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Der alte Chef ist der neue

Lindows neuer und alter Amtsdirektor Danilo Lieske
Lindows neuer und alter Amtsdirektor Danilo Lieske © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 10.11.2015, 18:34 Uhr
Lindow (MZV) Kein Murren, keine Kritik, erst recht keine Gegenstimme: Der Lindower Amtsausschuss hat Amtsdirektor Danilo Lieske am Montagabend für weitere acht Jahre im Amt bestätigt.

Eigentlich hatte es sich das Ergebnis ja schon im Vorfeld angekündigt: Erst Mitte September hatte sich der Lindower Amtsausschuss dafür ausgesprochen, die Stelle des Amtsdirektors nicht öffentlich auszuschreiben - einstimmig. Doch eine offizielle Wahl musste trotzdem sein. Sie ging am Montagabend vollkommen reibungslos über die Bühne.

Bis zum 31. Dezember 2023 wird Danilo Lieske nun Lindower Amtsdirektor bleiben. Glückwünsche dafür gab es unter anderem von Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU), aber auch von der stellvertretenden Amtsdirektorin Carmen Noack. Auch wenn man sich mal streite, gebe es im Rathaus doch eine gute Zusammenarbeit, sagte Noack.

"Dass in einer gewachsenen Demokratie noch 100 Prozent möglich sind, ist verwunderlich, aber es kommt vor", meinte Danilo Lieske nach der klaren Wahl mit acht Ja-Stimmen. Er blickte erstaunt auf acht Jahre zurück, die "schnell vergangen sind", aber in denen in Lindow viel geschafft worden sei. Ein Sinnbild dafür sei das Bürgerhaus, über dessen Zukunft erst lange diskutiert wurde. Dann ging es mit der Sanierung allerdings recht schnell. Mittlerweile befindet sich dort unter anderen die Kleiderkammer, und Sitzungen finden vor Ort statt.

"Aber wir mussten auch Strukturen eindampfen", so der Amtsdirektor. Die Kita in Rüthnick wurde geschlossen. "Doch dafür haben wir eine andere Landkita gestärkt", so Lieske mit Blick auf die Herzberger Einrichtung, die mittlerweile gut dasteht.

"Ich freue mich auf die nächste Zeit", so der Rathaus-Chef. "Es kommen ein paar Dinge hinzu, wo ich sehr gespannt bin auf die weiteren Herausforderungen." Damit spielte er auf die Flüchtlingsfrage an, die nun auch das Amt beschäftigt. In Klosterheide wird eine Wohngelegenheit für Asylsuchende eingerichtet. Außerdem haben die Lindower dem Kreis leer stehende Kita-Gebäude zur Miete angeboten (RA berichtete). Doch das sei nicht die einzige Aufgabe in den kommenden Jahren: "Vielleicht können wir die Gemeinde Herzberg in Richtung Entschuldung bringen", so Lieske. Dort stünden die Chancen besser als in der Stadt Lindow, die ebenfalls pleite ist. "Im Großen und Ganzen wird im Amtsbereich sachbetont gearbeitet", lobte Lieske. "Man reibt sich an der Sache, weniger an Personen." Diese Arbeitsweise sollte aufrecht erhalten werden, "so können wir besser Kräfte bündeln".

Lieske bedankte sich "für die vergangenen acht Jahre meines Lebens, in denen ich mich auch persönlich entfalten konnte". Sein Dank galt den Abgeordneten und der Verwaltung, die zu 100 Prozent zuverlässig an seiner Seite stehen würden.

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