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Unternehmer, Politiker und ein Buch würdigen zum 25. Geburtstag wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs

25 Jahre Wirtschaft in Brandenburg: "Spannender als ein Krimi"

Hajo Zenker / 08.10.2015, 08:59 Uhr - Aktualisiert 09.02.2016, 14:54
Potsdam (MOZ) "Wer in dieses Buch schaut, kann ermessen, was wir geschafft haben." Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war am Dienstagabend beim Wirtschaftsempfang anlässlich des 25. Jahrestages des Landes Brandenburg sichtlich angetan vom nagelneuen Band der "Einst und jetzt"-Reihe der Märkischen Oderzeitung - nämlich dem Buch "100 Unternehmen aus 25 Jahren". Und Milos Stefanovic, Präsident des Wirtschaftsforums Brandenburg, fand es gar "spannender als ein Krimi" und legte es den über 400 anwesenden Unternehmern und Politikern im Hans Otto Theater der Landeshauptstadt deshalb sehr ans Herz.

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25 Jahre Brandenburg - Festveranstaltung

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Was auf fruchtbaren Boden fiel - nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung, die von der Landesregierung, Pro Brandenburg, dem Wirtschaftsforum Brandenburg und der Märkischen Oderzeitung getragen wurde, fand der Band sehr guten Absatz. Für MOZ-Chefredakteur Frank Mangelsdorf war es die Motivation für das Buch, die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre auch aus der Wirtschaftsperspektive heraus anschaulich werden zu lassen - an großen und kleinen Unternehmen aus allen Teilen des Landes, an auswärtigen Investoren und heimischen Gründern.

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25 Jahre Wirtschaft in Brandenburg

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Wobei der Mut der Brandenburger zum Neuanfang, wie Dietmar Woidke betonte, oft aus der Not heraus geboren war. Und das Überleben der alten Industriestandorte, unterstrich der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), war häufig im Westen gar nicht gewollt. So habe man italienische und belgische Investoren finden müssen, um die Stahlindustrie zu retten. Was Dietlind Tiemann (CDU), Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, unterstrich: Ohne die italienische Familie Riva würde es heute kein Brandenburger Stahlwerk mehr geben, das längst mit großem Aufwand umweltfreundlich geworden sei - "die Stadt ist kein Aschenputtel mehr". Allerdings: Heute gibt es hier noch 700 Beschäftigte - statt 10 000 wie einst vor der Wende.

Unternehmer und Politiker würdigten zum 25. Geburtstag die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs.
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Festakt: 25 Jahre Wirtschaft in Brandenburg

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Und Regisseur Volker Schlöndorff meinte: Letztlich sei es im Film wie beim Stahl gewesen - im Westen haben man gedacht: "Das Letzte, was wir brauchen, ist ein Brandenburger Filmstudio." Das habe er nicht hinnehmen können, schließlich sei Babelsberg das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt. Was für ihn persönlich, der schon überall in der Welt gedreht habe, dazu führte, in Brandenburg sesshaft zu werden. Auch Pro-Brandenburg-Vorsitzender Manfred Paasch betonte, es habe gerade "drei Tage gedauert, bis ich in Brandenburg heimisch war". Womit Schlöndorff und Paasch zu denen aus dem Westen gehören, deren Engagement vom Ministerpräsidenten gewürdigt wurde. Aber er betonte auch: "Die eigentliche Leistung haben die Brandenburger selbst vollbracht." So hätten 80 Prozent der Bürger neue Berufe lernen müssen. Dabei bekam Dietmar Woidke Bestätigung von Managern. Sowohl Jos van Winsen, Sprecher der Geschäftsführung der PCK Raffinerie in Schwedt, als auch Karl Heinz Tebel, Vorsitzender der Geschäftsführung von BASF in Schwarzheide, deren Betriebe zu den sechs Unternehmen gehörten, die in eigens erstellten Videos vorgestellt wurden, betonten: Ein entscheidender Standortvorteil Brandenburgs seien die Menschen hier.

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