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Baracke wird Werkstatt für Flüchtlinge

Jürgen Liebezeit / 13.12.2015, 08:00 Uhr
Birkenwerder (MZV) Um die Integrations- und Betreuungsarbeit der Willkommens-Initiative Birkenwerder verbessern zu können, wird eine leerstehende Halle neben der Gemeinschaftsunterkunft in der Geschwister-Scholl-Straße hergerichtet.

Die Baracke soll als Fahrradwerkstatt und Gemeinschaftsraum genutzt werden. "Das wird uns helfen", zeigte sich Professorin Anne Wihstutz von der Willkommens-Initiative Birkenwerder nach dem Beschluss, den die Fraktion IOB/BiF eingebracht hatte, erleichtert. In der Unterkunft in der Geschwister-Scholl-Straße, wo derzeit 40 Menschen leben, gebe es keine Möglichkeit, in Ruhe ein Gespräch zu führen. "Die Privatsphäre ist nicht gewährleistet", bedauerte sie.

Laut Beschluss werden die Blechhalle und das damit verbundene Steingebäude mit Strom und Wasser/Abwasseranschluss ausgestattet. So ist es auch möglich, das Gebäude, das vor Jahren vom Bauhof genutzt wurde, mit bereits vorhandenen Elektroheizgeräten zu erwärmen.

Bei den Arbeiten sollen auch die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft sowie Mitglieder der Flüchtlingsinitiative helfen. Vorstellbar sind hier zum Beispiel das Zuschütten von Gräben sowie die Beseitigung von Wildwuchs. Laut Beschluss werden 7 500 Euro investiert. Als Träger hat sich der Verein "Nordbahn mit Courage" angeboten. Die Werkstatt soll allen Interessierten offenstehen.

Vertreter mehrerer Fraktionen lobten ausdrücklich die Arbeit der Willkommens-Initiative, und forderten die Verwaltung auf, nach besser geeigneten Räumen in Birkenwerder zu suchen. "Das wäre schön, dauert aber zu lange. Wir brauchen sofort einen Raum, sonst knallt es", machte Anne Wihstutz den dringenden Handlungsbedarf deutlich. Die Halle sei zwar kein Idealfall, aber schnell nutzbar.

Bauamtsleiter Jens Kruse geht davon aus, eher Ende Januar mit den Umbauarbeiten beginnen zu können.

Bürgermeister Stephan Zimniok teilte weiter mit, dass eine Privatfirma der Gemeinde vier Hotspots zur Verfügung stellen möchte. Jetzt werde geprüft, ob die Spende angenommen werden darf oder an einen Träger übergeben werden muss. Als mögliche Standorte für den freien Zugang zum Internet nannte er die beiden Flüchtlingsunterkünfte, den Bahnhof sowie das Rathaus. Gemeindevertreter Peter Ligner (Linke) habe sich beharrlich für diese Lösung eingesetzt, lobte Zimniok dessen Engagement.

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