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Tschech-Kugeln sind Storkows Stolz

In der Küche vom "Alten Weinberg" zum Kosten versammelt: Wirt Andreas Neidhardt mit Ehefrau Sylvia und Sohn Alexander (alle in weinroten T-Shirts) sowie Norbert Tribbensee und Stefanie Lemcke präsentieren die Tschech-Kugeln
In der Küche vom "Alten Weinberg" zum Kosten versammelt: Wirt Andreas Neidhardt mit Ehefrau Sylvia und Sohn Alexander (alle in weinroten T-Shirts) sowie Norbert Tribbensee und Stefanie Lemcke präsentieren die Tschech-Kugeln © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 14.01.2016, 06:31 Uhr
Storkow (MOZ) Storkow beteiligt sich erstmals mit eigenem Stand an der Grünen Woche in Berlin. Zur Präsentation nicht nur der Stadt, sondern der ganzen Region hat sie sich ihre Partner auf dem Gebiet des Tourismus zur Hilfe geholt. Als Werbeslogan dient "Die Storkower Tschech-Kugel. Geschichte zum Essen".

Was bei manchen die Boulette, Frikadelle, das Fleischpflanzerl oder der Hackklops ist, heißt von nun an in Storkow "Tschech-Kugel". Egal, welchen regional bedingten Namen dieses Gericht trägt, es besteht aus Hackfleisch. Allerdings sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, was seine in Storkow aus der Biedermeierzeit stammende Rezeptur anbelangt. Was das Besondere bei den Storkower Tschech-Kugeln ist, erklärt der Koch Emanuel Lorenz, der mit Andreas Kriegelstein die "Kleine Schänke" in Kummersdorf bewirtschaftet und mit ihm am Stand stehen und dort auch Liköre und Eintopf anbieten wird: "Zum Schweinefleisch als Grundmasse gehört bei uns ein Wildanteil. Außerdem werden außer den üblichen Zutaten, wie Salz, Pfeffer, Eier und Semmelmehl, noch Pastinaken und anderes Wurzelgemüse, etwa Möhren und Sellerie, hinzugefügt. Je nach Saison wird es unterschiedliches Wildfleisch sein."

Die zur Grünen Woche angebotenen eintausend Probierportionen, bestehend aus zwei gebratenen Kügelchen, liefert die Festtagsbetreuung Ingo Noack. Nach der Messe aber wird es sie zumindest im "Alten Weinberg", in der Gaststätte "Zum Fass", in der Kummersdorfer "Kleinen Schänke", im "bohem 13" und im "Sonnenhof des MitMachParks Irrlandia geben. Diese gastronomischen Einrichtungen gehören zum Team, welches mit den sechs Mitarbeitern der Burg die Teilnahme der Stadt vorbereitet hat und organisatorisch absichert. "Andere Gaststätten können die Tschech-Kugel danach auch auf ihre Speisekarte nehmen", regt Stefanie Lemcke an, die als Projektleiterin des Besucherzentrums Naturpark Dahme-Heideseen in der Burg arbeitet. Norbert Tribbensee, der "Zum Fass" und den "Sonnenhof" im Irrlandia betreibt, weist auf den Rezeptvorschlag hin, der auf dem in einer Auflage von 5000 Stück gedruckten Flyer steht: "Jede Gaststätte kann dabei ihre Tschech-Kugeln etwas anders machen. Auch ob sie gebraten oder gekocht sind, ob sie als Vorspeise, Imbiss oder Kindergericht dargeboten werden, kann jede selbst wählen. Entscheidend ist, dass sie aus frischen Produkten bestehen."

Auf die Idee, mit dem einstigen Bürgermeister der Königlich-Preußischen Stadt Storkow, Heinrich Ludwig Tschech (1789 bis 1844), "die Region und ihre Köstlichkeiten zu präsentieren", wie Andreas Kriegelstein es ausdrückt, war Matthias Beier gekommen, der Geschäftsführer von Irrlandia. "Mit der Tschech-Kugel wird auf dessen Attentatsversuch mit einer Pistole auf Friedrich Wilhelm IV. angespielt", erklärt er.

An dem Gemeinschaftsstand der Stadt auf der Grünen Woche wird auch der Zeidler Holger Ackermann mit dem Honig der Burgbienen vertreten sein. Außerdem ist der Tourismusverein Scharmützelsee e.V. mit seiner Geschäftsführerin Laura Beister mit von der Partie. Alle wechseln sich ab, aber "wir vermarkten uns gemeinsam, nicht nur unser eigenes Unternehmen", ist Andreas Neidhardt vom "Alten Weinberg" wichtig zu betonen.

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