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Heute blau und morgen bunt!

Doris Steinkraus / 04.02.2016, 06:00 Uhr - Aktualisiert 04.02.2016, 06:04
Seelow/Strausberg (MOZ) Der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland beginnt im April einen Modellversuch, bei dem Altkleider gesammelt werden. Im Werksausschuss wurde das Projekt jetzt abgesegnet. Start ist am 9. April.

In vielen Kommunen stehen Container, in die die Bürger Alttextilien werfen können. Sowohl gewerbliche Unternehmen als auch Wohlfahrtsverbände sammeln aussortierte Kleidung, die dann aufbereitet und weiter verwendet wird. Und es wird Geld damit verdient, da Altkleider mittlerweile weltweit verkauft werden. Ein Umstand, den sich der Entsorgungsbetrieb des Kreises zugute machen will.

Im vergangen Jahr brachte die Leiterin des Entsorgungsbetriebes, Angela Friesse, das Thema erstmals in den Gremien des Kreistages ins Gespräch. Man wolle nun einen Modellversuch starten, erklärte sie. Jetzt sind alle Vorbereitungen erledigt. Im Werkausschuss gab es grünes Licht für das Vorhaben.

"Ziel ist es, weniger wegzuwerfen, sondern es wieder zu verwerten. Zudem möchten wir über solch ein Sammelsystem die Einnahmen erhöhen und damit die Gebühren für alle Bürger stabil halten", erklärt Angela Friesse. Um überhaupt erst einmal Erfahrungen zu sammeln, ob ein solches System von den Märkisch-Oderländern angenommen wird, ist die Pilotphase auf einige Kommunen beschränkt. "Wir haben sowohl ländliche als auch städtische Bereiche ausgewählt, um einen Querschnitt zu erhalten", so die Werkleiterin. Und noch etwas war als Voraussetzung nötig: Der EMO will dafür keine weiteren Tonnen aufstellen, sondern die blauen Papiertonnen nutzen.

Sammelorte: Der Versuch wird in Fredersdorf Nord, Altlandsberg, Neuhardenberg, Altfriedland, Wulkow, Strausberg Vorstadt, Müncheberg Nord-West, Podelzig und Reitwein durchgeführt.

Abfuhr: In den betreffenden Orten, die jetzt ausgewählt wurden, erfolgt jeweils am Freitag die Entsorgung der Papiertonne. Die kann dann abends oder am zeitigen Sonnabendmorgen mit Alttextilien gefüllt werden. Die Abfuhr erfolgt einen Tag später, am Sonnabend.

Termine: Die Sammlung erfolgt viermal im Jahr. Start ist am 9. April in Neuhardenberg und Fredersdorf Nord. Die anderen Orten folgen einen bzw. zwei Sonnabende später. Die nächsten Termine sind dann im Juni, August und Oktober.

Sammelgut: Gesammelt werden Jacken, Hosen, T-Shirts, Pullover, Kleider, Röcke, Mäntel und Windjacken. Steppwesten, Hüte und Mützen, Handtücher, Bettwäsche, Tischdecken, Stepp- und Federbetten, Wolldecken, Vorhänge und tragbare Schuhe können abgegeben werden.

Nicht in die Tonne gehören hingegen nasse und verschmutzte Textilien oder Wäsche, alte Schuhe, Ski- und Schlittschuhe, Zelte, Planen und Teppiche. All das muss weiter über den Hausmüll entsorgt werden. "Der wird heute nicht mehr deponiert, sondern thermisch-biologisch verwertet und verbrannt", erklärt Angela Friesse.

Partner des EMO ist das in Neuenhagen bei Berlin ansässige Unternehmen Humana. Es betreibt eine große Sortier- und Verwertungsanlage, hat auch im Kreisgebiet in vielen Kommunen Altkleidercontainer aufgestellt.

Alle Haushalte im Einzugsbereichen des Modellversuches erhalten vier Wochen vor Start ein Informationsblatt mit Hinweisen. Zudem wird auf den Papiertonnen dieser Haushalte bei der Leerung im März ein entsprechender Aufkleber angebracht.

Zum Jahresende erfolgt die Auswertung. "Wir hoffen, dass dieser Versuch kostenneutral sein wird", sagt Angela Friesse. Dementsprechend werde man dann entscheiden, ob das haushaltsnahe Sammelsystem für Alttextilien auf ganz Märkisch-Oderland ausgedehnt wird oder man davon Abstand nimmt, weil die Ausgaben höher als die Einnahmen sind.

Infos unter www.maerkisch-oderland.de/abfallentsorgung, Tel. 03341 3547013, spezielles Info-telefon zum Modellversuch unter 030 28390501

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