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Pfarrer Björn Ferch fordert Einbindung der Bürger in die Kurstadtentwicklung

Eine Chance für Bad Freienwalde

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Steffen Göttmann / 01.10.2015, 05:14 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Mit der Diskussionsveranstaltung zur Kurstadtentwicklung am Montagabend in der Nikolaikirche hofft Pfarrer Björn Ferch, einen Identifikationsprozess der Bürger mit der Kurstadt beginnen zu können. Die Idee zu der Podiumsdiskussion hatte zwar Martin Podoll. Ferch unterstreicht aber, dass er als Vertreter der Kirche neutral sei und dies keinesfalls eine Werbeveranstaltung für die Wählergruppe "Kurstadt für alle" sei.

Vielmehr sehe er es als Aufgabe der Kirche an, "ein Stück Versöhnungsarbeit im christlichen Sinn zu leisten". Derzeit gebe es in Bad Freienwalde viele Gräben zwischen den Menschen, die es zu überbrücken gelte. Eigentlich wollten viele das gleiche, nämlich das Heilbadprädikat zu erhalten. Allerdings gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, wie das Ziel zu erreichen ist.

Die Frage stehe im Raum: "Wer sind wir als Kurstadt?" Ziel müsse es sein, die Bürger in den Prozess der Kurstadtentwicklung einzubinden. Schließlich verfüge die Stadt über eine Besonderheit, ein Geschenk, ein Pfund, mit dem sie wuchern kann. "Dies unterscheidet sie von der heimlichen Oderbruchhauptstadt Wriezen", sagt Pfarrer Ferch. "Die Menschen wissen gar nicht, dass sie in einem Geschenk wohnen."

"Die da oben machen sowieso, was sie wollen und nicht das Richtige", sei die Auffassung der Menschen in der Region. Daher gelte es, das Miteinander zu unterstreichen. "Wer sind wir, was wollen wir als Gemeinschaft", betont der Pfarrer. Für die Entwicklung der Kurstadt benötige die Stadt Rückendeckung, nicht nur an der Basis, sondern auch von kompetenten Menschen.

Auf dem Podium sitzen Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos), Landrat Gernot Schmidt (SPD), Jörg Rieger, ehemaliger Chef der Fachklinik und Moorbad, Gudrun Zander, ehemalige Chefärztin der Klinik, Frank Schmidt, Verwaltungsdirektor der Klinik sowie Gerald Stechbarth, Geschäftsführer der Renta AG. Die Diskussion wird so geführt, dass jeder, der die Kirche betritt, einen Zettel bekommt. Darauf schreibt er seine Fragen und gibt sie an den "Anwalt des Publikums" weiter, der sie an das Podium stellt. "Wir wollen verhindern, dass zehn Leute die gleiche Frage stellen und die Diskussion in einem Brückenstreit ausartet", erläutert der Pfarrer diese Methode. Ferch versteht den Abend als Chance für Bad Freienwalde. "Wir werden sicher am Ende kein fertiges Kurstadtentwicklungskonzept haben", sagt er.

Beginn am 5. Oktober um 18 Uhr in der Nikolaikirche

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