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Städtischer Bereich soll umziehen / Mietangebot von der Gebäudewirtschaft

Handwerkerhof mit Archiv

Der Platz wird zu eng: Noch befindet sich das Stadtarchiv im Haus 2 am Trockendock, wird von Besuchern genutzt.
Der Platz wird zu eng: Noch befindet sich das Stadtarchiv im Haus 2 am Trockendock, wird von Besuchern genutzt. © Foto: MOZ
Stefan Lötsch / 31.03.2016, 19:56 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Das Stadtarchiv, das sich derzeit noch im Stadthaus 2 am Trockendock befindet, soll in den Handwerkerhof umziehen. Das schlägt zumindest die Stadtverwaltung vor. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird am Montag erstmals im Kulturausschuss beraten.

Es würde einsam werden um das Stadtarchiv, das sich derzeit noch in einer städtischen Immobilie am Trockendock befindet. Ende des Jahres zieht das kreisliche Job-Center aus dem Haus 2 in den Bürokomplex in der Karl-Marx-Straße 35c um. Das Stadtarchiv wäre dann wahrscheinlich der einzige Nutzer in dem in die Jahre gekommenen Plattenbau, begründet die Verwaltung die Überlegungen, warum über einen Umzug nachgedacht wird. Darüber hinaus könnten am jetzigen Standort die Magazinräume im Keller nicht mehr erweitert werden.

Zunächst seien kommunale Gebäude geprüft worden, ob sie das Stadtarchiv aufnehmen können. Doch das Ergebnis ist aus Sicht der Stadtverwaltung ernüchternd: "Alle bisher geprüften kommunalen Objekte kommen für die Unterbringung des Stadtarchivs aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage", heißt es in der Vorlage für die Ausschussmitglieder.

Inzwischen gibt es ein Angebot von der städtischen Gebäudewirtschaft (Gewi). Die Gewi muss ebenfalls bis Ende des Jahres ihre Geschäftsräume in der Karl-Marx-Straße 35c verlassen, weil dort das Job-Center einzieht. Das Unternehmen hat deshalb im vergangenen Jahr den Handwerkerhof erworben, baut diesen momentan als neuen Geschäftssitz aus. Es sei das Angebot unterbreitet worden, dass das Stadtarchiv dort mit unterkommen kann, informiert die Stadtverwaltung. Platz wäre am Standort in der Fritz-Heckert-Straße mehr als genug vorhanden. Der Handwerkerhof, so hatte es Gewi-Geschäftsführer Oliver Funke gesagt, verfügt über 5000 Quadratmeter Nutzfläche, 2000 Quadratmeter davon benötigt die Gewi. Der Raumbedarf des Archives wird mit rund 600 Quadratmetern angegeben, davon entfallen allein 500 Quadratmeter auf Kellerräume, in denen die Magazine aufgestellt werden. Für Erweiterungen wäre auch noch Platz.

Allerdings belastet diese Variante den städtischen Haushalt. Die Verwaltung rechnet mit einer jährlichen Kaltmiete in Höhe von zirka 12000 Euro. Dazu kommen einmalige Investitions- und Umzugskosten. So sollen in den Magazinräumen Fahrregale aufgestellt werden, um möglichst viel Platz zu nutzen. Die bisherigen Regale können aber nicht übernommen werden, da die Raumhöhe im Keller des Handwerkerhofes nicht ausreichend ist. "Somit ist die Anschaffung neuer Fahrregal-Anlagen auch teilweise neuer Standregale erforderlich." Außerdem müssen darüber hinaus neue Büromöbel angeschafft werden. Die Stadtverwaltung rechnet mit Einmal-Kosten von 65000 Euro, die allerdings sicherlich auch bei einem Umzug in ein anderes Gebäude angefallen wären. Dazu kommen noch die reinen Umzugskosten.

Sollten die Stadtverordneten dieser Variante zustimmen, hätte die Stadt eine weitere leerstehende Immobilie, die stark sanierungsbedürftig ist, im Angebot. Vor einigen Jahren gab es schon die Überlegung, das Haus 2 zu sanieren, das finge bei den Fenstern an und würde beim Fahrstuhl noch lange nicht aufhören. Es gab dazu auch Gespräche mit dem Landkreis, denn die Investition hätte sich nur gelohnt, wenn der Landkreis längerfristig Mieter geblieben wäre. Doch die Option hat sich zerschlagen. Auch scheinen sich unabhängig von der weiteren Nutzungsfrage die Sanierungspläne vorerst erledigt zu haben. In der Prioritätenliste für künftige Investitionen taucht eine Sanierung der städtischen Immobilie am Trockendock nicht auf.

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