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Einstimmiges Votum für freies WLAN

Burkhard Keeve / 25.09.2015, 03:20 Uhr
Oberhavel (MZV) Unter dem Beschlussantrag für einen freien und kostenlosen WLAN-Zugang im Landkreis stehen bislang nur die Unterschriften von Andreas Noack und Frank Bommert. Die Fraktionsvorsitzenden der großen Kreistagskoalition von SPD/LGU und CDU werden aber nicht allein bleiben. Denn auch die Fraktionen der Linken und der Grünen/Piraten sowie die FDP wollen mit auf dem WLAN-Antrag, der im Kreistag am 30. September auf der Tagesordnung steht.

Das wurde am Mittwochabend auf der Sitzung des Wirtschaftsausschusses deutlich. So überraschte es am Ende der Sitzung auch nicht, dass das überparteiliche Interesse mit einem einstimmigen Votum für den Antrag endete. Beste Voraussetzungen also für den Kreistag.

Die Idee ist einfach. Im Landkreis Oberhavel soll es einmal so viele WLAN-Hotspots geben, dass möglichst überall jeder draht- und kostenlos ins Internet gelangen kann.

Wie das funktionieren soll, hat die Kreisverwaltung zu prüfen. So steht es im Beschluss. Bis Ende des Jahres soll ein entsprechendes Konzept vorliegen. Eine Mammutaufgabe. Denn es gibt viele Modelle, Anbieter und Betreiber. Am Mittwoch stellte Dezernent Egmont Hamelow (CDU) zunächst die WLAN-Ist-Situation vor, die im Landkreis herrscht. Demnach gebe es bereits einige kostenfreie, als auch gebührenpflichtige Hotspots im Landkreis. Zum Beispiel im Ziegeleipark Mildenberg, in den Oberhavel-Kliniken Oranienburg, Gransee und Hennisgdorf. Auch an der Stadtbibliothek Oranienburg, in den Gedenkstätten, in einem Supermarkt, in einigen Hotels, Restaurants und einer Schnellimbiss-Kette könne bereits via WLAN gesurft werden. Auch der Förderverein Freie Netzwerke biete in Oberhavel einen privaten Zugang an, so Hamelow. Insgesamt gebe es etwa 1 100 private Hotspots.

Der Anfang des Netz-Ausbaus gestaltet sich formal gesehen relativ einfach. Denn zunächst sollen alle kreislichen Liegenschaften wie Schulen, Asylbewerberheime, Freizeiteinrichtungen mit WLAN-Hotspots ausgestattet werden. Doch auch die Kommunen sollen mitmachen und ebenso die Wirtschaft. Viele Fragen blieben offen. Detaillierte Analysen müssen erst erstellt werden. "Der Weg muss noch definiert werden", brachte es Hamelow auf eine einfache Formel.

Das dauert. Grünen und Linken geht das zu langsam. Der Ausschussvorsitzende Peter Ligner (Linke) forderte am Mittwoch eine Prioritätenliste mit den Flüchtlingsunterkünften an erster Stelle, "um sie nicht so lange warten zu lassen". Die Internetzimmer in den Einrichtungen sind gestrichen worden, sie werden als Wohnraum benötigt.

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