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Erinnerung an jüdische Mitbürger

Stolpersteine für Smilowski und Solf

Irina Voigt / 29.01.2016, 05:59 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Am 11. Februar um 15 Uhr werden vor dem Rathaus Stolpersteine für die Familie Smilowski verlegt. Die Familie lebte bis 1942 in der Grünen Aue. Herbert und Erna Smilowski - beide jüdischer Abstammung - wurden 1942 nach Riga deportiert und dort am 18. August ermordet. Ein ähnliches Schicksal erlitten die Söhne Julius Julin und Egon Smilowski, die ebenfalls deportiert und in Auschwitz bzw. Piaski ermordet wurden. Lediglich der Sohn Ernst und die Tochter Johanna überlebten den Holocaust.

Auf Initiative der Aktionsgruppe Stolpersteine, die vor einiger Zeit von Dr. Else Ackermann ins Leben gerufen wurde, und an deren Finanzierung maßgeblich die Hönower Gabriele und Raymund Stolze von der Gruppe Machart mit ihren Sammlungen in Veranstaltungen gesorgt hatten, soll nun dieser jüdischen Familie mit der Verlegung von Stolpersteinen gedacht werden.

Da es am ehemaligen Wohnsitz der Familie in der Grünen Aue keinen Bürgersteig gibt, wurde vereinbart, diese im Theatron vor dem Rathausneubau zu verlegen. Der Künstler Gunter Demnig, der seinerzeit die Idee zu diesen Stolpersteinen hatte und sie mittlerweile in ganz Europa verlegt, wird dabei sein.

Ein weiterer Stolperstein für Johanna Solf wird im Anschluss vor dem Haus der Senioren/Haus der Begegnungen und des Lernens in der Hauptstraße 78 verlegt.

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