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Existenzgründerpreis vergeben

Gewinner: Stefanie Rogall und Ulrike Oberthür bei ihren Dankesworten
Gewinner: Stefanie Rogall und Ulrike Oberthür bei ihren Dankesworten © Foto: Winfried Mausolf
Heinz Kannenberg / 16.10.2015, 07:12 Uhr
Petershagen/Frankfurt (MOZ) Mittwochabend wurde der Existenzgründerpreis Oderland zum zwölften Mal vergeben. Er ging an zwei mutige Frauen.

Vor zwei Jahren gaben Stefanie Rogall und Ulrike Oberthür ihre gesicherten Arbeitsplätze auf, gründeten das Unternehmen Kristallkinder Intensivpflege. Sie suchten sich als Aufgabe, schwerkranken Kindern ein bestmögliches Leben zu ermöglichen. Es entstand eine bislang einzigartig in Brandenburg existierende Wohngemeinschaft für intensiv pflegebedürftige Kinder und Jugendliche in Petershagen (Märkisch-Oderland). Für diesen Gründer-Mut erhielten sie am Mittwochabend den Existenzgründerpreis Oderland. Die zum zwölften Mal ausgeschriebene Auszeichnung wurde von den Sparkassen Märkisch-Oderland, Oder-Spree, der Deutschen Bank, der Märkischen Oderzeitung und dem RBB vergeben.

Landrat Gernot Schmidt (SPD) hob in seiner Laudatio hervor, dass die zwei Frauen mit der von ihnen geschaffenen Wohngemeinschaft eine Versorgungslücke für schwerstkranke Kinder geschlossen haben. In zwei Jahren verfünffachten sie zugleich die Anzahl der Arbeitsplätze auf knapp 50. Besonders beeindrucke ihn der Leitsatz der Gründerinnen: "Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, so ist es noch nicht das Ende." Die Unternehmerinnen erhielten ein Preisgeld von 2015 Euro.

Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Ostbrandenburg, räumte die Erfahrung ein, dass es für Unternehmer nicht immer nur bergauf gehe. Krüger, selbst 26 Jahre selbstständig tätig, betonte gegenüber allen Geehrten: "Unternehmen bestehen langfristig vor allem mit guter Qualitätsarbeit." Die Existenzgründer würden dies beherzigen. Sie machten seit ihrer Entscheidung auch die Erfahrung, dass es mit der geregelten Arbeitszeit nun jedoch vorbei sei.

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