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Kita Schmetterling feiert Geburtstag

Die Kita Schmetterling feierte den 50. Geburtstag mit vielen Liedern und einem Theaterstück.
Die Kita Schmetterling feierte den 50. Geburtstag mit vielen Liedern und einem Theaterstück. © Foto: Roland Becker/MZV
Roland Becker / 05.09.2015, 16:41 Uhr - Aktualisiert 07.09.2015, 13:13
Hennigsdorf (MZV)

Noch liegt Lina im Tiefschlaf. Doch gleich wird der Wecker klingeln. Und dann wird der Kleinen einfallen, dass ihr ein großer Tag bevorsteht: "Ich muss mich beeilen. Mein Kindergarten hat Geburtstag. Da gibt es Besuch und viele Geschenke." Um es vorweg zu sagen: Lina präsentierte sich als perfekte Gastgeberin. Sie begrüßte die Gratulanten, nahm freundlich die Geschenke entgegen, bot jedem Geladenen einen Platz an und verfolgte aufmerksam das Festprogramm.

Die Kita Schmetterling wurde am Freitag ein halbes Jahrhundert alt. Das war Anlass für eine große Party.
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50 Jahre Kita Schmetterling Hennigsdorf

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Als ebenso freundliche Gastgeberin entpuppte sich auch Kita-Leiterin Silke Sturzbecher. Die Kita-Leiterin ließ in einer kurzweiligen Rede 50Jahre Kita- und Weltgeschehen Revue passieren. Für Hennigsdorf war die Eröffnung des heutigen "Schmetterlings" 1965 eine große Sache. Die Einrichtung war damals weit mehr als ein normaler Kindergarten. Gebaut vom Stahl- und Walzwerk diente sie dazu, den Nachwuchs der Mitarbeiter zu betreuen - und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. "Im Stahlwerk wurde im Vier-Schicht-System gearbeitet. Da konnten die Eltern ihre Kinder holen und bringen, wann sie wollten", erinnert sich Brigitte Schaumburg, die von Beginn an dort gearbeitet und die Kita 23Jahre geleitet hat.

1965 ging aber nicht nur der "Schmetterling" an den Start. In jenem Jahr veröffentlichten die Beatles mit "Help!" ihr fünftes Album, Werder Bremen wurde (west-)deutscher Fußballmeister , und in der DDR wurde das einheitliche sozialistische Bildungssystem auf die Vorschulerziehung ausgeweitet. Kita-Leiterin Sturzbecher mag vielleicht die Beatles, das sozialistische Erziehungssystem aber wohl weniger. "Vor 26Jahren", blickte sie auf den beginnenden DDR-Untergang zurück, "konnten unserer Kinder ohne Mauer vor der Nase und Staatsapparat im Nacken" spielen und erzogen werden.

Von politischer Einflussnahme abgesehen habe aber jede Erziehergeneration dafür gesorgt, dass die Kinder spürten: "Ich werde gemocht und gebraucht. Jede Generation hat etwas bewegt."

Und genau das macht auch das Sturzbecher-Team dieser Tage. Eine der Herausforderungen besteht darin, Kinder aus Asylbewerberfamilien möglichst komplikationslos in den Kita-Alltag zu integrieren. "Die geben sich viel Mühe und sind dankbar", sagt die Chefin über diese Kinder.

Mühe hatten sich für das große Fest auch die Erzieherinnen gegeben. In ihrer Freizeit hatten sie ein Buffet gezaubert, das einen kulinarischen Rundgang durch die Küchen vieler Länder erlaubte. Und der Stadt hatten sie es damit erspart, einen Caterer bezahlen zu müssen.

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