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Circus Voyage verzaubert am SMC / Kinder werden ins Programm einbezogen / Amtstierärztin bescheinigt vorbildliche Tierhaltung

Märchenshow und artistisches Können

Spaß auf grauen Dickhäutern: Nach dem Finale nutzen viele Kinder die Chance, einmal auf einem Elefanten zu reiten. Zirkusdirektor Alois Spindler führt die Tiere durch die Manege.
Spaß auf grauen Dickhäutern: Nach dem Finale nutzen viele Kinder die Chance, einmal auf einem Elefanten zu reiten. Zirkusdirektor Alois Spindler führt die Tiere durch die Manege. © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Frank Groneberg / 26.10.2015, 06:02 Uhr - Aktualisiert 09.02.2016, 14:45
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Circus Voyage gastiert noch bis Sonntag auf dem Platz am SMC. Die Besucher der ersten Vorstellungen waren begeistert. Frankfurts Amtstierärztin bescheinigt dem Zirkus eine vorbildliche Tierhaltung.

Die Show ist typisch Zirkus und doch ganz anders als das, was man sonst so aus Zirkussen kennt. Typisch deshalb, weil Artisten und Akrobaten ihr Können zeigen. Ganz anders wiederum, weil das Programm des Circus Voyage nicht einfach nur ein Nummerprogramm ist, sondern weil eine Geschichte erzählt wird. Die Geschichte der Meerjungfrau Alicia, die ein Mensch werden möchte. Und weil eine Meerjungfrau im Wasser lebt, ist die Manege ein großer See, auf dem Gänse laut schnatternd ihre Runden drehen, während Alicia mit fantasievollen Darbietungen versucht, den Meeresgott von ihrem Wunsch zu überzeugen.

Der Circus Voyage gastiert bis zum 1. November 2015 auf dem Platz am SMC in Frankfurt (Oder).
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Circus Voyage

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Dem Publikum im erstaunlich gut gefüllten Chapiteau gefällt, was es zu sehen bekommt. Begeistert wird nicht nur applaudiert, sondern zum Finale auch laut gejubelt. Auch die Erwachsenen sind verzaubert. "Das ist mal was ganz anderes", lobt beispielsweise Kerstin Menzel nach zweieinhalb Stunden Programm, "das ist mit so viel Liebe und Fantasie gemacht." Darüber hinaus fasziniert die kleine Zirkusfamilie natürlich vor allem mit ihrem artistischen und akrobatischen Können. Besonders viel Beifall bekommt der Jüngste von ihnen, Leonardo, der auf einem Drahtseil durch einen brennenden Reifen springt. Und am Ende gibt es auch noch echten Nervenkitzel, wenn gleich zwei Artisten auf Motorrädern durch eine enge Stahlkugel rasen.

Vor allem die Kinder werden immer wieder einbezogen in das Geschehen. Clown Peppino lädt sie mehrmals dazu ein, mit ihm zusammen diverse Späße zu machen. Die Mädchen und Jungen dürfen ihn in der Manege sogar mit Wasserpistolen "erfrischen". Und das Angebot, einmal auf einem echten Elefanten zu reiten, wird von den jüngsten Besuchern gern angenommen.

Die Kinder sind es auch, die am meisten auf die Zirkustiere warten. Diese treten im zweiten Teil der Show auf. Dann unternimmt der Circus Voyage mit seinen Besuchern eine Reise durch Europa, Asien und Afrika. Friesenhengste aus Holland sind dabei. Und das kleine Shetland-Pony Pascha. Nach fast zwei Stunden betreten die ganz großen Tiere die Manege. Kunststückchen müssen sie nicht vorführen. Kamele und Elefanten drehen ein paar Runden durch die Manege. Elefantendame Mogli schießt einen Ball ins Publikum. Die Giraffe Schakira frisst den Gästen in der Loge aus den Händen. Und das Flusspferd und das Nashorn sind einfach nur da und lassen sich bestaunen - was natürlich ein Ausdruck enormen Vertrauens der Tiere zu ihrem Dompteur Alois Spindler ist.

Frankfurts Amtstierärztin Claudia Schütte bescheinigt dem Circus Voyage nach einer unangekündigten Kontrolle "eine sehr vorbildliche Tierhaltung". Alle Tiere befänden sich "in einem sehr guten Pflege- und Ernährungszustand", erklärt sie. "Die Tiere haben auch viel Platz." So könnten sich die Elefanten in ihrem Zelt frei bewegen, auch das Badebecken des Flusspferdes sei ausreichend groß.

Natürlich wisse sie, dass einige Städte wie Potsdam und Hamburg ein pauschales Auftrittsverbot für alle Zirkusse, die Wildtiere halten, erlassen haben. "Die Tiere sind in Gefangenschaft aufgewachsen und kennen nichts anderes", sagt sie. "Sie haben ihr ganzes Leben im Zirkus verbracht." Sie würde auf keinen Fall empfehlen, solche Tiere in einen Wildpark oder Zoo zu stecken, betont die Amtstierärztin. "Die Beschäftigung ist für die Tiere sehr wichtig, sie brauchen das." Und ein Auswildern sei ohnehin unmöglich. "Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, wie die Tiere bei uns leben, kann dafür unsere Tierschau nutzen", lädt Bettina Richter vom Circus Voyage ein.

Vorstellungen: Mi/Do 16 Uhr, Fr/Sa 16 Uhr und 19.30 Uhr, So 11 Uhr und 15 Uhr

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