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In allen Bereichen einen Tick besser

Matthias Haack / 17.01.2016, 21:47 Uhr
Neuruppin (MZV) Auch die Hürde SV Eichstädt nahm der Handball-Club Neuruppin. Am Sonnabend leistete der Staffelvierte zwar Widerstand, doch brachen die Gäste nach 35 Minuten etwas ein. Letztlich hatte der Tabellenerste einen 31:22 (15:11)-Erfolg in der Tasche, als er auf Schnee bedeckter Straße zum Griechen schlitterte und dort einen Mannschaftsabend feierte.

Das Loblied, das Eichstädts Trainer Armin Kurzer anstimmt, ist klangvoll: "Der HCN ist eben in den meisten Bereichen einen Tick besser als die Konkurrenz. Er steht zu Recht vorn in der Tabelle." Vor allem in der Athletik, dem Tempo und der gedanklichen Frische sei der Liga-Primus eine Nummer zu hoch, gestand der Eichstädter.

Dabei hielt seine Mannschaft am Sonnabend "erstaunlich gut mit". Doch gegen den Neuruppiner Rückraum sei einfach kein Kraut gewachsen. Nahmen sich beide Teams in der ersten Halbzeit nicht viel, so fiel die Entscheidung mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. "Da haben wir glänzend das umgesetzt, was besprochen wurde", so Trainer Christian Will. Also Tempo und Schwung aus den letzten Minuten der ersten Halbzeit konserviert, um dem Gegner den Zahn zu ziehen. Innerhalb weniger Minuten schraubte der Gastgeber vor 140 Zuschauern seinen Vier-Tore-Vorsprung auf sechs hoch. Dass die Partie nicht eingetütet werden konnte, liegt "am dann verkrampften Spiel", wunderte sich Will. Er nahm eine Auszeit und ließ fortan weitaus flinker agieren.

Mit Erfolg: Eichstädt ließ den Gastgeber ziehen. Für Armin Kurzer kein Wunder. "Die Nerven haben uns die Chance geraubt. Das ist eine der wenigen Schwächen der Neuruppiner, nur haben meine Jungs das aufgenommen. Aber uns fehlte auch die Kraft."

Dabei sah er durchaus die Möglichkeit, den Rückstand in der heiklen Phase bis zur 50. Minute weiter zu verkürzen. Über die Außenpositionen ließ Eichstädt einiges liegen, während die Neuruppiner die Lücken suchten und fanden, obwohl die Partie für Christian Koall bereits nach der dritten Zweiminutenstrafe beendet war. Kurzer: "Die Keeper auf beiden Seiten steigerten sich. Bei uns senkten sich die Köpfe zu früh."

Christian Will: "Wir spielten unsere Vorteile ordentlich aus. Das sind die breite Bank und das Tempo. Die zweite Lunge hatte nicht Eichstädt, sondern wir." Seine Mannschaft trifft in den kommenden Wochen auf weitere Verfolger - den Dritten und dann den Zweiten. "Gewinnen wir unsere Heimspiele", so der Coach, "dann ist schon in einem Monat die Frage nach dem Staffelsieg beantwortet."

HC Neuruppin: Kröcher, Zolper - Palmowske(1), Schulz (4), Kehnscherper (1), Simon, Pekrul (1), Koall (5), Lück (4), Lehmann (2), Wolf (2), Hecht (6), Kühne (3)

SV Eichstädt: Warnemünde - Kolewe (4), Kepalies (1), Gräseke (2), Ellermeier (2), Ihle, Sitz (2), Zietz (5), Hartmann (4), Schneider (2)

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Christian Will 18.01.2016 - 08:22:12

Zitat?

Hallo Matthias, ich bin mir sicher, den letzten zitierten Satz nie gesagt zu haben. Ich habe lediglich gesagt, dass wir natürlich aufgrund der jetzigen Tabellensituation den Staffelsieg in eigener Hand haben und das man nach dem Februar, vorrausgesetzt wir gewinnen die beiden wichtigen Heimspiele gegen die direkte Konkurrenz, dann sicherlich von einer Tendenz sprechen kann. Die Entscheidung wird aber zu einem späteren Zeitpunkt der Saison fallen …

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