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Am Wochenende hat es in Frankfurt eine Reihe fremdenfeindlicher, teils gewalttätiger Übergriffe gegeben.

Fremdenfeindliche Übergriffe

Brückenplatz: Drei Männer attackierten dort am späten Freitagabend Teilnehmer einer Kulturveranstaltung.
Brückenplatz: Drei Männer attackierten dort am späten Freitagabend Teilnehmer einer Kulturveranstaltung. © Foto: MOZ/Thomas Gutke
Thomas Gutke / 09.08.2015, 19:43 Uhr - Aktualisiert 09.02.2016, 12:27
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Wochenende hat es in Frankfurt eine Reihe fremdenfeindlicher, teils gewalttätiger Übergriffe gegeben.

Im Bereich Karl-Marx-Straße, Lennépark schlugen und traten zwei 31-Jährige am Freitagabend einen 23-Jährigen, so dass dieser notärztlich behandelt werden musste. Der Betroffene sei ausländischer Herkunft, teilte Uwe Schulz von der Polizeidirektion Ost mit. Nähere Angaben zur Nationalität könnten aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht gemacht werden. Die beiden Tatverdächtigen hätten zuvor den Hitler-Gruß gezeigt. Das spätere Opfer habe sie zur Rede gestellt und sei daraufhin attackiert worden. Die Polizei nahm die zwei alkoholisierten Männer fest. Gegen sie werde wegen schwerer Körperverletzung und des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt.

Nur wenige Stunden später beleidigten und bedrohten drei Männer mehrere Teilnehmer der Veranstaltung "res publica" auf dem Brückenplatz. Die nächtliche Lichtinstallation der Fotografen Jonatan Kurzwelly und Andrzej Lazowski ging gerade zu Ende, als sich die Gruppe gegen 22.30 Uhr lautstark näherte, berichtet Michael Kurzwelly vom Verein Slubfurt. Die Männer hätten gegen dort stehende Litfasssäulen geschlagen und getreten. "Als wir ihnen zuriefen, dass sie aufhören sollen, kamen sie auf uns zu". Zu dem Zeitpunkt hätten sich noch 13 Gäste auf dem Platz befunden, darunter Flüchtlinge aus Syrien und Afrika. "Es fielen Sätze wie, "ihr schwulen Multi-Kulti-Juden'. Außerdem attackierten sie einen Arzt aus Syrien. Sie drohten ihm damit, seinen Kopf abzuschneiden", erzählt er.

Er und andere Teilnehmer hätten daher versucht, die Polizei zu rufen, jedoch ohne Erfolg. "Als endlich jemand abnahm und ich zu sprechen anfing, schlug mir einer der Männer das Telefon aus der Hand. Der Akku fiel raus und das Gespräch wurde unterbrochen", so Kurzwelly. Kurz darauf sei er zu Boden gestoßen worden. Die Polizei kam nicht, trotzdem seien die Männer dann gegangen.

Am Sonnabend erstattete Michael Kurzwelly Strafanzeige wegen Körperverletzung. Wie ihm die Polizei mitgeteilt habe, wurde einem der Anrufe zwar nachgegangen. "Statt zum Brückenplatz soll die Streife aber zur Oderbrücke gefahren und dort wieder umgedreht sein."

Trotz dieses Missverständnisses und möglicherweise begrenzter Kapazitäten wegen des Übergriffes an der Karl-Marx-Straße hätte sich Kurzwelly gewünscht, dass die Polizei den Anrufen energischer nachgegangen wäre. "Wir haben uns etwas verlassen gefühlt", sagt er. Der Brückenplatz sei ein Ort der Integration und solle es bleiben.

Einen dritten Vorfall gab es Samstagabend am alten Kino in der Heilbronner Straße. Eine Zeugin informierte die Polizei über Jugendliche, die dort unter anderem "Sieg-Heil" brüllten. Die Polizei stellte die Tatverdächtigen, erteilte ihnen Platzverweise und erstattete Strafanzeige.

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Lottofee 12.08.2015 - 01:19:33

N aklar

0815 mit Zusatzzahl 0815 dannn kommen immer wieder die gleichen Zahlen. Gegen die Zustaende wird nicht anderes Helfen. Nur der Lottogewinn.

Egal 11.08.2015 - 18:29:14

Gutmensch

auch Du wirst dann davon betroffen sein.

Sch. Nitzel 11.08.2015 - 17:57:46

@NUR DEMOKRATISCHE WAHLEN VERHELFEN UNS ZUM RECHT

" Nur in 20 Jahren wird der Buergerkriech abgehen. Sozusagen eine Langzeitfolge der heutigen Politik. " Hast Du noch die Lottozahlen für morgen?

Prozess sofort 11.08.2015 - 17:09:30

Nachdenken

Am besten ist natuerlich die naechste Wahl. Also bevor die Diktatur in diesem Deutschland vollends etabliert wird. Glaubt mal nicht das unsere Befehlshaber aus den USA nicht merken, dass es gewaltig brodeln wird. Als 1. sollten saemtliche Besatzungstruppen aus Deutschland entfernt werden. US Truppen und Britische Truppen. 2. sollte eine Nachruestung der Bundeswehr in Angriff genommen werden. Im jetzigen Zustand haette Deutschland keine Chance gegen unsere "Freunde" oestlich und westlich im sogenannten "Kerneuropa"zu bestehen. 3. Sollten unverzueglich Verhandlungen mit Russland beginnen. Das ist die einzige Chance um Deutschland aus der "freundschaftlichen" Umzingelung zu befreien. 4. Es muessen die gleichen Vertraege mit China abgeschlossen werden um die aggressive Dominanz der Regierung der USA zu brechen. Diese sind meiner Meinung nach die neue Herrenrasse und ist weltweit zu aechten und zu sanktionieren. 5. Ganz Europa also Laender die geografisch dort zu finden sind kann gerne einem Friedensabkommen mit Deutschland und Russland beitreten. Dabei hoffe ich, dass diese es auch wollen. 6. Die USA wird von jetzt ab geaechtet, wegen fortwaehrender Kriege und Kriegstreiberei in der Welt. 7. Die USA wird wegen voelkerrechtswidriger Kriegen vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (Geht nicht weil die Herrenmenschen diese Gerichtsbarkeit nicht anerkennen. Bestaetigt nur meine Meinung von den neuen Herrenmenschen aus den USA)

Nur demokratische Wahlen verhelfen uns zum Recht 11.08.2015 - 16:48:13

jenau orje

Der Twain wusste schon wie die Welt funzt. Nur heute im Hier und Jetzt sind die Juten vor lauter Glueckseligkeit voelig benebelt. Ende vom diesem schoenen Zitat ist, dass alle inclusive der Juten jebissen werden. Vor lauter jutmenschlicher Charaktereigenschaften dieser Juten Leute auf Kosten Aller tut es nicht weh. Nur in 20 Jahren wird der Buergerkriech abgehen. Sozusagen eine Langzeitfolge der heutigen Politik. Iss schon erstaunlich wie doch immer und immer wieder die gleiche Nationale Front das Sagen hat. Ja klar. Leute wie Orje gehen ja aus Protest nich zur Wahl. Die Verblendeten von der Nationalen Front tun das schon. Leider wird sich in diesem Land dann durchsetzen, dass wir von den gefuetterten Hunden gebissen werden. Nur um einmal den Bezug zu Mark Twain wieder herzustellen. Werte Untertanen die nicht waehlen gehen. Bewegt Euren faulen Hintern an die Wahlurnen oder nehmt die Waffen in die Hand. Zugegeben es gibt keine Waffen in diesem Land. Also bleibt nur eines. GEHT VERDAMMT NOCH MAL ZU DER WAHL!!!!!!

Orje Blumenthal 11.08.2015 - 15:59:33

...

"Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch!" Mark Twain

11.08.2015 - 09:53:07

Was denn wurde der Bericht gelöscht ?

Peinliches Provinzblatt !

Motzer 10.08.2015 - 23:54:43

dieser kommentar s.u. wurde gelöscht

Noch was - Zu diesem Fotografen – Jonatan - gibt es im Netz - außer MOZ – keine deutschsprachige Seite . Wer ist denn das? Ein Frankfurter von der Oder? Was verstößt hier gegen die Netiquette? Es sei denn, der Fotograf ist der Zensor.

L. R. 10.08.2015 - 20:42:31

Polizeinotruf

Nun haben wir das Ergebnis der Aufgabe der Notrufannahme in Frankfurt. Von Potsdam lässt sich doch nicht alles lösen und der Streifenwagen wird zur falschen Stelle geschickt, die allerdings auch nicht soweit vom Ereignisort ist. Diese Polizeireformen mit ihren ständigen Einsparungen sind einfach nur noch bedrohlich. Wann wird die Politik es endlich merken. Auch hat man den Eindruck, dass die Polizeibeamten durch diese Politik immer mehr demotiviert werden.

Lucas 10.08.2015 - 15:54:54

Das ist kein Spiel

Strafgesetzbuch (StGB) § 241 Bedrohung (1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

moz-Leser 10.08.2015 - 15:48:12

Sondermeldung

Rechte vermelden, dass auch andere Straftaten begehen und versuchen so von den eigenen abzulenken bzw. sie zu relativieren!

Harro 10.08.2015 - 15:46:33

@TROLL-COLLECT

Ein Verbotsverfahren läuft doch. Noch nicht mitbekommen? Aus meiner Sicht überfällig.

Motzer 10.08.2015 - 15:18:06

Stimmt

die Grauen Wölfe haben in Deutschland Narrenfreiheit. Aber es sind Migranten. Deshalb dürfen die sich hier austoben. Den Frontal 21 Bericht darf der Pöbel nicht sehen. Wird gelöscht. Wer hatte immer Recht?

Deine Meinung ist hier nicht Gefragt 10.08.2015 - 13:07:25

@ Frank

den selben Betrag nur vom Neffen des 60 Jährigen Opfers verfasst wurde von der MOZ- Redaktion gelöscht. Leider!

Troll-Collect 10.08.2015 - 12:00:05

Heilige Einfalt

wenn diese Partei verfassungsfeindlich ist, wieso wurde sie 2003 oder in der Folgezeit nicht verboten?

MB 10.08.2015 - 10:14:16

Fürchterlich

Menschenfeindliche Gewalt ist eine Schande für Frankfurt. Leider werden die rassistischen Aufmärsche gegen Flüchtlingsunterkünfte immer noch zugelassen und verfassungsfeindliche Organisationen wie NPD usw. sind immer noch legal. Ich wünsche mir vom Staat mehr Durchsetzungswillen beim Kampf gegen die Feinde unserer Zivilisation und von den Medien weniger Angstmache vor "Fremden" (z.b. Titelbilder beim Spiegel, Artikel in Bild oder Focus).

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