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An der Karl-Sellheim-Schule ist Beitrag über Kinderrechte entstanden

Schüler besuchen Filmfestival

Beim Dreh: die Schüler der 5b der Karl-Sellheim-Schule. Am 28. Januar präsentieren sie ihren Film in Potsdam.
Beim Dreh: die Schüler der 5b der Karl-Sellheim-Schule. Am 28. Januar präsentieren sie ihren Film in Potsdam. © Foto: privat
Maren Tönisen / 21.01.2016, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Kinder haben Rechte. Nur wissen einige das nicht. Auch unter den Eltern. Das zeigt ein Filmprojekt der 5b der Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde. Dabei haben sich die Schüler kürzlich in Workshops mit dem Thema auseinandergesetzt. Und dabei fürs Leben gelernt. Zum Beispiel, dass Zehnjährige noch nicht arbeiten dürfen und dass es damit vor allem in anderen Ländern Probleme gibt.

Aber die gibt es auch hier: "Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie meine Geschwister und mich nicht schlagen dürfen", sagt ein Schüler. Ein anderer Schüler, der elfjährige Julian, wusste gar nicht, dass es Kinderrechte gibt. Auch nicht, dass man für Bildung nichts bezahlen muss. Und noch was haben die Schüler erfahren: Es gibt sogar mehr Kinder- als Menschenrechte.

Mit ihrem Film "Mützenkind", der am 28. Januar beim "Kinderrechte Filmfestival" in Potsdam zu sehen sein wird, wollen die Schüler ein Zeichen setzen. Dem Herumreichen ein Ende. "Ein Kind kommt neu an die Schule und behält seine Mütze überall auf - beim Unterricht, in der Pause ... Alle grübeln und fragen dann auch, warum das so ist, erst nett und freundlich, dann durch Schüler einer anderen Klasse, die ihm die Mütze wegreißen wollen, auch nachdrücklicher", heißt es in der Filmbeschreibung. "Viele Eltern ziehen dorthin, wo ihre Arbeit ist", erklärt Klassenlehrerin Anka Rahn. "Und die Kinder müssen mit."

Den fertigen Film haben die Lehrerin und ihre Schüler bis jetzt noch nicht gesehen. Dafür wurden sie selbst schon zu Protagonisten eines weiteren Beitrags. Der deutsch-französische Nachrichtensender Arte berichtet, ebenfalls am 28. Januar, zwischen 19.10 und 19.30 Uhr, über das Filmfestival. Die Journalisten interviewten dazu die Schüler.

Das Projekt, bei dem die Kinderrechtlerin Shary Ghazy und die Schauspielerin Maxi Geithner die Eberswalder unterstützt haben, ist bei den Schülern sehr gut angekommen. "Mir hat das Schauspielern am besten gefallen", sagt Leonie. Kevin hat es am meisten Spaß gemacht, an der Kamera zu stehen. Die Kinder haben beim Dreh abwechselnd die Kamera und das Mikro gehalten und gelernt, dass man für einen Film ein gutes Storyboard braucht. Deswegen haben sie die Szenen vor dem Dreh aufs Papier gebracht. Für die finanzielle Unterstützung sorgte das Sozialpädagogische Institut (SPI).

Der Film der Eberswalder wird während des Kinderrechte-Filmfestivals Potsdam am 28. Januar, 10-12 Uhr, im Thalia Filmtheater präsentiert. Infos: www.kijufi.de

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