Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Um Jungbäume vor Verbiss zu schützen, will das Land die Wildbestände deutlich senken / Jäger üben Kritik

Land will Wildbestände deutlich senken

Beeindruckend: Rothirsche knabbern gerne junge Bäume an. Um Schäden zu verhindern, sollen mehr Tiere erlegt werden.
Beeindruckend: Rothirsche knabbern gerne junge Bäume an. Um Schäden zu verhindern, sollen mehr Tiere erlegt werden. © Foto: dpa
Harriet Stürmer / 19.08.2015, 21:14 Uhr
Potsdam (MOZ) Weil das Land bei der Waldverjüngung auf Schutzzäune verzichten will, soll in Brandenburg offenbar radikal Jagd auf Wild gemacht werden. Bei Jägern sorgt das Vorgehen für Entsetzen.

Nahezu jeder zweite Jungbaum im Landeswald ist aktuell durch Wildverbiss geschädigt. Die Landesregierung spricht von einer unbefriedigenden Situation. Dennoch will sie die Verjüngung von Brandenburgs Wäldern künftig ohne teure Wildschutzzäune vorantreiben. Um Fraßschäden durch Wild an jungen Bäumen zu verhindern, sollen die Wildbestände nun sehr viel stärker reguliert werden.

Im Protokoll einer Dienstberatung von Mitarbeitern des Landwirtschaftsministeriums und des Landesbetriebs Forst Brandenburg (LFB) Anfang 2012 heißt es: "Die Jagd ist der Schlüssel für das zukünftige erfolgreiche Wirtschaften und die Erreichung der waldbaulichen und finanziellen Ziele. Die Produktion von Trophäenträgern und das Aufstellen von Zäunen gehören nicht zu den Zielen." Das Ministerium erwarte von den Landeswaldoberförstereien die Erzielung von Gewinn. Dazu müssten die jagdlichen Ziele umgesetzt werden, sprich: die Wildbestände spürbar gesenkt werden.

Achim Gasper, Jagdpächter im Revier Eichholz bei Märkisch Buchholz (Dahme-Spreewald), reagiert mit Entsetzen auf das Protokoll der Besprechung. Auf der "Potsdamer Konferenz" sei beschlossen worden, die Rotwildbestände im Grunde auszurotten, sagt er. Schon seit einiger Zeit spiele sich in Brandenburgs Wäldern völlig unbemerkt ein wahlloses Abschlachten von Hirschen ab. "Das Motto lautet: Rot ist tot."

Bis vor wenigen Jahren sei Rotwild in seinem Revier tagaktiv gewesen, berichtet Gasper weiter. Jetzt sei es nur noch in tiefer Nacht unterwegs, weil in den benachbarten staatlichen Revieren der Landeswaldoberförsterei Hammer mit einer Ausnahmegenehmigung Tag und Nacht gejagt werde. Schäden an Bäumen registrieren die Landesförster dort kaum mehr, heißt es. Zugleich hätten aber private Jäger wie er kaum mehr eine Chance, Wildschäden auf umliegenden Feldern zu verhindern, erläutert Jagdpächter Gasper. "Weil das Wild nur noch in tiefer Nacht aus dem Wald auf die Felder kommt, können wir nichts machen - maximal in die Luft schießen. Man sieht ja nichts." Für Feldschäden in ihren Revieren müssen Jagdpächter die Landwirte entschädigen. Für Waldschäden wiederum die Waldbesitzer. "Das ist neben dem Verfall der Jagdsitten und Jagdethik das andere große Problem, dass wir Pächter haben", sagt Gasper.

Dirk Wellershof, Vorsitzender des Landesjagdbeirates, unterstützt Gaspers Kritik. In manchen Gebieten Brandenburgs sei der Rothirsch bereits ausgerottet, sagt er. Überhöhte Wildbestände seien sicher keine Lösung. Aber im Landesforst werde nicht mehr mit Augenmaß gejagt, sondern kräftig über das Ziel hinausgeschossen. Die Parole "Wald und Wild", die das Land einst selbst ausgegeben habe, gelte nicht mehr. Nun werde nach der Vorgabe "Wald vor Wild" gehandelt. "Die Forstpolitik wird mit der Brechstange geändert", kritisiert Wellershof.

Für die Aufstellung der jährlichen Abschusspläne sind in Brandenburg die sogenannten Hegegemeinschaften zuständig, von denen jede eine Vielzahl an Jagdbezirken umfasst. In den ehrenamtlich arbeitenden Gremien beraten Jäger, Waldbesitzer und Jagdbehörde, wie viel Stück der einzelnen Wildbestände erlegt werden sollen. Inzwischen seien die Hegegemeinschaften in akuter Gefahr, meint Wellershof. Es gebe immer öfter Streit zwischen Förstern und Jägern, weil die Landesförster vom Ministerium extrem unter Druck gesetzt würden, um die Jagdziele durchzusetzen.

Für Gregor Beyer (FDP), selbst leidenschaftlicher Jäger und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Brandenburg, ist der Streit zwischen Jagd und Forst ein alter Konflikt. Er meint, dass dabei "beide Seiten ihre Berechtigung" hätten. Einerseits könne man nicht alles totschießen, damit sich der Wald so stark wie möglich verjüngt. Andererseits dürften sich die Wildbestände aber auch nicht unkontrolliert ausbreiten. Von einer Regelung für das gesamte Land hält Beyer nichts. "Alles, was wir machen, sollte vom Standort abhängig sein", sagt er. Der Norden biete Jungbäumen gute Bedingungen. Dort gebe es genügend neue Pflanzen. Auf Zäune könne man verzichten, meint Beyer. Im Süden allerdings sehe die Lage ganz anders aus. Dort müsse jeder Jungbaum vor Verbiss geschützt werden. Die Kunst des Försters sei es, für den konkreten Standort die richtigen Mittel zu finden. (Mit Adleraugen)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
kynigissa 22.08.2015 - 22:16:47

Wald vor Wild

Ich kann mich gut an die Zeiten erinnern, als im Westen die "Flurbereinigung" oberstes Gebot war. Ein jeder Grünstreifen, jede Hecke und jede Feldrain wurden erbarmungslos ausgemärzt. Welchen Schaden das letztendlich verursacht hat bekommen die Bauern und das Land heute zu spüren. Genauso wird es mit dem Wild UND dem Wald passieren, aber die intellektuell wenig flexiblen Entscheidungsträger von heute, die dies veranlasst haben sind dann längst über den politischen und möglicherweise auch den biologischen Jordan.

Werni 22.08.2015 - 16:30:30

@Leser

Mir ist der Unterschied schon klar. Aber er ist völlig Irrelevat. Sie wollen mir also allen Ernstes erklären das es bei der Getreideernte zu keinen toten Wildtieren kommt!!!Dann zitiere ich mal aus dem 1. geposteten Link: "Der Herbst ist die Erntezeit. Wenn Mähdrescher Gras, Getreide oder Mais einfahren, kann das für Wildtiere allerdings gefährlich werden. Jedes Jahr sterben allein Deutschland rund 90.000 Rehkitze, da sie unter Mähmaschinen geraten." Die Zeitungen lügen schlichtweg und alles ist erfunden. Dann können wir die Diskussion an dieser Stelle abbrechen. Zum Absuchen der Wiese fällt mir nur ein das ich kaum glaube, das 80- 100 ha auf einen Schlag gemäht werden. Also genug Zeit für Sie und ihre Kollegen den als nächstes zu mähenden Streifen abzusuchen. Die fahren schliesslich nicht Kreuz und Quer. Ich bin im übrigen kein Stadtmensch und somit ist es für mich auch in der Praxis nicht unmöglich. Ein weiter Punkt ist die Art und Weise wie gemäht wird. Auch damit kann Schaden begrenzt werden. Ich will keine Unfälle ausschliessen, aber die Zahl spricht doch deutlich genug. Wenn ich dann §3 JPO sehe zweifle ich daran das eine Ausbildung mit Sachverstand, in der kürze der Zeit, erfolgen kann. Eine einjährige jagdpraktische Ausbildung. Kann ich mich da anmelden und die Zeit Zuhause absitzen? Oder warum sind in der JPO keine genauen Zahlen zu finden? Reicht 1x oder 2x Ansitzen, wieviele Stunden werden für die Hege veranschlagt? Für mich wirft das nur noch mehr Fragen auf und die Zweifel mehren sich ob da noch von Sachverstand gesprochen werden kann. Kurz ein Zitat aus WIKI: "Die Hege war Bestandteil der Waidgerechtigkeit. Mit dem Wegfall der landesherrlichen Jagdhoheit durch die Revolution 1848 wurde das Recht der Jagdausübung an das Eigentum an Grund und Boden gebunden. Damit fiel das Jagdrecht einer breiten Schicht der Bevölkerung zu. Diese hatte im Gegensatz zum Adel keine kulturelle Praxis der Waidgerechtigkeit, also eine damit verbundene Selbstbeschränkung und Fürsorgepflicht für das Wild entwickeln können. Infolgedessen wurden viele Wildtierarten durch die Jagd ausgerottet." Im übrigen dürfen Sie die Schreibfehler ausdrucken und an Ihre Trohähenwand nageln. Ich fand das t am Ende passsend weil Jagd immer mit dem Tod verbunden ist.

Leser 22.08.2015 - 13:04:25

@Werni

Sie kennen offenbar den Unterschied zwischen einem Kreiselmähwerk (zur Wiesenmahd im Mai/Juni eingesetzt und für Kitz & Co. gefährlich) und einem Mähdrescher (zur Getreideernte im Juli/August eingesetzt und für Kitz & Co. ungefährlich) nicht. Auch ist Ihnen nicht bekannt, dass Rehkitze sich nur ca. 4 Wochen lang "drücken" und danach groß und flink genug sind, um vor Mähwerk oder Mähdrescher zu flüchten. Jetzt Setzzeit der Kitze (Ende Mai/Anfang Juni) und Zeit der Getreideernte (Ende Juli/Anfang August) vergleichen, kurz überlegen und dann verstehen, warum Mähdrescher Kitze kein Problem mit Mähdreschern haben. Wäre das Thema damit geklärt? Jetzt zum Absuchen von Wiesen vor der Mahd: Die beiden Landwirte hier im Revier fahren bei günstigem Wetter zeitgleich auf ihre jeweiligen Wiesenflächen zum Mähen und informieren mich darüber am Abend zuvor, welche Schläge am nächsten Tag dran sind. Damit habe ich zwischen Tagesanbruch und dem Beginn der Mahd ca. 3 Stunden Zeit, um etwa 80 bis 100 ha Wiesenfläche mit vielfach gut hüfthohem Gras gemeinsam mit meinem Hund nach versteckten Kitzen abzusuchen. Für einen Stadtmenschen in der Theorie sicher gar kein Problem, in der Praxis aber auch mit Unterstützung von Mitjägern samt deren Hunden und der Landwirte nicht vollständig zu schaffen. Reicht Ihnen diese Schilderung, um zu verstehen, dass trotz viel Einsatz und gutem Willen viele, aber leider nicht alle Kitze vor dem Mähtod gerettet werden kann? Versuchen Sie doch bitte, sich selbst vor Ort mit der Hilfe von Jägern ein objektives Bild von Jagd und Jagdwesen zu machen. Dann können Sie diese Begriffe in Zukunft nicht nur richtig schreiben sondern wissen sogar, was Sie tatsächlich bedeuten. Wie die Gepflogenheiten zu DDR-Zeiten waren, kann ich Ihnen leider mangels Alter nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Aber damals wie heute werden die Verantwortlichen sehr darauf bedacht gewesen sein, dass Menschen mit dem nötigen Sachverstand zur Jagd gehen.

Werni 22.08.2015 - 12:10:16

Voll Daneben.

@Leser Anderen ein gesundesw Halbwissen unterstellen, aber selbst die Wahrheit ignorieren. http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Todesfalle-Maehdrescher-Karlsruher-Getreide-Ernte-gefaehrdet-Rehkitze;art6066,1492368 http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/grausamer-tod-von-rehen-in-berg-jaeger-fordert-mehr-umsicht-von-den-bauern-1.1997560 Sollte erst mal reichen dazu glaube ich. Sicher werde ich nicht mehr Verständnis für die Jagt haben wenn ich auf nem Ansitz meine Zeit mit nem Jäger verbringe. Dadurch würde mir genau das Vorgeführt was ich an den Jägern kritisiere, das es nur um Abschuss geht. Wenn die Fläche zu gross ist für 1 Hund, dann sollte die Jägerschaft mal gemeinsam losziehen und die betroffenen Flächen absuchen. Zur Treibjagt geht es doch auch, aber da geht es wieder nur um das Abschiessen. Was mich zu der berechtigten Kritik am Jagtwesen führt das Hege und Pflege eine untergeordnete Stellung haben weil es nur Zeit kostet und nichts einbringt. Erlegtes Wild kann man ja verkaufen. Dann noch eine Frage an den "Vollprofi": Wie lange muste man in der DDR als Heger tätig sein bevor man einen Jagtschein bekam?

Trommelfeuer 21.08.2015 - 00:04:27

@Leser - Neues aus Technik und Wissenschaft

Man könnte alternativ ja auch eine Drohne vor den Rasenmäher vorfliegen lassen und die leitet dann den rechtzeitigen Stopp ein. Kostet, aber schont Leben. Blödsinn ist jedoch die Regionen des Staatsforstes und um den geht es ja augenscheinlich nur, völlig freizuballern. Ich würde die Jagd ja sowieso untersagen und nur alle drei Jahre eine Auslesejagt auf schwache nicht vom Raubwild erlegte Tiere zulassen - Selektion im Bestand, aber auch bei Wölfen und Bibern.

Leser 20.08.2015 - 18:40:29

@Werni

das große Problem der Jagd ist, dass viele über sie reden/schreiben und über sie entscheiden, die von der Jagd selbst wenig bis keine Ahnung haben. Wildtierpopulationen reagieren auf Bejagung mit stärkerer Reproduktion, richtig. Diese Reproduktion durch Jagd vollständig abzuschöpfen, bedeutet Bestandsstagnation. Über die Reproduktionsrate hinaus Strecke zu machen, führt dann zur gewünschten Reduzierung der Wildbestände, hat aber mit Ausrottung vorerst nichts zu tun. Rehkitze geraten nicht in Mähdrescher (Getreideernte) sondern in Mähwerke bei der Wiesenmahd. Nur wer selbst nie eine Wiese vor der Mahd nach Kitzen abgesucht hat, schreibt Zeilen wie in Ihrem Kommentar. Denn selbst wenn der Landwirt mich rechtzeitig vor der Mahd informiert, finden mein Hund und ich im oft hüfthohen Gras leider nicht alle Kitze. Vielleicht einfach mal ein kommentarloses Studium der Jagd in Form eines gemeinsamen Ansitzes mit einem Jäger, bevor Sie sich hier weiter mit solidem Halbwissen über die Jagd demontieren?

Werni 20.08.2015 - 18:03:11

Ganz Recht,

Problem nicht verstanden. Wild reagiert bei Bejagung mit stärkerer Reproduktion. Wenn es also zuviel Wild gibt hat man die Selbsterhaltung schon aktiviert. Ich bin der Meinung das die Vorraussetzung zur Jagt die Hege ist. Davon merke ich allerdings nicht viel. Wie kann es dazu kommen das Rehkitze von Mädreschwern erfasst werden? Doch wohl nur wenn die Jäger ihren Aufgaben nicht nachkommen. Bevor ich einen von denen mit der Knarre in den Wald oder auf den Hochsitz lassen würde, müsste der mir durch ein Mehrjähriges Schussloses Praktikum beweisen das er nicht nur schiessen will, sondern auch was von der Pflege des Waldes und Wildes versteht. Was passiert den nach der Dezimierung? Dann will man genauso seine Jagtbeute haben. Da sollte man mal drüber nachdenken.

Leser 20.08.2015 - 16:44:10

Problem nicht verstanden!

Seit der Wende haben sich die Strecken beim Schalenwild drastisch erhöht und teils vervielfacht. Das heißt im Klartext, jedes Jahr werden mehr Hirsche, Rehe, Wildschweine usw. erlegt. Das kann nur funktionieren, wenn auch richtig viel Wild da ist, ausreichend Nachwuchs produziert und zugleich entsprechend Schäden in Wald und Feld verursacht. Der Handlungszwang, die Wildbestände wieder auf ein gesundes Maß zu reduzieren, wird nicht nur von Förstern, Waldbesitzern und Landwirten gesehen. Der Minister setzt um, was für jeden klar denkenden Menschen auf der Hand liegt. Dass einige Jäger jetzt aus Beuteneid heulen, ist albern. Wären die Parolen von der Ausrottung glaubhaft, hätte das Rotwild zu DDR-Zeiten schon ganz kurz vor der Ausrottung gestanden. Bevor sich die immer neuen Rekordstrecken nicht halbiert haben, besteht da aber keine Gefahr. http://www.ljv-brandenburg.de/service/nachrichten/newsdetails/artikel/streckenstatistik-des-jagdjahres-20142015-ausgewertet/

Kurviertel 20.08.2015 - 14:49:05

Land will Wildbestände deutlich senken

Frau Katrin Guse, wer ein bißchen normal denkt, gibt Ihnen Recht. - Unglaubliches in Deutschland: Vorschläge zum Bau von Windkraftanlagen in Wäldern, ja in Wäldern, Schutz von Wölfen/Wolfsrudeln, gleichzeitig großzügige Dezimierung des Rotwildes und Schutz des Bibers. Der Biber, der im Oderbruch nur Schäden anrichtet, steht nur gerade nicht im Fokus. Wir sind mit genügend anderen Geschehnissen konfrontiert, die ablenken.

chaos im lande 20.08.2015 - 08:57:43

Kapier ich nicht. Die Wildbestände sollen deutlich gesenkt werden. OK.

Andererseits will man z.B. die Wölfe schützen. Wölfe, die doch angeblich als Regulativ für Wildbestände herhalten sollen. Einer der Gründe, die gerne dafür missbraucht werden, um den Bestand der Wölfe zu rechtfertigen. So, nun will man aber ausgerechnet deren Nahrungsquelle dezimieren, abknallen. OK. Was ja letztendlich bedeutet, dass man einerseits den Wolf als geschützte Tierart gesetzeswidrig bekämpft = man lässt den Wolf verhungern andererseits zwingt man Tiere wie den Wolf dazu, dass er sich sein Fressen dort holt, wo er garantiert nicht erwünscht ist. Oder, noch schlimmer, er bedient sich bei denen, also den Menschen, die ihn hungern lassen wenn nicht gar verhungern lassen. Essen auf zwei Beinen.

Katrin Guse 20.08.2015 - 05:56:10

Wenn selbst Jäger entsetzt sind,

dann muss ernsthaft gefragt werden, wessen Geistes Kind derjenige ist, der dort am Werk ist. Herr Vogelsänger scheint eine Fehlbesetzung zu sein. Windkraftanlagen in Wälder, immer mehr Massentierhaltung und tausendfacher Wildtiertod - der Minister hat seine Verantwortung nicht verstanden. Das Geld , dass Ihr Ressort - Herr Vogelsänger - für den BER erwirtschaftet, ist besser in Wildzäunen angelegt.

Till 20.08.2015 - 00:37:48

Es geht um Waldschutz ? Wirklich, Waldschutz?

Wie groß muss das Brett vorm Kopp sein, um soche Politik zu entwickeln - Wald ohne Waldtiere??? Die Brandenburger Landespolitik wird irrational ! Wälder, selbst hochwertigste Wälder, sollen für Windradstandorte samt Vogel- und Fledermausinventar zu tausenden Hektar geopfert werden. Es geht ja angeblich um eine "ö k o l o g i s c h e" ( !!! ) Energiewende. Immer mehr Wolfsrudel stehen unter Schutz, um die von uns Kindern einst immer jubelnd und mit blanken, strahlenden Augen am Waldrand gezälten Rehe in Deutschland zu dezimieren und als Kollateralschaden, ganz nebenbei auch ein paar Nutztiere in Umzäunungen oder Wanderer in Feld und Flur zu erschrecken. Das ist alles Pinatz ! Jetzt sollen die Jäger das ganze Rotwild dezimieren - auslöschen zum Schutz des Waldes und die wehren sich ob diesen Wahnsinnsauftrag auch noch! Wer diesem SPD-Forstminister nicht ablöst, den sollte man selbst ablösen - schnell, möglichst sehr schnell, bevor das Land den Bach runter geht. He - Woidke, merkst Du es noch?

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG