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Kritik von Bündnis 90/Grüne an TZMO Biesentahl, weil Waldflächen betroffen sind

Planung für Produktionsstandort gestartet

Transportpaletten fast bis zur Decke: Blick in eine Halle des Schulungs- und Logistikzentrum des polnischen Verbandmittelherstellers TZMO in Biesenthal.
Transportpaletten fast bis zur Decke: Blick in eine Halle des Schulungs- und Logistikzentrum des polnischen Verbandmittelherstellers TZMO in Biesenthal. © Foto: MOZ
Brigitte Horn / 22.08.2015, 05:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Auf weiterem Wachstumskurs ist der polnische Verbandmittelhersteller TZMO in Biesenthal. Vor elf Jahren ist der Grundstein für die erste Halle des Schulungs- und Logistikzentrums für den Deutschlandstandort von TZMO gelegt worden. Seither wurden mehrere Hallen gebaut und die Zahl der Mitarbeiter stieg von anfänglichen etwa 15 Mitarbeitern auf gegenwärtig mehr als 100 Männer und Frauen. Angesichts der bisherigen Entwicklung und Etablierung am Markt in Deutschland plant das Unternehmen nun auch, den Logistikstandort zum Produktionsstandort zu erweitern. Dazu sind jetzt die Planungen fortgesetzt worden.

Den grundsätzlichen Beschluss für einen Bebauungsplan "Waldstraße" etwa 300 Meter nördlich des Biesenthaler Bahnhofs hat die Stadtverordnetenversammlung bereits im Jahr 2013 gefasst. Jetzt liegt ein Entwurf des Plans vor, der jüngst im Bauausschuss der Stadt diskutiert worden ist.

Nach Information des Bauausschussvorsitzenden Andreas Jahn (Fraktion CDU/Pro Danewitz) ist das Papier grundsätzlich befürwortet worden. Es gebe aber einen gewissen schalen Beigeschmack, weil auf dem etwa fünf Hektar großen Gelände etwa zwei Hektar Wald zu roden seien. Doch in Deutschland sei es ja so, dass dafür woanders auch wieder aufgeforstet werden müsse, sagte Jahn.

Kritisch merkte die Biesenthaler Stadtverordnete von Bündnis 90/Die Grünen Heike Müller zu den Planungen an, dass die Umwandlung von Waldfläche nicht ohne Prüfung von Alternativen vollzogen werden sollte. "Der Schutz von Waldfläche hat hohe Priorität. Es wurde nicht eruiert, ob alternativ nicht ausgeschöpfte Entwicklungspotentiale in der Region in Frage kommen", stellte sie fest. Außerdem verweist sie darauf, dass die Anbindung an den Schienenverkehr sicher sein sollte, weil es sonst zu einer zu großen Belastung der Biesenthaler Bahnhofstraße und der Zufahrt zum Bahnhof kommen würde.

Alle Bedenken und Einwände können Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange, wie etwa der Landkreis, benachbarte Kommunen und andere, im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Plans erhalten. In welchem Zeitraum dies erfolgt, ist in der Amtsverwaltung (Tel. 03337 4599-0) zu erfahren.

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