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Biesenthal, Land und Bund setzten mehr als neun Millionen Euro ein / Fischerstraße letztes Bauvorhaben

Altstadtsanierung vor Abschluss

Sabine Rakitin / 25.08.2015, 03:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Im Jahre 1997 wurde die Altstadt Biesenthal in aller Form zum Sanierungsgebiet erklärt. Bis Ende des vergangenen Jahres flossen rund 9,3 Millionen Euro in die Instandsetzung und Aufwertung von Straßen, Plätzen und Gebäude. Das letzte Vorhaben läuft: die Sanierung der Fischerstraße.

Es ist der dritte und letzte Bauabschnitt, der im Rahmen der Altstadtsanierung in der Fischerstraße abgearbeitet wird. Wenn die kleine Gasse fertig ist, dann habe die Stadt ihr Ziel fast erreicht, sagt Leane Frede, in der Bauverwaltung des Amtes Biesenthal-Barnim zuständig für Bauordnung und Stadtplanung. Insgesamt rund 9,3 Millionen Euro flossen bis vergangenen Jahr in die Stadt. Straßen, Plätze und Gebäude wurden saniert, instant gesetzt und aufgewertet. Mehr als drei Millionen Euro stellte die Stadt aus ihrem Haushalt dafür zur Verfügung. Die anderen sechs Millionen Euro kamen vom Bund und vom Land als Städtebauförderung.

Doch auch die Biesenthaler selbst haben einen entscheidenden Anteil daran, dass der größte Teil ihrer Stadt wie ein Schmuckkästchen daher kommt. "Viele Grundstücksbesitzer nutzten Fördermittel der Stadt, um ihre Häuser zu sanieren. Viele private Bauherren trugen mit großer Eigeninitiative und ohne Inanspruchnahme von Zuschüssen zur Verbesserung des Stadtbildes bei", lobt Leane Frede.

Wenn das letzte kommunale Vorhaben, die Sanierung der Fischerstraße, im kommenden Jahr fertig ist, soll die Satzung über das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet Altstadt Biesenthal" aufgehoben werden. Dann wird Kassensturz gemacht, denn zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen gehört auch die gesetzlich vorgeschriebene Erhebung der so genannten Ausgleichsbeiträge von den Grundstückseigentümern. Viele Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet haben allerdings nicht zu fürchten, dass sie tief in die Tasche greifen müssen. Seit Inkrafttreten der Satzung 2007 ist ihnen angeboten worden, den einmal fällig werdenden Ausgleichsbeitrag über freiwillige Ratenzahlungen innerhalb von fünf Jahren vorzeitig abzulösen. 95 Grundstückseigentümer haben dieses Angebot für den Zeitraum 2008 bis 2012 angenommen, weiß Leane Frede. Seit 2013 würden zudem abschlagsfreie Vereinbarungen abgeschlossen. "Diese Möglichkeit haben bisher zehn Grundstückseigentümer genutzt", sagt sie. Damit seien für zirka 70 Prozent der Grundstücksflächen im Sanierungsgebiet bereits Ausgleichsbeiträge bezahlt worden. Sie liegen entsprechend eines Gutachtens aus dem Herbst 2007 zwischen einem Euro und 4,40 Euro je Quadratmeter.

Der Vorteil einer vorzeitigen freiwilligen Ablösung des Ausgleichsbeitrages liege auf der Hand, erklärt Leane Frede. Die in einer entsprechenden Vereinbarung getroffene Regelung sei endgültig, eine Nacherhebung von Beiträgen ausgeschlossen.

Interessenten, die noch eine Vereinbarung für 2015/16 abschließen wollen, können sich unter Tel. 03337 459932 oder per E-Mail an frede@amt-biesenthal-barnim.de melden.

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