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Spatzen auf Platz Eins

Durchschnittlich wurden etwa acht Spatzen pro Garten beobachtet.
Durchschnittlich wurden etwa acht Spatzen pro Garten beobachtet. © Foto: dpa
18.01.2016, 17:57 Uhr
Potsdam (DPA) Etwas frech, aber auch sehr neugierig: Spatzen sind meist in Gruppen unterwegs und fast überall auf der Welt anzutreffen. Naturschützer beobachten genau den Bestand.

Spatzen bleiben Brandenburger Gärten treu und fühlen sich dort besonders heimisch. Erneut habe der Vogel seinen Platz als häufigster Gast verteidigt, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Montag zum Abschluss der diesjährigen Zählung bei der "Stunde der Wintervögel" mit.

Bislang beteiligten sich rund 4800 Vogelfreunde an der Aktion. In knapp 3000 märkischen Gärten zählten sie am zweiten Januar-Wochenende etwa 141 000 Vögel. Einige Meldungen von Bürgern werden noch in diesen Tagen erwartet.

Die ehrenamtlichen Vogelbeobachter meldeten insgesamt 24 000 Spatzen. Kohlmeisen und Feldsperlinge kamen mit 18 360 beziehungsweise 15 800 Treffer auf Rang zwei und drei.

Auf Platz eins bei der Zählung landete der Spatz, auch Haussperling genannt. Durchschnittlich wurden etwa acht Spatzen in einem Garten beobachtet. Nach Angaben des Nabu leben zwischen vier und zehn Millionen Paare in Deutschland. Naturschützer haben trotz der Zahlen genau den Bestand im Blick. Sie machen darauf aufmerksam, dass Nistmöglichkeiten durch Fassadendämmungen geringer werden. Auch hätten die Spatzen immer weniger Gelegenheit für ihre Lieblingsbeschäftigung: das Bad im Staub. Es sei wichtig, um das Gefieder zu reinigen, hieß es.

Sorge bereitet den Naturschützern der Rückgang der Grünfinken. Im Vergleich zur Zählung 2015 seien es 0,6 Prozent weniger - nur etwa 8000 Tiere, hieß es. Verantwortlich ist nach den Angaben der Erreger Trichomonas gallinae, an dem viele Grünfinken sterben. Empfohlen wird, Vogeltränken und Futterplätze regelmäßig zu säubern.

Einen erfreulichen Zuwachs ergab die Vogelzählung für Erlenzeisige (+0,8 Prozent): Die Beobachter registrierten etwa 4000 Tiere, darunter viele Jungvögel. Mit ihrem leuchtend gelb-grünem Gefieder sind sie gut zu erkennen. Sie leben in Schwärmen. Ihre Besonderheit: Sie fressen oft kopfüber, um besser an Birkensamen zu gelangen.

Nur jeweils ein einziges Exemplar wurde unter anderem vom Merlin, dem Dreizehenspecht, der Wasseramsel oder dem Schwarzkehlchen gesichtet.

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