für 46 Euro pro Quadratmeter verkauft. Ein Preis, der laut Anne Fellner lediglich die Selbstkosten wieder einbringt.

Der Ausbau des letzten Teilstücks hat 110000 Euro gekostet. Wie bei einer neuen Erschließungsstraße üblich, sind das Mittel, die zu 90 Prozent die Grundstücksbesitzer am jeweiligen Abschnitt aufbringen müssen. Den Rest übernimmt die Stadt - im Fall ihrer eigenen Flächen muss sie entsprechend den ganzen Preis stemmen. "Die Eigentümer haben ja auch den größten wirtschaftlichen Nutzen vom Ausbau", so Anne Fellner.

Einer der Eigentümer ist Bernd Kraft, der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren Eberswalde. Er wohnt im ersten Bauabschnitt des Ligusterwegs, im November seit 15 Jahren. Wie der Ausbau gelaufen ist, war ganz in seinem Sinne: "Das war schon 'ne saubere Geschichte", sagt Kraft. Hätte die Stadt die Straße in einem Rutsch fertiggemacht, wäre es für die Anwohner zwar besser gewesen, gibt er zu. Doch beschweren wolle er sich nicht.

Bernd Kraft, der 1952 in der Clara-Zetkin-Siedlung geboren wurde, ist glücklich über die Entwicklung des Viertels. "Die Siedlung ist dermaßen aufgewertet worden", sagt er. Auch Anne Fellner zeigt sich zufrieden: "Das ist ein sehr schön gewachsener Bereich." Der Bebauungsplan sehe in der Perspektive eine Erweiterung Richtung Lichterfelde vor. "Doch wir wollen erst sehen, wie der Grundstücksverkauf läuft."

Zuständig für die Grundstücke: Sabine Seelig, Liegenschaftsamt, Telefon 03334 64232

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