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SPNV: Landrat Schröder prognostiziert harte Zeiten

Der Status quo mit Blick auf den Schienenpersonennahverkehr sollte gehalten werden.
Der Status quo mit Blick auf den Schienenpersonennahverkehr sollte gehalten werden. © Foto: MZV/Rachner
Patrik Rachner / 05.10.2015, 23:15 Uhr
Havelland (MZV) Harte Zeiten für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) prognostiziert Havellands Landrat Dr. Burkhard Schröder (SPD). Der Grund: Er befürchtet deutlich weniger Regionalisierungsmittel, mit denen der ÖPNV via Länder aus dem Steueraufkommen des Bundes organisiert und finanziert wird. Leistungen etwa im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und in weitere Infrastrukturprojekte könnten damit auch im Havelland gedrosselt werden, so seine nicht unbegründeten Ängste.

"Ich glaube, mit Blick auf die aktuell vorliegenden Zahlen wird das Bestellniveau im SPNV über das Jahr 2016 hinaus so nicht mehr aufrecht erhalten werden können, wie es wünschenswerte wäre. Auch die Zuschüsse für den ÖPNV werden wohl sinken. Wir reden nicht mehr über Mehr-anbindungen sondern müssen zusehen, dass wir irgendwie den jetzigen Status quo erhalten können", sagte Schröder gegenüber dieser Zeitung. "Die Diskussionen, die in Forderungen nach einem dritten oder vierten Gleis münden, treffen aktuell keinesfalls den Nerv", meinte er weiter. "Schaden würde die Diskussion zwar auch nicht, aber die Antwort auf die Frage, wie wir es hinbekommen werden, das Level zu halten, ist momentan deutlich wichtiger", appellierte der Landrat.

Nach jetzigem Stand würden seinen Angaben zufolge vom Bund statt der erforderlichen 8,5 Milliarden Euro bestenfalls 8 Milliarden Euro als Basiszahlung an die Länder verteilt, jedoch finde die Inflationsrate keine Berücksichtigung. "Das Land Brandenburg wird besonders betroffen sein. Aktuell soll nach dem Kieler Schlüssel verteilt werden, das bevorteilt die Alt-Bundesländer. Wir könnten so Probleme bekommen", so Schröder.

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