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Regionale Unternehmer informieren sich bei der Werkstatt Barnim über Umstellung auf erneuerbare Energien

Wege in eine nachhaltige Zukunft

An der Pelletheizung: Karin Siegmund, Angelika Seydel und Renate Witthuhn (vorn, v. l.) nach dem Treffen
An der Pelletheizung: Karin Siegmund, Angelika Seydel und Renate Witthuhn (vorn, v. l.) nach dem Treffen © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Simon Rayß / 26.02.2016, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Seit gut zwei Jahren bietet die Werkstatt Barnim Unternehmern aus dem Landkreis an, sich zu nachhaltigen Themen auszutauschen. Diesmal hat die Veranstaltungsreihe in Eberswalde Station gemacht, um mehr über die Umstellung auf erneuerbare Energien zu erfahren.

Von Chorin über Wandlitz bis hin zum Werbellinsee - die Werkstatt Barnim ist in den vergangenen zwei Jahren viel herumgekommen. Das Netzwerk für regionale Unternehmer hat sich mittlerweile sechs Mal über Möglichkeiten der nachhaltigen Betriebsführung ausgetauscht. Am Mittwoch ist die Gruppe, die vom Verein zur Förderung der nachhaltigen regionalen Entwicklung ins Leben gerufen wurde, zum ersten Mal in Eberswalde zu Gast gewesen.

An einem passenden Veranstaltungsort - dem Zentrum für erneuerbare Energien "Hermann Scheer" am Waldsolarheim - steht ein Austausch über die Umstellung auf erneuerbare Energien in Unternehmen auf dem Programm. "Das Thema tauchte in den bisherigen Werkstätten immer wieder auf, meist kritisch, weil sich die Unternehmer nicht gut, das heißt: nicht unabhängig beraten fühlten", erklärt Karin Siegmund aus dem Vereinsvorstand. "Es wird viel empfohlen, doch häufig ist das nicht das Richtige fürs jeweilige Unternehmen." Die Vereinsmitglieder haben beobachtet, dass es zwar viele Grasnaben-Initiativen im Hinblick auf nachhaltige regionale Entwicklung gibt, aber kaum Vernetzung. "Das ist nun unsere Aufgabe", sagt Karin Siegmund.

Am Mittwoch sind ein Dutzend Unternehmer der Einladung zur Werkstatt gefolgt. Sie sitzen um einen Konferenztisch und bringen nach und nach ihre Fragen an einen unabhängigen Energieberater, der seinen Namen jedoch nicht in der Zeitung lesen will. Im Laufe von zwei Stunden geht es um Themen wie effiziente Dämmung, um Feinstaubentwicklung und die richtige Mischung der Energiequellen.

Eine der Teilnehmerinnen ist Renate Witthuhn. Ihr gehört ein Supermarkt in Joachimsthal, einen weiteren leitet sie in Zepernick. "Das Treffen bringt einen auf jeden Fall vorwärts", sagt sie im Anschluss an die Werkstatt. "Da waren einige interessante Sachen dabei." Was zum Beispiel? "Das Wichtigste ist, die richtige Fachkompetenz zu bekommen", rekapituliert die Kauffrau. Sie ist das erste Mal dabei, wahrscheinlich aber nicht das letzte Mal. "Das war ein guter Anfang", sagt sie.

Andrea Zuch von der Jugendherberge Liepnitzsee kommt hingegen regelmäßig. "Die Themen sind immer das, was wirklich aktuell ist", sagt die Heimleiterin. Ihr Fazit: "Ein unabhängiger Ansprechpartner ist nicht verkehrt." Aus den bisherigen Treffen hat sie bereits erste Lehren gezogen: "Wir versuchen, unsere Lampen auf LED-Leuchten umzustellen." Auch bei den Lebensmitteln will das kleine Unternehmen - mit 39 Betten eine der kleinsten Jugendherbergen in ganz Deutschland - darauf achten, möglichst keine Einzelverpackungen zu kaufen.

Seit anderthalb Jahren nehmen auch Angelika Seydel und Matthias Schäfer an den Treffen teil. Für die zwei Unternehmer, die mit ihrem mobilen Imbissangebot "Gutes drauf" auch in Eberswalde und Chorin Station gemacht haben, ist die Werkstatt Barnim nicht nur Gelegenheit, sich inhaltlich auf den neuesten Stand zu bringen. "Es ist auch wichtig für uns, in Kontakt zu bleiben", sagt Matthias Schäfer. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern - darauf komme es ebenso an.

Das nächste Mal haben sie dazu im Frühjahr Gelegenheit. "Dann soll es in die Landwirtschaft gehen", kündigt Karin Siegmund an. Wohin genau? Das ist noch nicht raus. Aber sicher ist, dass es ein wenig handfester wird als im Zentrum für erneuerbare Energien. Dann soll es neben Informationen und dem Kontakt zu den übrigen Teilnehmern auch die Möglichkeit geben, die ein oder andere Kartoffel zu pflanzen.

Mehr Infos im Internet unter www.barnak.de

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