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Kloster Chorin stellt Jahresprogramm 2016 vor / Betrieb veranstaltet erstmals selbst mehrere Konzerte

Singen wie die Zisterziensermönche

Saisonstart: Vom 25. bis 28. März lädt das Kloster zu den Ostertagen ein. Die Einrichtung lockt vor allem mit Familienangeboten, darunter Mitmachaktionen für Kinder.
Saisonstart: Vom 25. bis 28. März lädt das Kloster zu den Ostertagen ein. Die Einrichtung lockt vor allem mit Familienangeboten, darunter Mitmachaktionen für Kinder. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 04.03.2016, 06:15 Uhr
Chorin (MOZ) An drei Veranstaltungen können Klosterchefin Franziska Siedler und ihr Team bereits einen Haken machen. Insgesamt umfasst das Jahresprogramm aber mehr als 60 Termine. Am Donnerstag stellte die Verwaltung das Repertoire vor. Den großen Saisonstart gibt es Ostern.

Kultur im Kloster - dies ist das Motto des Jahresprogramms 2016, das Klosterleiterin Franziska Siedler und Pressesprecherin Ulrike Schuhose präsentierten. Es ist ein Mix aus verschiedenen Genres. Wobei die Musik das Prä hat. Und es ist eine Mischung aus vielen bewährten Angeboten sowie einigen Neuheiten, einigen "Testfeldern", wie es Siedler nannte.

Bestritten wird das recht opulente Programm zum einen von externen Veranstaltern, wie dem Verein Choriner Musiksommer mit der gleichnamigen Klassik-Reihe und dem Brandenburgischen Konzertorchester mit dem Opernsommer, zum anderen vom Kloster selbst.

Der Betrieb organisiert nicht nur die traditionellen Märkte zu den Feiertagen sowie Ausstellungen. Mit Blick auf die avisierten neuen räumlichen Möglichkeiten geht die Mannschaft von Franziska Siedler gewissermaßen in Vorleistung und veranstaltet erstmals mehrere Konzerte in Eigenregie.

Zwei Termine stellten Siedler und Schuhose besonders heraus. Am 5. Mai gastiert das Berlin Brass Quintett, Choriner Stammgästen durch die Neujahrskonzerte bekannt, mit einem Programm speziell für Kinder bzw. Familien, dem Geschichtenkonzert "Mouse and Friends". Den Nachwuchs mittels Märchen an Musik heranführen, dies sei das Anliegen, so Schuhose. Dabei dürfen sich die Mädchen und Jungen auch selbst an einem Instrument ausprobieren und etwa zur Trompete greifen.

Wenig später, am 15. Mai (Himmelfahrt), will Jocelyn B. Smith in Chorin das Kirchenschiff füllen. Die US-amerikanische Jazz- und Soul-Sängerin, bekannt vor allem durch den Titelsong des Disney-Films "König der Löwen" sowie den Auftritt 2013 am Brandenburger Tor anlässlich des Obama-Besuchs, sei voriges Jahr im Kloster zu Gast gewesen und die Architektur der Anlage habe sie so begeistert, dass sie spontan einen Auftritt im Barnim anbot, erzählte Siedler. Auf das Konzert "I can love with Greatness" folge im Herbst ein Singing-Workshop mit ihr. Smith hat sich unter anderem in Berlin mit dem Projekt "Everybody can sing" einen Namen gemacht. Regelmäßig trifft sich unter ihrer Leitung in der Gedächtniskirche ein offener Chor, mit Laien- und Profisängern. Nach diesem Vorbild hält Smith im Oktober also einen Tagesworkshop in Chorin ab. Gäste mit und ohne Erfahrung im Singen sind herzlich eingeladen.

Ganz praktisch geht es auch beim Engagement des Hauses für Gregorianik München, ebenfalls im Oktober, zu. Frater Gregor Baumhof gibt nicht nur ein Konzert, sondern er lädt die Teilnehmer ein, sich selbst in gregorianischen Gesängen zu versuchen. Dem Gesang der Mönche.

Mitmachen lautet gleichfalls die Devise beim Saisonauftakt zu Ostern. Insbesondere für den Nachwuchs stehen etliche Kreativangebote auf dem Programm. Etwa mit dem Backen von Osternestern, dem Färben von Eiern und einem Flechtworkshop. Darüber hinaus sorgen ein mobiler Kletterparcours, Streichelgehege, Figurentheater und ein muskelkraftbetriebenes Karussell für Unterhaltung und Zerstreuung bei den Kleinen. Die Großen können sich derweil auf dem Markt umschauen oder ein Kapellenkonzert genießen. Während der Ostertage wird zudem die erste Ausstellung eröffnet: "Augenweiden" mit Stillleben und Landschaften der Malerin Christina Pohl.

Zum Saisonstart präsentiert das Kloster traditionell den neuen Treuetaler Barni. 2016 wurde als Motiv Otto IV., "mit dem Pfeil" ausgewählt. Der Markgraf aus dem Hause der Askanier ist im Kloster Chorin begraben. Sammler können den Taler selbst prägen, am Nachbau einer historischen Spindelpresse.

Programm und weitere Infos unter www.kloster-chorin.org

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