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Ihre Stimme geht unter die Haut

Jazzige Lieder und Chansons: Die Sängerin Jule Unterspann und Pianist Johannes Kersthold im Schloss Neuenhagen.
Jazzige Lieder und Chansons: Die Sängerin Jule Unterspann und Pianist Johannes Kersthold im Schloss Neuenhagen. © Foto: MOZ
Steffen Göttmann / 19.10.2015, 04:33 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Mit einem beeindruckenden Konzert haben sich Jule Unterspann und der Pianist Johannes Kersthold am Sonnabendabend im Schloss Neuenhagen in die Herzen der gut 50 Zuschauer gesungen und gespielt. Sie interpretierten jazzige Lieder, Broadway-Stücke und Chansons in Englisch, aber auch in Deutsch. So hörte das Publikum ihre Version von "Kamille und Mohn" von Hans-Eckardt Wenzel.

Für das Programm mit dem Titel "Ausgerechnet Balladen" wählte Jule Unterspann vor allem Lieder des französischen Komponisten Michael Legrand, der viel mit Barbara Streisand zusammengearbeitet hat.

Jule Unterspanns Stimme ging unter die Haut. Mit Johannes Kersthold schien sie einen musikalischen Dialog zu führen, in den die Zuschauer immer wieder mit eingebunden wurden, in dem sie zum Schnipsen und Klatschen aufgefordert wurden. Zur Atmosphäre trug zweifelsohne der Raum im Schloss Neuenhagen bei. Im Kamin knisterte das Feuer, Scheinwerfer wechselten in angenehmen Dosen das Licht, was Loungeflair hervorrief.

Jule Unterspann, die auch eigene CDs herausgebracht hat, mag die Lieder von Barbara Streisand, bekannte die Sängerin, die mit ihrem Mann Frank Unterspann in Brodowin lebt. Schon als Kind brachten ihre Lieder Jule Unterspann zu Weinen. "Es war jedoch nicht der Wortlaut, es war die Frequenz", sagte die Sängerin. "Den Rhythmus habe ich von Steffi Graf", scherzte die Musikerin, die ihr Metier von der Pike auf gelernt hat.

1972 in Frankfurt am Main geboren, bestimmte die Musik ihren Lebensweg. Nicht nur als Musikerin, sondern auch als Pädagogin. Unterrichtserfahrung sammelt sie seit 1997. Sie absolvierte einen Studienabschluss zur Diplom-Instrumentalpädagogin im Hauptfach Jazzgesang an der Universität in Mainz, unterrichtete an der Frankfurter Musikwerkstatt und wechselte als Hauptfachdozentin zur Musikhochschule Nürnberg. Gleichzeitig unterrichtete Jazzgesang an den Musikhochschulen Köln und Saarbrücken. Seit 2008 gibt sie nur noch Privatunterricht.

Der Konzertbesuch habe sich für ihn absolut gelohnt, "mehr als ein Kammerkonzert im Schauspielhaus", lobte Jürgen Hühnefeld aus Berlin. Das Konzert im kleinen Raum sei viel persönlicher. "Man geht eine Beziehung mit Menschen ein, obwohl man sie nicht wirklich kennt."

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