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"Immer genügend Wasser"

Überbringer und Gratulanten: Das Schild mit den blauen Wellen, das der Reha-Klinik "Waldfrieden" die Voraussetzungen für das Kneipp-Kuren bescheinigt, durften die Schwestern Greta und Mathilda an Klinikleiterin Katja Wolle übergeben - im Bild noch Gudrun
Überbringer und Gratulanten: Das Schild mit den blauen Wellen, das der Reha-Klinik "Waldfrieden" die Voraussetzungen für das Kneipp-Kuren bescheinigt, durften die Schwestern Greta und Mathilda an Klinikleiterin Katja Wolle übergeben - im Bild noch Gudrun © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 10.03.2016, 06:34 Uhr
Buckow (MOZ) Kneippsches Gedankengut und dessen gesundheitsfördernde Anwendungen sind in der Mutter-Kind-Klinik "Waldfrieden" Normalität geworden. Am Dienstag erhielt die Einrichtung auch dafür das Zertifikat als Kneipp-Kurklinik - die zweite Einrichtung dieser Art in ganz Deutschland.

Am Dienstag hat es in der Mutter-Kind-Klinik "Waldfrieden" nicht nur einen besonders kulturvollen Kaffeenachmittag gegeben - wie stets am Internationalen Frauentag. Am Dienstag gab es doppelten Grund zum Feiern. Die Kurklinik darf seit 8. März am Eingang auch das Schild "Vom Kneipp-Bund anerkannte Einrichtung" anbringen.

Nicht von ungefähr ist dem Team der Klinik - zu ihm gehören Mediziner, Therapeuten, Krankenschwestern ebenso wie Erzieher, Pädagogen, Leitungs- und nicht minder wichtig Küchen-, Reinigungs- und Hauspersonal - dieses Qualitätssiegel zuerkannt worden.

Bewegungsbad, Sauna, die Kneippsche Physiotherapie, Wassertretstelle, Bewegungs- und Sporträumlichkeiten sind nur die räumliche Grundlage für verschiedenste Kneipp-Anwendungen. Fachleute wie Petra Schreiber von der Kneippschen Physiotherapie haben sich nicht nur in Intensivkursen in Bad Wörishofen speziell zur Hydrotherapie ausbilden lassen und wachen überdies als Qualitätsmanagement-Beauftragte über das Niveau der Kneipp-Arbeit.

Mit Waschungen und Bädern à la Sebastian Kneipp wird jede hier zur Reha weilende Mutter mit ihren Kindern konfrontiert. Mit der Funktion von Wickeln, diversen Güssen und ihren Wirkungen werden sie vertraut gemacht. Kräuterkissen oder Heusack gehören zum Verkaufsangebot im Foyer. Wassertreten, Barfußgehen oder ein Tau-Spaziergang sind gewissermaßen "in". So ist der Umgang mit den Lehren des Gesundheitspastors Kneipp im Klinik-Alltag normal geworden.

"Macht es euch hier Spaß?", fragte die Vorsitzende des Kneipp-Landesverbands Berlin-Brandenburg Gudrun Beckmann zur Zertifizierung die Kinder im frühlingshaft dekorierten Speisesaal. Sie erntete vielstimmiges "Ja". Kur-Patientin Jana Brauer aus Erfurt bestätigte zudem, dass das Personal die Leidenschaft für die Kneippschen Lehren lebe und vermittle, so dass Ansteckung einfach funktionieren muss. "Die Bürstenmassage, die Güsse, das Walken - ich hoffe, dass ich einiges davon zu Hause durchhalten kann", sagte die dreifache Mutter.

"Alle Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Kneipp-Kur sind hier gegeben. Damit kann die Mutter-Kind-Klinik als erste im Osten der Republik und zweite in ganz Deutschland auch mit dem Namen Kneipp werben", betonte die Landesverbandsvorsitzende und wünschte dem Buckower Bürgermeister dafür "immer genügend Wasser".

Denn seit Dienstag ist der Kneippkurort Buckow mit der Zertifizierung der Mutter-Kind-Klinik auch einen Schritt vorangekommen auf dem Weg zum Kneipp-Heilbad. Bürgermeister Seelig verband mit seinem Blumenstrauß zugleich ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter der "Murmelburg", wie sie im Volksmund heißt, und drückte seine Freude über die erste Reha-Kneipp-Klinik in der Stadt aus.

Damit der Titel Kneipp-Heilbad beantragt werden kann, müssen unter anderem drei unabhängige Einrichtungen die Kneippsche Therapie im Ort anbieten. Neben dem "Waldfrieden" haben sich dazu auch die Onkologische Rehaklinik und das evangelische Seniorenzentrum "Am Wald" auf den Weg gemacht.

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