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Plastiktüten & Co. als Zeugnisse eines untergegangenen Staates

Viele Besucher kamen zur Vernissage.
Viele Besucher kamen zur Vernissage. © Foto: MZV/Augustiniak
Helmut Augustiniak / 28.09.2015, 16:00 Uhr
Ketzin/Havel (MZV) Gut besucht war die Vernissage der Ausstellung von Tobias Bank unter dem Motto "Tüten, Taschen, Beutel aus der DDR". Der Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete aus Elstal sammelt seit seinem 14. Lebensjahr Hinterlassenschaften des untergegangenen Staates. Heute, mit 30 Jahren, hat er ein großes Spektrum von Gebrauchsgegenständen, die plastisch das Leben in der DDR dokumentieren. Das Interesse daran ist sehr groß. Seine Ausstellungen sind in vielen Städten der ehemaligen DDR zu sehen. Höhepunkt seiner Ausstellungsaktivität ist die Zusammenarbeit mit der Burg Beeskow, in der sich das Kunstarchiv der DDR befindet.

Eröffnet wurde die Ausstellung in Ketzin/Havel durch die Fraktionsvorsitzende Die Linke/Bündnis 90/Grüne/Freie Wähler der Stadtverordnetenversammlung Ketzin/Havel Regina Sens. Sie wies vor allem auf die praktische Seite der ausgestellten Exponate hin und überreichte Tobias Bank aus ihrem privaten Besitz eine in der produzierte Einkaufstasche aus Dederon. Bank wies in seinen einführenden Worten auf die Vielfalt der Plasteerzeugnisse in der DDR hin. Sie waren das Ergebnis der 1958 in der DDR ausgerufenen Kampagne "Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit".

Drei Exponate sind besonders beachtenswert. Zum Ersten ein gelber Beutel mit der roten Aufschrift "Kaufhaus Magnet", der aufblasbar ist und damit auch als Sitzkissen benutzt werden kann. Zum Zweiten eine große blaue Tragetasche, die aus einer Haushaltsauflösung stammt und in der zwei "Präsent 20"-Anzüge steckten. Und nicht zuletzt eine von Werner Klemke gestaltete Tasche mit dem bekannten schwarzen Magazin-Kater, der aus einem roten Herz guckt.

Die Ausstellung ist bis zum 27. November in der Rathausstraße 18 in Ketzin/Havel geöffnet. Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 10 bis 15 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 17 Uhr.

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