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400 Hortkinder feiern im großen Saal des Hauses Schwärzetal eine knallbunte Faschingsparty

Konfettidusche und Waffenalarm

Disko, Disko: Beim diesjährigen Fasching der städtischen Hortkinder spielt Tanzen eine große Rolle. Unter Anleitung der Unterhalter Ines und Bodo Derkow lernen die Mädchen und Jungen leichte Choreografien. Außerdem wird kräftig mitgesungen.
Disko, Disko: Beim diesjährigen Fasching der städtischen Hortkinder spielt Tanzen eine große Rolle. Unter Anleitung der Unterhalter Ines und Bodo Derkow lernen die Mädchen und Jungen leichte Choreografien. Außerdem wird kräftig mitgesungen. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Anna Fastabend / 27.01.2016, 20:00 Uhr - Aktualisiert 29.01.2016, 16:45
Eberswalde (MOZ) 400 kleine Star-Wars-Krieger, Eisprinzessinnen und Schmetterlinge stürmen am Mittwochnachmittag den geschmückten Saal des Hauses Schwärzetal. Drei Stunden lang tanzen, singen, spielen und toben sie. Besonders beliebt ist in diesem Jahr das Polizistenkostüm.

Da stehen sie im Miniaturformat. Ein Streifen-Wachmann, ein Bereitschaftpolizist und einer vom Sondereinsatzkommando. Die wollen also beim diesjährigen Kinderfasching im Haus Schwärztal für Recht und Ordnung sorgen - oder vielmehr für Chaos und Unordnung. Jedenfalls ist die Verkleidung des Gesetzeshüters in verschiedenen Varianten besonders beliebt. Ebenso laufen bei dem Faschingsfest am Mittwochnachmittag ein paar kleine Soldaten in Camouflage-Kleidung oder mit militärischen Abzeichen auf den Schultern herum. Und alle sind sie bewaffnet. Und liefern sich mit den Ninja-Kriegern, Supermännern und Star-Wars-Figuren zwischen den tanzenden Prinzessinnen, Erdbeeren und Feuerwehrmännern das ein oder andere Gefecht, das für Außenstehende zuweilen recht brutal rüberkommt. Da wird dem Gegenüber schon einmal die Knarre an den Kopf gehalten oder ein Tritt gegen die Brust vorgetäuscht. "Wir jagen uns, weil es Spaß macht", erklärt der neunjährige Lukas.

400 Kinder aus Eberswalder Kitas und Schulen feierten am Mittwoch im Haus Schwärzetal ihren Kinderfasching. Organisiert wurde die Party vom Eberswalder Karneval Klub.Clown Nanü sorgte für ausgelassene  Unterhaltung.
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Kinderfasching im Haus Schwärzetal

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Zum Glück ist die Mehrheit der Kinder aber in friedlicher Absicht zum Fest gekommen. Sie singen, tanzen bei den angebotenen Choreografien mit, hüpfen und spielen Fangen. Auf der Bühne legt der als Clown verkleidete DJ Bodo Derkow fröhliche Mucke auf. Seine Frau Ines Derkow - die Hexe Pixelpax - rührt gemeinsam mit freiwilligen Mädchen und Jungen einen leckeren Zaubertrank an. Zudem stehen viele andere kindgerechte Lieder und Spiele auf dem Programm des Unterhalterpaares.

Das Foyer ist mit glänzenden Fischen, bunten Ballons und regenbogenfarbenen Luftschlangen liebevoll geschmückt. Im Saal hängen Ponpons in Blau, Rosa, Rot und Grün. Auf den Tischen stehen Chipsteller und Saftpäckchen. Außerdem gibt es frisch gebackene Waffeln.

Der Kinderfasching, den es bereits seit fast 20 Jahren gibt, ist längst zu einem Höhepunkt des Jahres für die Eberswalder Hortkinder geworden. Mit dabei sind in diesem Jahr rund 400 Kinder der Klassenstufe eins bis vier. Veranstaltet wird der Kinderfasching von den Hoffnungstaler Werkstätten. Außerdem hilft auch der Eberswalder Karnevals Klub wieder kräftig mit. "Kinder brauchen Freiraum. Sie wollen mal nach Herzenslust tanzen und Spaß haben", erklärt Klubmitglied Claudia Sprenkelmann.

Damit die Verkleidungen - beispielsweise als Skelett - noch realer daherkommen, bemalen Schüler der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule die Gesichter der Kinder. "Ich kann zwar eigentlich nicht schminken, aber man lernt nie aus", sagt der 15-jährige Jeremy.

Die beiden Freundinnen Amelie (7) und Alina (7), die beide als Eisprinzessin Elsa gehen, brauchen eine kleine Pause vom Herumtollen. "Außerdem verfängt sich der Schleier immer so doof", ärgern sich die Mädchen. Vielleicht ziehen sie sich nächstes Jahr ein tobetauglicheres Kostüm an.

Hortleiterin Helke Pawlick vom Kleinen Stern berichtet, dass sie die Spielzeugwaffen zwar erlaubt, mit den Kindern aber darüber gesprochen haben, was sie nicht damit dürfen. Wahrscheinlich liegen deshalb auf dem Tisch bereits eine beschlagnahmte Handgranate, ein Munitionsgürtel und eine Pistole.

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