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Grüne wollen Ortsteil Heideland

Gasthaus als Argument: Der "Heidekrug" ist laut Bündnis-Grünen ein "Kristallisationspunkt" für Heideland.
Gasthaus als Argument: Der "Heidekrug" ist laut Bündnis-Grünen ein "Kristallisationspunkt" für Heideland. © Foto: moz
Uwe Stemmler / 29.03.2016, 21:23 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Fast ein Jahr lang war es ruhig um das Heideland (Ausbau West) geworden. Jetzt holt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen es wieder ins Rampenlicht der Fürstenwalder Kommunalpolitik. Für die Stadtverordnetenversammlung am 7. April reichte sie den Antrag ein, "die Bildung eines Ortsteils Heideland/Ausbau West" zu beschließen.

In der Begründung wird daran erinnert, dass die Bewohner des Areals an der Chaussee nach Hangelsberg bereits in einem Schreiben vom 17. Mai 2015 die Ortsteilbildung beantragt hatten. Nach Rechtsauffassung der Grünen ist die Ortsteilbildung möglich: Heideland sei ausreichend groß und räumlich von der Stadt getrennt. Dort würden dauerhaft mehr als 150 Menschen leben,und es gebe ein "bürgerschaftliches Eigenleben". So seien Einwohner im Verein "Fürstenwalde-Heideland Bürgervertretung" organisiert, einen Kristallisationspunkt bilde die Gaststätte "Zum Heidekrug". Und Heideland verfüge über eine Facebook-Seite.

Die Ortsteilbildung wird seit einiger Zeit mit der Hoffnung verbunden, dass aus dem "Außenbereich" Heideland, in dem jegliche Bautätigkeit verboten ist, eine anerkannte Siedlung wird, für die Bebauungspläne aufgestellt werden können. Allerdings hatte das Land dieses Ansinnen bislang abgelehnt.

Vor Jahresfrist, als die Ortsteilbildung von Molkenberg anstand, wurde von Fachbereichsleiter Christfried Tschepe deshalb auch erklärt, dass sich das Prozedere für Heideland "langwieriger als erwartet" gestalte. Die Verwaltung wolle deshalb nochmal Kontakt zur Kommunalaufsicht aufnehmen und dann berichten, welche Probleme noch bestehen. Diesen Bericht gab es dann allerdings nicht. Laut Auskunft von Kreis-Sprecher Mario Behnke steht das Thema bei der Kommunalaufsicht derzeit nicht auf der Tagesordnung.

Neue Hoffnung weckte möglicherweise, dass in diesem Jahr landschaftsplanerische Voruntersuchungen - also die Erfassung des Artenbestandes an besonderen Tieren sowie der Bodengegebenheiten - im Heideland vorgenommen werden. Die Ergebnisse fließen in die Änderung des Flächennutzungsplanes ein. Letztendlich ist das eine Vorbereitung darauf, dass irgendwann Bebauungspläne folgen.

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