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Trommelwirbel für Guten-Morgen-Eberswalde

Klangschaffender auf Tour: Der Schlagwerker Demian Kappenstein begnügt sich bei seinem neuesten Eberswalder Auftritt nicht damit, auf dem Hocker sitzen zu bleiben.
Klangschaffender auf Tour: Der Schlagwerker Demian Kappenstein begnügt sich bei seinem neuesten Eberswalder Auftritt nicht damit, auf dem Hocker sitzen zu bleiben. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 18.01.2016, 06:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Sollte es in naher Zukunft am Sonnabendvormittag wieder ein Markttreiben im Stadtzentrum geben, ist ein wichtiger Impuls dafür von der 445. Ausgabe der Erfolgsreihe Guten-Morgen-Eberswalde ausgegangen, die eine ganz außergewöhnliche war. Denn ausnahmsweise stand das Veranstaltungsformat selbst im Rampenlicht - als besonders gelungener Beitrag zur Innenstadtentwicklung. Für die HafenCity-Universität Hamburg haben Guten-Morgen-Eberswalde und deutschlandweit sieben weitere Projekte diesbezüglich eine innovative Beispielfunktion.

Schon die Anordnung der Stühle im Plenarsaal des Paul-Wunderlich-Hauses machte klar, dass der Sonnabendvormittag diesmal etwas anders verlaufen würde: Die Sitzgelegenheiten waren im Kreis um eine Gruppe von Rhythmusinstrumenten aufgestellt, an der gelegentlich der Schlagwerker Demian Kappenstein aus Dresden für Trommelwirbel und mehr sorgte. Der Musiker, der bereits bei Jazz in E. und bei Guten-Morgen-Eberswalde begeistert hatte, entlockte bei seinen aufrüttelnden Zwischenspielen zudem unter anderem einem Gartenschlauch und einem Skateboard Töne. Hauptakteure der Veranstaltung waren aber Udo Muszynski, Organisator der regelmäßigen kulturellen Intervention, deren Premiere am 14. Juli 2007 zu erleben war, sowie die Stadtplaner Ingrid Breckner und Stefan Kreutz von der Hamburger Universität.

Ersterer erzählte von den Anfängen der Reihe, die von dem Wunsch getragen gewesen seien, die erneuerte Innenstadt zu beleben. "Der Neubau von Kreishaus und Marktplatz und so manche andere Investition hatten Eberswalde das Zentrum zurückgegeben, das bis dahin einer im Krieg entstandenen Brache glich, die von manchen Eberswaldern als grüne Lunge verklärt wurde", berichtete Udo Muszynski.

Von Moderator Thomas Böhm aus Berlin nach den Folgen von Guten-Morgen-Eberswalde für die Barnimer Kreisstadt befragt, blieb der Kulturveranstalter die Antwort nicht schuldig. "Früher wurden in der Innenstadt am Sonnabend und am Sonntag die Bürgersteige hochgeklappt. Inzwischen herrscht hier zumindest am Sonnabend deutlich mehr Gewusel", sagte er. Allerdings lasse sich die positive Auswirkung auf den Einzelhandel nicht direkt messen. Die Wissenschaftler und der Moderator bescheinigten Guten-Morgen-Eberswalde, in seiner Konsequenz und mit seinem Erfolg bundesweit einzigartig zu sein.

Die Stadtplanerin Ingrid Breckner erklärte, dass sie jetzt noch einen grünen Markt am Sonnabendvormittag im Eberswalder Zentrum vermissen würde.

Für den Wirtschafts-Interessen-Ring WIR bedankte sich dessen Vorsitzender Marco Zucknick bei Udo Muszynski mit einem 2000-Euro-Scheck. Das Geld ist für die Fortführung der Erfolgsreihe bestimmt. "Und das mit dem Markt am Sonnabend bekommen wir alle auch noch hin", rief Marco Zucknick aus.

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