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Elf Standorte schützen Biesenthal-Barnim

Hier sind die Fahrzeuge des Löschzuges Biesenthal auf dem Weg zu einer Übung.
Hier sind die Fahrzeuge des Löschzuges Biesenthal auf dem Weg zu einer Übung. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 03.03.2016, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Alle Standorte der Freiwilligen Feuerwehren im Amt Biesenthal-Barnim sind erforderlich, um bei Einsätzen die Rettungszeiten einzuhalten. Dies bescheinigt der jetzt erarbeitete Gefahrenabwehrbedarfsplan für den Bereich des Amtes.

Elf Einheiten und Standorte der Freiwilligen Feuerwehren gibt es im gesamten Amtsbereich. Um die vorgegebenen Hilfsfristen einzuhalten, wurden von der Forplan GmbH, ein auf Brandschutzplanung spezialisiertes Beratungsunternehmen, Fahrzeitsimulationen durchgeführt. Sie beginnen an den jeweiligen Gerätehäusern und führen zu den angenommenen Einsatzorten. Für die unterschiedlichen Straßentypen werden mittlere Geschwindigkeiten angesetzt. Sie beginnen bei 15 Stundenkilometern (sonstige Straßen) und enden bei 65 Stundenkilometern für Bundesstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Eine Karte zeigt alle Gebiete und Straßenverbindungen an, die innerhalb von drei Minuten Fahrzeit von einem der bestehenden Gerätehäuser aus zu erreichen sind. Dabei gibt es nur sehr geringe Überschneidungen, wie die Forplan heraushebt.

Die mittlere Alarmierungs- und Ausrückzeit von fünf Minuten berücksichtigt, ergibt dies, dass die Hilfsfristen eingehalten werden, lautet das Fazit. In Brandenburg gelten für die Einhaltung der Hilfsfrist, dass höchstens 15 Minuten von der Notfallmeldung bis zum Eintreffen am Einsatzort vergehen dürfen.

Carsten Bruch, Vorsitzender des Amtsausschusses, sieht darin eine Bestätigung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren und der Konzeption für das Amt. Erfreulich sei zudem, dass den einzelnen Standorten sehr gute Zustände bescheinigt werden, insbesondere mit dem jüngsten Neubau in Grüntal.

Der Gefahrenabwehrbedarfsplan soll alle fünf Jahre überarbeitet werden. Er stellt eine Gefahren- und Risikoanalyse dar und ist kein förmlicher Beschluss. Auf der Grundlage dieses Planes werden die örtlichen Schutzziele festgelegt, nach denen die Personal- uns Sachausstattung bestimmt wird. Der Bedarfsplan wird mit den Trägern des Brandschutzes, den Ortswehrführungen und der Amtswehrführungen abgestimmt.

Im Maßnahmekatalog werden Ersatzbeschaffungen benannt. 2016 ist die Anschaffung eines Löschfahrzeugs für 260000 Euro vorgesehen, das ein 41 Jahre altes Fahrzeug in Melchow ablösen soll. Aufgrund eines Einspruchs bei der Ausschreibung kann sich die Anschaffung ins nächste Jahr verschieben. Die bereits bereitgestellten Mittel bleiben erhalten, wie Carsten Bruch sagt.

2017 sollen für Rüdnitz ein neues Löschfahrzeug für 290000 Euro sowie ein Tanklöschfahrzeug für 350000 Euro erworben werden. Für Schönholz ist ein Löschfahrzeug für 150000 Euro im Jahr 2018 vorgesehen. Schließlich wird die Ersatzbeschaffung für das Höhenrettungsgerät in Biesenthal für 500000 Euro im Jahr 2019 genannt. Die neuen Fahrzeuge ersetzen alte, deren Nutzungsdauer überschritten ist. Teilweise wird eine Weiterverwendung geprüft. Für die Ersatzbeschaffungen sind jeweils noch einzelne Beschlüsse erforderlich, Landesförderungen werden angestrebt.

Die Zahl der Atemschutzträger soll vergrößert werden. Zur Bekämpfung eines Wohnungsbrands sind mindestens vier Atemschutzträger erforderlich, damit im Ernstfall zwei Feuerwehrleute in eine Wohnung eindringen können, während sie von zwei anderen davor abgesichert werden. Erfreulich sei auch, so Carsten Bruch, dass sich die Jugendarbeit an einzelnen Standorten wie Melchow, Biesenthal und Rüdnitz entwickelt. Aufgrund der demographischen Entwicklung gebe es an einzelnen Standorten nur wenig Personal. Die Tageseinsatzbereitschaft könne aber durch die gut funktionierende Kooperation der Wehren untereinander abgesichert werden.

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