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Zwei Hobby-Astronomen aus Peitz und Berlin betreiben ab sofort das darin befindliche Planetarium.

Stern-Schau im Wasserturm

Hauchen dem Planetarium neues Leben ein: Die Betreiber Michael Maaß (l.), Andreas Jahn (r.) und Astronomielehrer Benjamin Heynoldt an einem Zeiss-Kleinplanetarium vom Typ ZKP-2
Hauchen dem Planetarium neues Leben ein: Die Betreiber Michael Maaß (l.), Andreas Jahn (r.) und Astronomielehrer Benjamin Heynoldt an einem Zeiss-Kleinplanetarium vom Typ ZKP-2 © Foto: MOZ
Martin Stralau / 04.12.2015, 18:44 Uhr - Aktualisiert 05.02.2016, 10:54
Frankfurt (Oder) (MOZ) In den Wasserturm in Neuberesinchen zieht von heute an wieder Leben ein. Zwei Hobby-Astronomen aus Peitz und Berlin betreiben ab sofort das darin befindliche Planetarium. Als Zusatzangebot bietet das Gauß-Gymnasium dort ab Januar wieder außerschulischen Unterricht an.

Eine Reise in den Weltraum mit der ganzen Familie, zu Planeten, Sternen und fernen Galaxien können Frankfurter ab sofort im Planetarium des alten Wasserturms in Neuberesinchen unternehmen. Und das unabhängig von der Tageszeit oder vom Wetter. Betreiber sind die Hobby-Astronomen Michael Maaß aus Peitz und Andreas Jahn aus Berlin, die das Planetarium von der Stadt zunächst für ein Jahr gemietet haben.

Sie wollen sich dort aber nicht nur auf den eigentlichen Zweck von Planetarien konzentrieren, der darin liegt, naturgetreu nachgebildete Sternenhimmel an die kuppelförmige Decke zu projizieren, um daran zum Beispiel die Bewegungen von Sonne, Mond und Gestirnen im Zeitraffer darzustellen und so begreifbar zu machen. So können und sollen dort auch Lehrfilme und Videoprojektionen aus anderen Bereichen als der Astronomie, beispielsweise der Biologie gezeigt werden. Zusätzlich sind Buchlesungen und Hörspiele, aber auch Live-Musik und Musicals unter der Kuppel geplant, die einen Durchmesser von acht Meter hat. "Wir werden die neueste Projektionstechnik nach Frankfurt bringen und an der Kuppel alles zeigen, was heutzutage möglich ist", sagt Michael Maaß, der zusammen mit Andreas Jahn unter anderem drei Jahre ein Planetarium in Senftenberg betrieben und mit Jahn gemeinsam für das neue Projekt eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft gegründet hat. "Wir verstehen uns als Bildungs- und Kultureinrichtung mit dem Schwerpunkt auf Bildung", sagt Elektroingenieur Maaß. Veranstaltungen soll es so oft wie möglich geben, das Programm im Dezember, mit dem das Planetarium startet, umfasst bereits acht Tage und beginnt heute um 15 und 17 Uhr mit den Lehrfilmen "Mit Professor Photon durchs Weltall" für Kinder ab 10 Jahre und "Wasser - der Stoff, der von den Sternen kam" für Kinder ab 12 Jahre. Am 24. Dezember gibt es um 10.30 Uhr das Kinderprogramm "Die drei Weihnachtssternchen" zu sehen. Auch private Feiern können dort gebucht werden. Ab Januar wird das Planetarium auch wieder vom Gauß-Gymnasium für Unterrichtszwecke genutzt. Für den in Rente gegangenen Physik- und Astronomielehrer Reinhard Ullrich hat die Schule mit Benjamin Heynoldt einen Nachfolger gefunden. Er wird immer dienstags ein Unterrichtsprogramm für Frankfurter Schulklassen, Kindergärten und Volkshochschulgruppen anbieten.

Eine freudige Nachricht hinsichtlich außerschulischer Bildungsangebote gibt es auch aus der Wildparkschule. Nachdem Bildungsminister Günter Baaske (SPD) im Sommer das dortige umweltpädagogische Bildungsangebot gestrichen hatte, kann Lehrer Robert Volkmann von der Lennéschule dort ab dem 2. Schulhalbjahr wieder seine Arbeit aufnehmen. Der Entscheidung vorausgegangen waren zahlreiche Anfragen im Landtag von René Wilke (Linke) und Marie Luise von Halem (Grüne) sowie eine Petition für den Erhalt der Arbeitsstelle Volkmanns, die mehr als 1000 Unterzeichner unterstützten.

Alle Informationen rund ums Planetarium gibt es auf der Seite www.planetarium-frankfurt.de. Hier können auch Tickets gebucht werden.

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