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Zu Tanz und Spielen kommen selbst Nachbarn

Spiele-Nachmittag im Bürgersaal Rehfelde: Senioren aus der Gemeinde und darüber hinaus nehmen dieses Angebot gern wahr und handeln dabei zahlreiche Gesprächsthemen ab.
Spiele-Nachmittag im Bürgersaal Rehfelde: Senioren aus der Gemeinde und darüber hinaus nehmen dieses Angebot gern wahr und handeln dabei zahlreiche Gesprächsthemen ab. © Foto: MOZ Gerd Markert
Gabriele Rataj / 04.11.2015, 04:46 Uhr
Rehfelde (MOZ) Der Bildungsausschuss der Gemeinde hat sich vor wenigen Tagen mit "Stand und Anforderungen an die Seniorenarbeit" beschäftigt. Berichte von Karin Rohne und Margit Donath für Rehfelde und Zinndorf zeigten vielfältige Aktivitäten auf.

Acht von zehn Tanzveranstaltungen in diesem Jahr sind absolviert, zehn Spielenachmittage schlagen zu Buche, zweimal die Woche Sport, zwei Tagesfahrten im Jahr - das sind nur einige der Programmpunkte aus dem Jahresangebot für Senioren in Rehfelde.

Ein buntes Angebot, viel Engagement und großen Zeitaufwand haben die Mitglieder des Bildungsausschusses der Gemeinde zweien der Aktiven in puncto Seniorenarbeit bescheinigt. Karin Rohne für den Ortsteil Rehfelde und Margit Donath für Zinndorf hatten dazu berichtet.

"Selbst aus Rüdersdorf und Strausberg kommen Senioren zu Veranstaltungen nach Rehfelde, sofern noch Plätze frei sind", konstatierte Bildungsausschussvorsitzender Carsten Kopprasch, was als Wertschätzung gedeutet werden könne. Dazu hob er die große Zahl und Regelmäßigkeit des Angebotes hervor und verwies vor allem auf einen Punkt: das mit viel Aufwand verbundene Einbeziehen mobilitätseingeschränkter Senioren.

Vor dem Hintergrund der in diesen Tagen stattfindenden Haushaltsdebatte zur Vorbereitung des Haushaltsplans 2016 war das Thema Seniorenarbeit auf den Plan gerückt. 50 Prozent Einsparpotenzial waren als Zahl im Finanzausschuss aufgetaucht, was Kopprasch "erbost" hatte.

Man könne über die Art der Verwendung des Geldes gern reden, argumentierte der Ausschussvorsitzende in der Sitzung. Die Summe zu kürzen, sei indes nicht sinnvoll und ein falsches Zeichen, meinte er. Er wolle eine Position des Ausschusses dazu, sagte Kopprasch und fand sich in seiner Auffassung von der Mehrheit bestätigt. Uwe Nitze gab indes zu bedenken, dass man gern auch mehr Geld geben würde, doch die Gemeinde wolle nächstes Jahr die Kita erweitern.

Seit Jahren gibt es von der Gemeinde 6000 Euro dafür plus 800 Euro für Ehrungen und Auszeichnungen. Laut einem Beschluss der Gemeindevertreter 2014 wird den Organisierenden zudem eine kleine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Der Bericht Karin Rohnes über die gegenwärtige Seniorenarbeit im Ortsteil Rehfelde bestätigte den Ausschussmitgliedern ideenreiches und beständiges Wirken der Aktiven. Zu den anfangs genannten Fakten machte die Rehfelderin, die seit zehn Jahren zu den Akteuren der Seniorenarbeit zählt, auch auf Problematisches wie die zunehmende Zahl von Elektromobilen und dafür fehlende Parkmöglichkeiten aufmerksam.

Einen ganz sensiblen Bereich stellen zudem die Weihnachtsgrüße an mobilitätseingeschränkte Senioren dar. Gerade sei man dabei, wiederum 90 Päckchen zu packen, die von Bürgern als Gruß der Gemeinde verstanden würden, schilderte Karin Rohne. Beim Ausfahren unterstütze stets die Feuerwehr mit einem Fahrzeug. Doch während viele Alleinstehende gerade darauf sehnlichst warteten, würde das neue Bundesmeldegesetz genau solche Aktionen immer mehr erschweren.

In deutlich kleinerem Rahmen vollzieht sich Seniorenarbeit im Ortsteil Zinndorf, wenngleich zwölf von 60 Rentnern immerhin ein Fünftel der Senioren darstellten, ergänzte Margit Donath. Monatliche Veranstaltungen, Fahrten auf dem Straussee, Besuch der Heimatstube oder auch mal chinesisch essen gehen weisen ebenso auf ein interessantes, gern genutztes Angebot hin, das in gemeinsamer Weihnachtsfeier mit Bürgerverein und Feuerwehr im Jahr beschlossen wird.

Neben Dank für diese Arbeit erinnerte Bürgermeister Reiner Donath zur Sitzung an ein weiteres Problem, das die Gemeinden im Amtsbereich eint: Nachwuchssorgen.

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