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Reserviert für junge Flüchtlinge

Aufgemöbelt: Der Waldhof Zootzen war schon Notunterkunft für Geflüchtete. Jetzt wird er zur Gemeinschaftsunterkunft für junge alleinreisende Ausländer.
Aufgemöbelt: Der Waldhof Zootzen war schon Notunterkunft für Geflüchtete. Jetzt wird er zur Gemeinschaftsunterkunft für junge alleinreisende Ausländer. © Foto: MZV
Burkhard Keeve / 28.01.2016, 08:39 Uhr
Oberhavel/Zootzen (OGA) Jetzt ist es amtlich. Ab 15. Februar ziehen die ersten jungen Geflüchteten unter 18 Jahren in das Schullandheim des Kreises, den Waldhof Zootzen. Das teilte Oberhavels Dezernent Dieter Starke im Jugendhilfeausschuss mit.

Um die Betriebserlaubnis für den Waldhof Zootzen als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Ausländer zu erhalten, waren Umbauarbeiten notwendig. Das Haus war leergeräumt worden. Jetzt gibt es keine Doppelstockbetten mehr, nur noch Einzelbetten in den Zimmern. Neue Schränke wurden aufgestellt und eine stärkere Heizung eingebaut, um auch im Winter richtig heizen zu können. Bislang war die Anlage im Waldhaus nicht auf Winterbetrieb eingestellt, so Starke.

Vorher schon hatte der Waldhof erwachsenen Asylsuchenden als Notunterkunft Schutz geboten. Dann hieß es ab November, dass sich nunmehr die Landkreise in Brandenburg in Eigenregie um die alleinreisenden jugendlichen Ausländer zu kümmern haben, was den Kreis bei der Unterbringung vor eine Herausforderung stellte. Mit dem Waldhof Zootzen, in dem 47 junge Flüchtlinge untergebracht werden können, entspannt sich die Lage.

Aktuell leben 64 junge, unbegleitete Ausländer von 15 bis 17 Jahren in Oberhavel. Sie sind über den ganzen Landkreis verteilt untergebracht, leben zum Teil auch in den Gemeinschaftsunterkünften in Kremmen, Lehnitz, Bärenklau und Gransee. Außerdem werden sie in Jugendeinrichtungen in Seilershof, Malz, Velten, Birkenwerder und Borgsdorf betreut. Die meisten dieser unbegleiteten Jugendlichen sind 17 Jahre alt und stammen aus Syrien und Afghanistan. Sie kommen aber auch aus dem Tschad, aus Eritrea, Pakistan, Marokko, dem Iran und den Vereinigten arabischen Emiraten, teilte Ramona Nitschke vom Fachbereich Jugend mit.

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