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Initiativen bereiten Präsentation im Kulturausschuss vor / Bei zwei Standorten fehlen die Synergieeffekte

Neuanlauf für Gemeinschaftshaus

© Foto: Sören Tetzlaff
Sven Klamann / 20.01.2016, 21:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Zwischenräume im Brandenburgischen Viertel und im Stadtzentrum werden viel besser angenommen, als es die fünf Initiativen anfangs erwartet hatten, die für ein Gemeinschaftshaus kämpfen. Dennoch hoffen sie, ihr Projekt in diesem Jahr vorantreiben zu können.

Seit März vorigen Jahres gibt es den Zwischenraum im Vereinshaus an der Havellandstraße 15 und sein Pendant an der Eisenbahnstraße 69. Hebewerk, Alnus, Freiraum, Tauschring und wandelBar haben erreicht, dass beide Plätze intensiv genutzt werden. Der Veranstaltungskalender ist zum Beispiel mit Tauschcafé, Tauschring-Dinner, Co-Creation Lab, Six to Zero oder RepairCafé prall gefüllt. "Doch die Bezeichnung Zwischenräume zeigt, dass wir derzeit nur über Provisorien verfügen. Wir suchen nach wie vor ein von uns gemeinsam nutzbares Gebäude im Innenstadtbereich", sagt Christoff Gaebler als Sprecher der fünf Initiativen, die sich dazu in einer untereinander abgestimmten Mitteilung öffentlich erklären. Darin heißt es als Begründung: "Die erhofften Synergieeffekte der vielen Veranstaltungen bleiben aufgrund der getrennten Zwischenräume weitestgehend aus". Das ursprünglich konzipierte Anliegen der Initiativen und Vereine sei ein gemeinsames Gebäude in der Innenstadt gewesen, in dem Aktivitäten initiativen- und vereinsübergreifend geplant und verwirklicht werden können. Diese sollten an einem Ort zusammenwirken und sich gegenseitig ergänzen, erklären die Gemeinschaftshaus-Verfechter.

Im Februar werden die Vertreter der Initiativen im städtischen Ausschuss für Kultur, Soziales und Integration darüber berichten, wie sich das Projekt entwickelt hat. Schon vorab erklären sie, dass sie sich freuen würden, wenn das Gemeinschaftshausprojekt im Zentrum in diesem Jahr mit Unterstützung von Stadtpolitik und Verwaltung realisiert werden könnte.

Ende 2014 war das über Monate intensiv verfolgte Vorhaben gescheitert, die damals leer stehende Immobilie am Kupferhammerweg 1 beziehen zu dürfen. Quasi in letzter Minute hatten die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung damals das Gebäude an die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) vergeben, die dort eine Meldestelle einrichteten. Den Initiativen wurde diese Entscheidung mit einem jährlichen Zuschuss von 10 000 Euro und mit der Zusage erträglicher gemacht, bei der Suche nach geeignetem Ersatz zu helfen. "Wir unterstützen das Gemeinschaftshausprojekt auch in diesem Jahr mit 10 000 Euro", teilt Rathaussprecherin Nancy Kersten mit. Es habe auch Unterstützung bei der weiteren Immobiliensuche gegeben, fügt sie hinzu. Es sei aber kein geeignetes Objekt gefunden worden.

Zuletzt war auf Vermittlung der Stadtverwaltung ein Haus an der Carl-von-Ossietzky-Straße besichtigt worden, das dem Kreis Barnim gehört. Es habe sich jedoch gezeigt, dass das Gebäude wegen baurechtlicher Bedenken des Besitzers nicht zur Verfügung stehe, heißt es in der Pressemitteilung der Initiativen. Unüberwindbar können die Bedenken allerdings nicht gewesen sein: Inzwischen ist eben dort die zweite Eberswalder Notunterkunft für Asylbewerber zu finden.

Aus Sicht der Stadt gibt es keinen Anlass, erneut über das Objekt Kupferhammerweg 1 nachzudenken. "Denn mit der NEB haben wir einen wichtigen Partner an unserer Seite, mit dem es einen unbefristeten Vertrag gibt. Außerdem werden die jetzigen Gegebenheiten als wirklich gut beurteilt", erklärt Nancy Kersten.

"Wir werden die Immobilie so lange nutzen, wie wir nicht über eine Alternative verfügen", sagt Sven Tombrink, Prokurist bei der NEB. Diesbezüglich müsse abgewartet werden, wie es mit dem Bahnwerk Eberswalde weitergehe. Auf dem Areal unterhalte das Unternehmen bereits eine kleine Werkstatt. "Wir könnten uns dort auch ein stärkeres Engagement vorstellen", teilt der Prokurist der NEB mit.

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