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Thüringer bauen Kunststoff-Fabrik

Auf dem gekauften Grundstück: Nach der Unterzeichnung erörterten Manfred Boguslawski, Martin Wilke, Markus Kappes und Martina Nieswand (v.l.) Details zur Bauplanung.
Auf dem gekauften Grundstück: Nach der Unterzeichnung erörterten Manfred Boguslawski, Martin Wilke, Markus Kappes und Martina Nieswand (v.l.) Details zur Bauplanung. © Foto: Lebrenz
Heinz Kannenberg / 08.02.2016, 20:43 Uhr
Frankfurt (ODer) (MOZ) Das Thüringische Unternehmen WEFO-tec Werkzeug- und Formenbau Deutschland GmbH will eine Fabrik für Kunststoffprodukte im Gewerbegebiet Markendorf 2 bauen. Am Montag wurde ein Kaufvertrag für den ersten Bauabschnitt unterzeichnet.

25 Millionen Euro will das Unternehmen WEFO-tec aus Zella Mehlis in den nächsten vier Jahren in Frankfurt investieren. 50 Arbeitsplätze sind geplant. Am Dienstag wurden nun die Kaufverträge für den ersten Bauabschnitt geschlossen. Die ersten Maschinenbestellungen hat WEFO-tec bereits 2015 ausgelöst, teilt das Unternehmen mit. Insgesamt kauft WEFO-tec rund 20 000 Quadratmeter für den ersten Bauabschnitt im Gewerbegebiet Frankfurt/Markendorf 2. Für den zweiten Bauabschnitt sind bereits weitere 20 000 Quadratmeter in den abgeschlossenen Verträgen als Option vorgesehen, berichtet Christopher Nüßlein vom Investorcenter Ostbrandenburg. "Diese Flexibilität gibt uns Spielraum und gleichzeitig Planungssicherheit für den gesamten lnvestitionshorizont", betont Manfred Boguslawski, Geschäftsführer von WEFO-tec. Das 40 000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich auf der anderen Straßenseite der ehemaligen Hallen von First Solar.

WEFO-tec ist seit 1996 in der Entwicklung, dem Handel und Vertrieb von Kunststoff- und Kunststoff-Fertigprodukten für die Industrie, unter anderem in den Branchen EDV, Mess- und Steuerungstechnik, Telekommunikation, Tierhygiene und Haushaltsgeräte, Medizintechnik und Baubedarf tätig. Nun sollen in der Frankfurter Fabrik Kunststoff-Fertigprodukte, Werkzeuge und Teile von Baugruppen produziert werden. Das aus Thüringen stammende Unternehmen hatte bereits im August 2014 die Absicht erklärt, seinen Hauptsitz von Zella Mehlis nach Frankfurt zu verlagern.

Für sein Vorhaben erhält das Unternehmen vom Land Brandenburg finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". "Im Rahmen unserer geplanten Investitionen standen wir in den letzten Monaten noch vor einigen Herausforderungen. Diese bezogen sich insbesondere auf Detailfragen. Letztlich konnten wir alle Sachverhalte konstruktiv zu unserer vollsten Zufriedenheit mit allen Beteiligten klären. Investorcenter und Stadtverwaltung haben uns professionell unterstützt", erklärt Manfred Boguslawski.

Um den Weg für die Ansiedlung frei zu machen, wurde der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Markendorf II in Frankfurt erweitert. Im Juni 2015 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Änderung. "Die Verwaltung hat hier mit Hochdruck daran gearbeitet, die Planungssicherheit für das Unternehmen herzustellen. Dies ist uns gelungen", betont Oberbürgermeister Martin Wilke. Er hatte dem Unternehmen von Anfang an die volle Unterstützung aller städtischen Akteure zur Erreichung eines schnellen Produktionsstarts zugesagt.

Für Markus Kappes, Geschäftsführer im Investorcenter, ist der Vertragsabschluss ein wichtiger Meilenstein der Ansiedlung: "Die Früchte der Wirtschaftsförderung werden häufig erst einige Zeit nach der Ansiedlungsentscheidung wirklich sichtbar. Ich freue mich, dass die enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung sich in einem weiteren wichtigen Schritt, dem Grundstücksverkauf für die WEFO-tec, niederschlägt."

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Susanne Keitel 09.02.2016 - 10:17:42

Kunststoffabrik und Umwelt

Es ist begrüßenswert, wenn sich hier in der Region Wirtschaft ansiedelt. Allerdings befürchte ich als Anwohner eine unzulässige Belastung der Umwelt durch Gerüche und freigesetzte Gifte. Ich hoffe,daß wurde im Vorfeld des Vertragsabschlusses geprüft. Man muß ja auch bedenken, daß sich unmittelbar daneben das Krankenhaus befindet. Der Standort des Klinikums wurde seinerzeit auf Grund der guten Luft dort gewählt.

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