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Oder auf historischem Tiefstand

Neugierig: Das Niedrigwasser der Oder lockt derzeit viele Spaziergänger an. Am Ostufer, auf Höhe der Frankfurter Konzerthalle, sind beispielsweise die Reste einer alten Holzbrücke zu besichtigen, die dort von 1946 bis 1952 stand
Neugierig: Das Niedrigwasser der Oder lockt derzeit viele Spaziergänger an. Am Ostufer, auf Höhe der Frankfurter Konzerthalle, sind beispielsweise die Reste einer alten Holzbrücke zu besichtigen, die dort von 1946 bis 1952 stand © Foto: Winfried Mausolf
Martin Stralau / 31.08.2015, 19:01 Uhr - Aktualisiert 08.02.2016, 14:41
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wenn das Wasser der Oder weiter im jetzigen Tempo sinkt, ist der Fluss bald nur noch ein Flüsschen. 78 Zentimeter wurden am Montagnachmittag am Pegelhäuschen neben der Stadtbrücke angezeigt - der Rekord vom 3. September 2003, an dem 81 Zentimeter gemessen wurden, ist damit längst eingestellt.

Ein irrer Wert, wenn man bedenkt, dass die Oder auch in entgegengesetzter Richtung extrem sein kann: Beim Hochwasser 1997 wurde am 27. Juli mit 6,50 Metern der höchste Wert gemessen. 2010 war bis heute das letzte Jahr mit relevantem Hochwasser. Am 28. Mai wurde damals mit 5,96 Metern fast die Sechs-Meter-Marke geknackt. Mit dem bisherigen Rekordpegel für Niedrigwasser wurde am 3. September 2003 eine mehr als 50 Jahre gültige Bestmarke eingestellt. Am 8. August 1950 waren 86 Zentimeter gemessen worden. An diesen Wert kam die Oder bis 2003 nur im Jahr 1992 heran (87 Zentimeter am 19. August und 89 Zentimeter am 21. August).

Die Entwicklung des Flusses ist laut Wasser- und Schifffahrtsamt in Eberswalde mit 2003 vergleichbar. Auch damals habe es seit dem Frühjahr kaum Niederschläge im oberen Einzugsbereich der Oder und an ihren Zuflüssen gegeben.

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M.W. 03.09.2015 - 18:50:57

Danke...

...diese Information direkt im Text und die Unklarheiten wären im Vorfeld ausgeräumt gewesen...trotzdem danke für die Info

Stadtbote 03.09.2015 - 18:06:34

Zwei Pegel

Sehr geehrter M.W., das Pegelhäuschen ist die Stelle, wo laut Landesumweltamt 2003 der Rekord gemessen wurde. Daher bedeuten die 78 Zentimeter aus dem Text mit dazugehörigem Foto vom Pegelhäuschen in der Zeitung Rekord. Die Zahlen, auf die Sie sich beziehen, stammen vom Pegel am Winterhafen. Nur von dort fließen die Daten ins Internet. Sie mit dem Rekordwert von 2003 zu vergleichen wäre nicht richtig. Schöne Grüße, die Stadtboten-Redaktion

M.W. 03.09.2015 - 17:59:16

@ Zeitungsleser...

...ich frage mich schon die ganze Zeit, warum man das Internet nutzt, wenn man doch schon die Zeitung hatte..?! Und außerdem: dieser Artikel hat ja offensichtlich auch in der zahlungspflichtigen Version gestanden und ob nun bezahlt oder nicht. Es ändert, geschweige denn entschuldigt nicht dafür, dass anscheinend ein Fehler (und dieser passiert bei der MOZ und angeschlossenen Printmedien des Öfteren aus verschiedensten Gründen) in dem Artikel ist. Ob ich nun dafür bezahle oder nicht, wenn ich der Öffentlichkeit etwas zugänglich mache bzw. zur Verfügung stelle, muss es richtig sein, so oder so...aber das ist nicht jedem klar, so scheint es zumindest?!

Andreas Hinz 03.09.2015 - 13:00:50

@Herr Busfahrer, ist Polen wirklich trockener?

Das habe ich bis 2007 auch gedacht, dass es in Polen weniger regnet. Bei einem Forsttreffen stellte ich fest, dass die Bäume um so üppiger und ohne Dürreschäden werden, je weiter man sich nach Osten von der Oder entfernt. Die polnischen Förster haben auf mein Nachfragen bestätigt, dass es dort ausreichend regnet. Ich nehme an, dieses Jahr wird es dort wohl auch zu wenig gewesen sein. Bei diesem Treffen kam mir erstmals die Theorie des Regenschattens durch Berlin. Die Hauptstadt, aus der fast alles Regenwasser in Richtung Nordsee abgeleitet wird, die Rieselfelder ringsherum gibt es auch nicht mehr und die Bäume wachsen so kümmerlich, dass sie nicht mehr genug Wasser für die Wolkenbildung im Sommer verdunsten. Ankommende Regenfronten werden von den trockenen Aufwinden über die Plattenbauten aufgelöst. Tatsächlich sollen die geringsten Niederschlagsmengen in Mitteleuropa im Oderbruch gemessen werden. Östlich davon regnet es wieder mehr. Wenn die Oder in ihrem gesamten Verlauf so wenig Wasser führt, ist dies wahrscheinlich die Folge des globalen Klimawandels. Wenn sie im Unterlauf aber deutlich trockener fällt als in Polen, dann ist wohl eher unser ostdeutsches Wassermanagement die Ursache dafür, deshalb meine Frage.

Wündertüte 03.09.2015 - 11:27:07

Pegelstände Oder

Da ich selbst jahrelang Skipper war .Und die Oder eins meiner Lieblings Gewässer.Bis nach Usedom,hier ein Hinweis .Die Wasserstände werden täglich im Fernsehen angezeigt mit Pegel ,Tauchtiefen und Untiefen .Seitdem ich Internet habe ,rufe ich die Daten dort ab .Bis jetzt ohne Mängel und Beschwerden

Busfahrer 03.09.2015 - 10:31:45

@Herr Hinz , Das allermeiste Oderwasser kommt aus Polen

Die wasserreichen Zuflüsse in die Oder inklusive Neiße kommen aus dem Osten. Die größeren Flüsse westlich der Oder (z.B. Spree) zieht es nach Nordwesten in Richtung Elbe. Interessant wäre tatsächlich etwas über die Lage in Polen zu erfahren. Wenn man sieht wie die Niederschlagsverteilung in Deutschland war dieses Jahre (starkes Süd-Nord und West-Ost Gefälle) gehe ich davon aus, dass in Polen noch geringe Mengen Regen als in Ostbrandenburg in den letzten Monaten runterkamen.

Zeitungsleser 03.09.2015 - 10:18:40

@M.W.

Qualität und Leistung kostet etwas. Das war schon immer so. Wenn Sie also bei einem kostenlosen Angebot über die mangelnde Qualität rumnörgeln, dann fehlt mir jegliches Verständnis

M.W. 03.09.2015 - 08:54:27

Oha...

...jetzt muss ich mal nach den Taschentüchern gucken! Selber noch -NIE- kostenlos zur Verfügung stehende Angebote genutzt, richtig?! IMMER & für ALLES bezahlt bisher anscheinend...ja, in diesem Fall würde es einem natürlich zustehen sich zu echauffieren, aber falls nicht, bitte einfach mal erst nachdenken und dann schreiben!

Zeitungsleser 03.09.2015 - 08:32:50

@M.W.

Quak, quak - alles Quark, was sie schreiben... Schön, wenn Leute, die nicht bereit sind Geld für die Zeitung auszugeben, sich oberlehrerhaft über den Inhalt und die Recherche der Selbigen aufregen. Quak, quak - quaken sie weiter in ihrem Milchtopf, bis daraus Quark geworden ist...

M.W. 02.09.2015 - 21:11:53

Hallöchen "Zeitungsleser"...

...ja, die Seite ist kostenlos, richtig und gut erkannt! Aber deswegen darf ich sie und die KOSTENLOSE Kommentarfunktion nicht nutzen?! Da muss wohl etwas an mir vorbeigegangen sein wie mir scheint?! Dazu kommt, wenn der Artikel an der einen Stelle nicht korrekt zu sein scheint und man sich zudem auf ein nicht vorhandenes Foto beruft, ist das de facto nun mal so! Im übrigen müsste es in richtigem Deutsch heißen:..dumm daher quaken...und nicht QUARKEN, der Quark hat damit gemeinhin eher nichts zu tun, sondern kommt eher von den Fröschen, die ja bekanntlich QUAKEN! Wenn schon klugscheißern, dann bitte korrekt! Danke

Zeitungsleser 02.09.2015 - 20:19:04

@M.W.

"...und die Zeitung habe ich schon gar nicht." - aber uff der kostenlosen Internetseite dumm daher quarken...

M.W. 02.09.2015 - 18:45:32

Unterstellung..

...ist die Unterstellung ihrerseits...ich vermute lediglich etwas! Offiziell wurde kein Pegelstand von 78cm von/an den/die Stellen gemeldet (siehe die unten angegebenen Links) Ein Foto ist HIER nicht zu sehen, anhand dessen man den (offiziell nicht vermerkten) Pegelstand von 78cm sehen könnte...und die Zeitung habe ich schon gar nicht.

die karawane kommt näher, FF hat Durst 02.09.2015 - 11:03:55

Kein Wunder, wenn das Wasser keine Zeit mehr zum Versickern hat.

Nicht nur, dass es "oben" schneller aus der "Gegend" verschwindet, schneller abfliesst, sondern auch, dass der Nachschub für tief ins Erdreich nachlässt.

Stadtbote 02.09.2015 - 10:44:56

Hinweis

Lieber M.W., unterlassen Sie doch einfach Ihre Unterstellungen. Lesen Sie den Text genau und schauen Sie sich das Foto in der Zeitung an. Schönen Tag, die Stadtboten-Redaktion

Andreas Hinz 01.09.2015 - 22:39:47

In Polen auch Niedrigwasserrekorde?

Jetzt wäre es mal interessant, ob diese neuen Niedrigwasserrekorde ausschließlich in Frankfurt bzw. auf deutscher Seite gemessen werden. Der Fluss wird ja nicht nur aus der Quelle an der polnisch-tscheschischen Grenze gespeist, daraus würde nie so ein breiter Fluss werden. Im Laufe seines Weges fließt überall sowohl über Nebenflüsse als auch direkt Wasser dazu. Die Verteilung der Niedrigwassermarken gibt Hinweise auf regionale Ursachen. Nicht immer ist der globale Klimawandel schuld. Deshalb wäre es interessant, ob es auf dem langen Weg durch Polen weitere Niedrigwasserrekorde in der Oder gibt, oder ob das ein Phänomen ausschließlich in Deutschland ist.

M.W. 01.09.2015 - 21:29:11

So so...

...78cm wurden gemessen...fragt sich nur ob der Schreiberling selber messen gewesen ist?! Laut den im Internet vermerkten Daten gab es gar keine 78cm!!! Also einer von beiden lügt...ääääähhhmmm liegt nicht ganz richtig...Recherche- oder Tippfehler womöglich?!...wobei mir schon schwant auf wessen Seite der Fehler (wieder mal) liegt... Schönen Abend noch liebe MOZ :-)

Beobachter 01.09.2015 - 10:02:54

Andere Ansicht

http://www.wasserstaende.de/webservices/zeitreihe/visualisierung;jsessionid=?ansicht=einzeln&pegelnummer=603140&pegelnummer=603000&pegelnummer=603031&pegelnummer=603040&pegelnummer=603050

Hilde Greifenhagen 01.09.2015 - 09:16:50

Aktueller Oder-Pegel im Internet

Auf der Internetseite von WSV.de findet man stets eine aktuelle Oder-Pegelanzeige: http://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=603031 Jeder kann sich 1. den Weg zum Pegelhäuschen an der Stadtbrücke sparen und 2. dort im Netz nicht nur den aktuellsten Oder-Pegelstand, sondern auch die Pegelentwicklung der letzten Stunden und Tage beobachten! In der aktuellen Grafik wird angezeigt, dass der Oder-Pegel zwischen gesternabend und heute früh sogar für einige Stunden bei nur noch 80 cm stand!

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