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Ersatzteile für Zeiss-Jena-Ferngläser

Sie wollen auf der Opti 2016 in München gute Geschäfte vereinbaren und für Rathenow, das Westhavelland, Brandenburg und Berlin die Werbetrommel rühren. Am Montag trafen man sich im Optik-Industriemuseum.
Sie wollen auf der Opti 2016 in München gute Geschäfte vereinbaren und für Rathenow, das Westhavelland, Brandenburg und Berlin die Werbetrommel rühren. Am Montag trafen man sich im Optik-Industriemuseum. © Foto: MZV/Wernitz
Rene Wernitz / 09.12.2015, 10:57 Uhr
Rathenow (MOZ) Die Optikgeschichte Rathenows wird fortgeschrieben. Dafür sorgt längst nicht nur die Fielmann AG mit ihrem Produktionsstandort an der Wiege der optischen Industrie. Es sind auch die in der Optic Alliance Brandenburg-Berlin (OABB) vertretenen Firmen und Institutionen, die das diesbezügliche Profil der Optikstadt an der Unteren Havel schärfen.

Wenn sich die Fachwelt im Januar erneut in München auf der Opti-Messe trifft, stehen auch Peter Poschmann und Joachim Mertens wieder für die Geschichte. Beide sind seit der ersten Opti, die in der Hauptstadt des Freistaats stattfand, alle Jahre dabei. Inzwischen hat sich das Aufgebot aus dem Westhavelland erheblich vergrößert. Die beiden repräsentieren nicht nur sich, sondern auch die OABB, die derzeit 37 Mitglieder zählt. Darunter neben Poschmann Design aus Premnitz und Mertens' Optotec aus Rathenow auch das Optik-Industriemuseum und die in der havelländischen Kreisstadt ansässige Augenoptikerinnung des Landes Brandenburg. Diese beiden Einrichtungen sind ebenso selbst am OABB-Stand in München vertreten. Zudem die Fachhochschule Brandenburg (FHB) und der deutsche Ableger des japanischen Brillenherstellers Aoyama, der in Potsdam ansässig ist. FHB und Aoyama gehören allerdings (noch) nicht der Optic Alliance an. Derweil sind Ophtalmica, Solira und Obrira aus Rathenow längst Aktivsäulen im Verbund und stellen natürlich ebenso in München aus.

Mit einer technischen Neuheit kann Obrira-Chef André Schwolow zwar nicht aufwarten. Er rundete die Modellpalette seiner Lupenbrillen ab, die nun lediglich bunter wurden. Doch mit einem Service-Angebot könnte er auch voll ins Schwarze treffen. Nach altersbedingten Schließungen der Reparatur-Werkstätten für Zeiss-Jena-Ferngläser und Zielfernrohre ist Obrira nun die einzige Firma im ganzen großen Deutschland, die über entsprechende Mitarbeiter und die notwendigen Ersatzteile verfügt. Drei neue Arbeitsplätze sind dadurch in Rathenow entstanden. Wenn also Besitzer ehemals hochpreisiger, aber immer noch qualitativ hochwertiger Ferngläser und Zielfernrohre ihre "Schätze" reparieren lassen wollen, könnten sie beim Augenoptiker um die Ecke nachfragen. Hat er Kontakt zu Obrira in Rathenow, kann der Augenoptiker hilfesuchenden Kunden, beispielsweise Naturschützer, Wanderer, Förster und Jäger, mit einem guten Plan zur Seite stehen.

Ebenso spannend wird es für Joachim Mertens, der ein neuartiges Gerätesystem auf den Weltmarkt bringen will. Es kombiniert das Brillenrandglasschleifen mit dem CNC-Bohren von Brillengläsern. Und Peter Poschmann darf das Lob einstecken, wenn sich Messebesucher aus aller Welt am neuen, 213 qm großen OABB-Stand besonders wohl fühlen und sich zahlreiche gute Beziehungen anbahnen. Denn der Stand ist einem modernen und funktionalen Augenoptikergeschäft nachgeahmt, hergestellt bei Poschmann Design in Premnitz.

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