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Hunderte Besucher bei AC/DC- und Falco-Coverbands an der Parkbühne / Nachmittagsprogramm mit Schauern

Rock me, Westend!

Marco Marschall / 07.09.2015, 04:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Schauer am Tage, Feuer in der Nacht: Beim dritten Westend-Parkfest wurde einiges geboten. Python, Forstchor und Jonglage mit Fackeln gehörten zum Unterhaltungsprogramm. Höhepunkte waren am Freitag und Sonnabend die Live-Konzerte mit Hits zweier Legenden des Musikgeschäfts.

"Ein Hoch auf uns", sangen die Mädchen und Jungs der Kita "Im Zwergenland" am Sonnabendnachmittag auf der Bühne des Parkfestes in Westend und eröffneten damit das Programm des zweiten Festtages im Eberswalder Stadtteil. Am Abend zuvor hatten dort noch Dr. Kinski gerockt. Die AC/DC-Coverband hatte den ein oder anderen Altrocker unter den Waldstädtern auf die grüne Lichtung gelockt. Zwischen 600 und 800 sollen es nach Schätzung des Stadtteilvereinsvorsitzenden Danko Jur gewesen sein, der sich mit dem Andrang zufrieden zeigte. Und auch am Sonnabend füllte sich der Festplatz zwischen Hüpfburg, Rummelbuden sowie Imbiss- und Getränkeständen nach und nach. "Wir hoffen nur, dass sich das Wetter hält", so Danko Jur. "Mal ein Schauer ist sicher zu verkraften" - sprachs aus und wurde prompt von einem überrascht. Immer wieder entlud sich der graue Himmel in kleineren und einem heftigen Guss kurz vor der Tierparade des Zoos.

Als die Tierpfleger um Direktor Bernd Hensch vor die Bühne traten, ließ der Regen wieder etwas nach. Und doch wollten viele dem Frieden nicht trauen, was zu einem munteren Reigen aus Papageien und Regenschirmen führte. "Mit dem Meerschweinchen nicht so nah an die Schlange", warnte der Zoodirektor Kinder und Erwachsene, die die Tiere längst in Beschlag genommen hatten. Kaum jemand zeigte Berührungsängste, Python und Kornnattern zu streicheln. "Nur ein Foto Lina", war eine Mutter in der Menschentraube zu hören. Und bevor sich die Tochter wehren konnte, hatte sie auch schon eine gelbe Echse - eine Bartagame - auf der Schulter, während die Mutter das Smartphone für den Schnappschuss zückte. Mittendrin erklärte Bernd Hensch, seines Zeichens ein echter Westender, Wissenswertes über die Zoobewohner.

Auf den Auftritt eines ganz besonderen Paradiesvogels fieberten die Gäste dann am Abend hin: Falco alias Hans-Peter Gill, der die 1998 verstorbene Wiener Pop-Ikone täuschend echt imitieren sollte. Zuvor allerdings wurden Sponsoren und Helfer des Festes gelobt, das spätestens in seinem dritten Jahr einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt gefunden hat und Non-Stop Unterhaltungsprogramm bot.

Nachdem einige Tapfere am Nachmittag trotz des durchwachsenen Wetters das Brandenburgische Konzertorchester, Forstchor und die Live-Musik mit den Boogie Blasters beklatschten, fand sich der Großteil bei Einbruch der Dunkelheit im Westend-Park ein. 1500 Konzertgäste, schätzt Danko Jur für den Sonnabend.

Gegen 20.30Uhr bestaunten diese zunächst die Firewings aus Eberswalde, die mit Fackeln jonglierten, brennende Reifen kreisen ließen und übers flambierte Sprungseil hüpfen. Nur kurz darauf war es dann so weit: Die Masse zog es vor die Parkbühne, um zu "Rock me Amadeus" zu tanzen. In roter Uniformjacke ließ Falco-Double Hans-Peter Gill den Wiener Schmäh spielen, wechselte mehrmals die Garderobe. Der Sänger und seine Band hatten das Publikum schnell im Griff. Selbst von weniger bekannten Falco-Nummern ließen sich die Gäste anstecken.

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