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Laubenpieper mit Bauhaus-Anspruch

Besitzt bereits klare Vorstellungen: Michael Hecken zeigt in einem Bildband, wie die künftigen Wochenendhäuser östlich des Wehrmühlenberges aussehen könnten. Die Fläche wird derzeit als Ackerfläche genutzt.
Besitzt bereits klare Vorstellungen: Michael Hecken zeigt in einem Bildband, wie die künftigen Wochenendhäuser östlich des Wehrmühlenberges aussehen könnten. Die Fläche wird derzeit als Ackerfläche genutzt. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 15.02.2016, 20:40 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Unternehmer Michael Hecken plant in Biesenthal eine Wochenendhaussiedlung, die für Gesprächsstoff sorgen wird. Das Besondere an seiner Idee: Die Häuser sollen mit ihrer klassisch modernen Gestaltung höchsten architektonischen Ansprüchen genügen.

Hecken plant ein 7,5 Hektar großes Vorzeigeprojekt, dass sich so gänzlich von bekannten Wochenend-Siedlungen in Brandenburg unterscheiden wird. In seiner Vorstellung entstehen östlich vom Wehrmühlenberg 36 Parzellen mit mindestens 1300 Quadratmetern Größe. Auf diesen Teilstücken errichtet der Unternehmer nach und nach ganzjährlich nutzbare Wochenendhäuser mit maximal 50 Quadratmetern Wohnfläche plus zehn Quadratmetern überdachter Fläche. Das allein wäre keineswegs so spektakulär. Die Exklusivität entsteht mit den Anforderungen an die Gestaltung der Gebäude. "In den USA, in Schweden oder in Österreich, überall entsteht Qualität - nur in Brandenburg nicht", stellt Hecken fest und zeigt anhand mehrerer Fotos in Bildbänden aus aller Welt, was genau ihm für Biesenthal vorschwebt. "Dessau ist nicht weit, in Bernau steht ein Bauhaus-Ensemble. In diese Richtung gehen meine Überlegungen", verdeutlicht Hecken, der die Architektur der Klassischen Moderne als Vorbild der künftigen Siedlung sieht. Ideen dieser Zeit sollen aufgegriffen und neu interpretiert werden. Siedlungskonzepte von Frank Loyd Wright, Bauformen von Richard Neutra sollen ihn neben den Meistern des Bauhauses inspirieren.

"Nachhaltig und hochwertig" werde die Siedlung. Zudem verspricht Hecken den Biesenthalern überregionale Bekanntheit durch die Architektur seiner Wochenendhäuser. Überzeugen konnte er mit diesem Plan bereits die Biesenthaler Stadtverordneten, die sich angesichts der qualitativen Ansprüche begeistert zeigten. "Ich finde das ausgesprochen wohltuend, dass auf dieser Fläche keine Klitschen-Bungalows entstehen sollen", zeigte sich Andreas Jahn vom Konzept begeistert. Und auch Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) lobte die Ansprüche des Investors, der bei der Vermarktung auf eine defensive Strategie setzen möchte. "Ich setze ganz klar auf die Vermietung und werde natürlich testen, wie das Konzept angenommen wird. Die bisherigen Reaktionen auf meine Pläne sind sehr gut", so Hecken am Montag.

Bewusst wählt der Investor mit 1300 Quadratmetern eine Parzellengröße, die Freiraum ermöglicht. Die künftigen Nutzer können sich langfristig oder aber über einschlägige Internet-Plattformen tage- oder wochenlang einmieten. Frühestens in einem Jahr werde der ersten Spatenstich zum Musterhaus gesetzt.

Die Biesenthaler Stadtverordneten stimmten dem Plan zu. Nun können die konkreten Planungen beginnen.

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Bernd Meißner 16.02.2016 - 22:43:03

Keine Klitschen- Bungalows

...mit 1300 qm Fläche / Objekt u.zwar 36 Stck. an der Zahl sind für die Biesentaler Stadtverordneten als neues Bebauungsvorhaben lt. moz beschlossene Sache. Da es sich um Vermietungsobjekte via internet handeln soll, werden Zahlungskräftige über das Umfeld der Naturparkstadt Biesethal mitbestimmen dürfen. Stellt sich auch die Frage, wie man stillschweigend an die dafür benötigten nicht unbedeutenden Flächen gekommen ist.Ob die Einmütigkeit dieser Stadtverordnetenwohl auf die Gegenliebe der Bürger dieser Stadt stößt, bleibt eine unbeantwortete Frage bleiben!?

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