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HSV 90 steht sich selbst im Weg

Unglückliches Abschlussdoppel: Die Hohen Neuendorfer Raphael Albrecht und Marc Brendel (in Grün) verloren das entscheidende Spiel, welches am vergangenen Sonnabend gegen Cottbus zum Sieg gereicht hätte.
Unglückliches Abschlussdoppel: Die Hohen Neuendorfer Raphael Albrecht und Marc Brendel (in Grün) verloren das entscheidende Spiel, welches am vergangenen Sonnabend gegen Cottbus zum Sieg gereicht hätte. © Foto: Stephanie Fedders
Steffen Kretschmer / 10.11.2015, 10:00 Uhr
Hohen Neuendorf (MZV) Sie hatten auf einen Sieg gehofft und diesen in ihrer Rechnung im Kampf gegen den Abstieg auch eingeplant. Doch gegen das Cottbuser Tischtennis-Team kamen die Spieler des Hohen Neuendorfer SV 90 in der Verbandsoberliga nicht über ein 8:8 hinaus.

Trotz klarer Führungen von 5:0 und 8:3 scheiterte die Mannschaft aus Oberhavel wohl weniger am Gegner, sondern vielmehr an sich selbst. "Wir waren nicht vom Glück verlassen, das war Unvermögen", ärgerte sich HSV 90-Kapitän Marek Hanke. "Wir standen uns selbst im Weg."

Bitter: Der Hohen Neuendorfer René Gottfried ging angeschlagen ins Spiel. Doch schon in seinem ersten Duell mit Dennis Schulz musste er seiner Krankheit Tribut zollen und aufgeben. Damit ging diese Begegnung und auch die angesetzte Partie gegen Reno Bohg kampflos an Cottbus.

Die 90er sind jedoch fernab davon, dies als Ausrede gelten zu lassen, warum es mit einem Erfolg nicht klappte. Bei der Analyse des Spieltages wird von allen Beteiligten Tacheles geredet und die Mentalitätsfrage gestellt. "In diesem Bereich sind wir leider nicht die Besten", sagte Spieler Raphael Albrecht. "Das ist eine Kopfsache", ist sich auch Marek Hanke sicher.

Während der Begegnung war die Stimmung bei den Hohen Neuendorfern zunächst gut. Für Albrecht lief eigentlich "alles recht ordentlich". Er hatte gerade sein Spiel gegen Michal Bartoszewski zum zwischenzeitlichen 8:3 "nach Hause gezittert" (10:12, 11:5, 12:10, 11:5) und war sich zu diesem Zeitpunkt sicher, dass es an diesem Tag mit dem Sieg klappen würde. Auch nach den verlorenen Partien von Gottfried (0:3, kampflos gegen Bohg), Hanke (2:3, Dennis Schulz) und André Depta (0:3, Perco Krüger) blickte Albrecht weiter positiv nach vorn. Schließlich sei Hohen Neuendorfs Neuzugang Sebastian Schulz eine sichere Bank. Doch eben jener Schulz tat sich gegen den Cottbuser Christian Petsch von Beginn an schwer. Zwar ging der erste Satz mit 11:8 an den Spieler des HSV 90. Doch im Anschluss hatte auch er mit der eigenen Courage zu kämpfen. Petsch wuchs über sich hinaus und zwang den Gastgeber zu Fehlern. Und spätestens, als der Lausitzer die beiden folgenden Durchgänge für sich entschied (8:11, 9:11) lagen bei Sebastian Schulz die Nerven blank und er schleuderte seinen Tischtennisschläger frustriert auf die Platte. Auch der vierte Satz ging mit 9:11 an den Kontrahenten aus Cottbus, weshalb beim Gesamtstand von 8:7 für Hohen Neuendorf das Entscheidungs-Doppel ausgespielt werden musste.

In diesem standen Marc Brendel und Raphael Albrecht dem Duo Marco Schicketanz/Reno Bohg gegenüber. Die Oberhaveler hatten das Nachsehen (8:11, 11:9, 9:11, 4:11) und das nach dem guten Start nicht mehr für möglich gehaltene Remis war perfekt.

"Klar", erklärte Marek Hanke, "auch dieser Punkt ist natürlich wichtig für uns. Dass wir nicht gewonnen haben, ist ärgerlich. Jetzt wird es richtig eng, wir sind mitten im Abstiegskampf."

An den kommenden Spieltagen geht es zunächst zum Vorletzten, Füchse Berlin III (15.November), ehe das Liga-Schlusslicht Steglitzer TTK den Hohen Neuendorfer SV 90 empfängt (21. November). Dies sind wichtige Spiele für das Team aus Oberhavel, um noch in der Hinrunde die Ausgangsposition für die Mission Klassenerhalt deutlich zu verbessern.

Große Hoffnung setzt Hohen Neuendorf in die zweite Hälfte der Saison. Marek Hanke: "Wir haben noch die Rückserie und hoffen, dass wir mal geschlossen als Mannschaft antreten können. Bisher war oftmals jemand bei uns krank oder er fehlte aus anderen Gründen. Es ist die Aufgabe des Teams, sich aus dieser Situation herauszuziehen."

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