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Einzelfahrscheine für Bus und Bahn werden teurer

Frank Groneberg / 03.12.2015, 19:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zum Jahresbeginn 2016 steigen die Preise für Einzelfahrscheine des Nahverkehrs. Eine einfache Fahrt kostet künftig 1,60 Euro. Die letzte Erhöhung hatte es zum 1. Januar dieses Jahres gegeben. Die Preise für Monatskarten werden nicht verändert.

Es ist ein Jahr her, dass der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zuletzt die Fahrpreise für den Nahverkehr erhöht hatte. Erst am 1. Januar waren Preissteigerungen in Kraft getreten für alle Fahrkarten - vom Einzelfahrschein bis zur Jahreskarte. Ein Jahr später werden Fahrten mit Straßenbahnen und Bussen nun erneut teurer. Im Schnitt, so der VBB, betrage der Anstieg 2,3 Prozent.

Vor allem die Gelegenheitsnutzer des öffentlichen Nahverkehrs müssen ab dem 1. Januar 2016 nochmals tiefer in die Taschen greifen. In Frankfurt steigt der Preis für den Einzelfahrschein im Stadttarif Frankfurt AB von 1,50 Euro auf 1,60 Euro. Die normale Tageskarte kostet 3,30 Euro statt bisher 3,10 Euro, die ermäßigte Tageskarte 2,40 Euro statt 2,30 Euro. Die Kleingruppenkarte wird um 10 Cent teurer und kostet künftig 7,80 Euro. Alle anderen Tarife und insbesondere jene der Monatskarten bleiben stabil.

Bei den Jahreskarten werden nur jene teurer, die gegen Barzahlung erworben werden. Für die Abo-Karten "65plus" muss ebenfalls mehr bezahlt werden.

Vor allem die Preise für Einzelfahrscheine und Tageskarten sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen. Der Einzelfahrschein war zu Jahresbeginn schon einmal um 7,14 Prozent teurer geworden, wird jetzt um weitere 6,7 Prozent teurer. 2011 hatte er noch 1,30 Euro gekostet, ab 2016 1,60 Euro - ein Anstieg um 23 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Die Tageskarte wurde im selben Zeitraum um 22,2 Prozent teurer.

Der VBB beschließt Preisveränderungen nach einem festgelegten Index, der zu 83 Prozent die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Region und andererseits die Kostenentwicklung bei Kraftstoffen und Strom berücksichtigt. Christian Kuke, Bereichsleiter bei der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF), betont, dass die Betriebskosten auch im Nahverkehr stetig steigen.

"Wir haben ein Interesse daran, dass unsere Kunden regelmäßig mit Bahn und Bus fahren", erklärt Christian Kuke. Deshalb würden die Preise für die Monatskarten, die 9-Uhr-Karte und die Abo-Zeitkarten nicht erhöht. "Unsere Stammkunden möchten wir möglichst nicht belasten", sagt er. "Vielleicht wird für manchen Nutzer jetzt auch eine Monatskarte interessant - bei der spart man bereits ab der 25. Fahrt."

Die aktuellen Fahrscheine bleiben noch bis zum 15. Januar gültig. Danach können sie noch bis Ende Mai 2016 im SVF-Kundenzentrum gegen neue Fahrscheine getauscht werden - bei Zahlung der Differenz.

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