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49 Erstklässler an der Grundschule "Am Waldrand" mit Programm und prallen Zuckertüten begrüßt

Aufregender Start ins Schulleben

Kerstin Unger / 31.08.2015, 10:22 Uhr
Schwedt (MOZ) 984 Erstklässler sind am Wochenende in der Uckermark eingeschult worden. Unter ihren waren auch 49 Kinder der Grundschule "Am Waldrand" in Schwedt. In zwei Feierstunden wurden sie aufgenommen und testeten anschließend erstmals ihren Unterrichtsplatz.

Mit Musik aus den geöffneten Fenstern der untersten Etage wurden die künftigen Schüler, ihre Eltern, Großeltern und Geschwister zu den beiden Einschulungsfeiern begrüßt. In der Aula wurden zuerst die Mädchen und Jungen der Klasse 1 a in die Schule aufgenommen. Während sie mit ihrer Lehrerin Cornelia Kohler das erste Mal für einige Minuten die Tür des Klassenraums hinter sich schlossen, konnten sich die Gäste auf dem Schulhof stärken. Der Schulförderverein und die Lehrer boten Kaffee und ein Glas Sekt an. Auch die Gäste der zweiten Einschulungsfeier konnten sich an der Getränketheke die Wartezeit verkürzen.

Nach dem ersten Durchgang wurden die Kinder der Klasse 1b aufgerufen, sich in einer Reihe aufzustellen, um gemeinsam in die Aula in der obersten Etage zu gehen. Ein paar Tränen, die es bei einem Jungen da noch gab, waren schnell getrocknet. Das lag auch an dem wunderbaren Programm, das Kathrin Plessow mit den größeren Kindern einstudiert hatte und die Abc-Schützen mit einbezog. "Das komische Gefühl im Bauch, das hatten wir am Anfang auch", hieß es im Auftakt-Lied. Dann durften die Schulanfänger beweisen, dass sie schon bis zehn zählen können.

"Die 25 kleinen Wirbelwinde werden unser Schulhaus tüchtig durcheinander bringen", meinte Schulleiter Ernest Hobohn. Er ging erst einmal mit dem Mikrofon durch die Reihen, um zu fragen, was die künftigen Erstklässler einmal werden wollen. Dinosaurierforscher oder Astronaut, vermutete der Schulleiter. Aber die Kinder zeigten sich bodenständig. Nora will Kitaerzieherin werden, ebenso wie Emely. Nikolas träumt davon, Polizist zu sein und Pia Pferdereiterin. Als Tierforscher sieht sich Farin und Steve als Feuerwehrmann.

Ernest Hobohm hielt eine kurze Rede, in der er die Eltern einlud, sich im Schulleben, bei Exkursionen oder anderen Veranstaltungen einzubringen. "Helfen Sie, das Schulschiff zu steuern und auf Kurs zu bringen", forderte er auf.

Weil er wusste, dass die kleinen Hauptpersonen sich viel mehr auf die Zuckertüten freuten, als auf die Rede des Direktors, kam er gleich darauf zu sprechen. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass bei manchen Großeltern Kartoffel, Äpfel und Winterstrümpfe die Schultüten füllten. "Das habt ihr nicht zu befürchten", sagte Ernest Hobohm. "Die Zeiten ändern sich."

Nach und nach wurden die Mädchen und Jungen dann auf die Bühne gerufen, um ihre Einschulungsurkunde und eine Sonnenblume in Empfang zu nehmen. Dann schnallten sie ihre nagelneuen Ranzen auf und folgten der Klassenleiterin Sylvia Korn durch das Schulhaus in das künftige Klassenzimmer der 1 b. Nach 20 Minuten durften sie endlich ihre langersehnte Schultüte in Empfang nehmen.

"Ein Fahrrad sollte heutzutage möglichst in die Zuckertüte passen", hatte der Schulleiter in seiner Rede gesagt. Das ist zwar unmöglich, aber ein Handy und ähnliche hochwertige Geschenke guckten doch aus mancher Tüte heraus.

Insgesamt wurden am Wochenende 948 Erstklässler zwischen Lychen, Prenzlau und Angermünde eingeschult, darunter auch neun Kinder von Flüchtlingsfamilien. An jeden bisherigen Grundschulstandort ist auch wieder mindestens eine erste Klasse eingerichtet worden. Von den 30 Lehrerstellen, die Anfang August an den Schulen des Landkreises noch offen waren, sind noch neun unbesetzt, informierte der zuständige Schulrat Roland Klatt.

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