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Steinmeier mahnt Tadschikistan zu engerer Zusammenarbeit

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (l, SPD) und Emomali Rahmon, Präsident von Tadschikistan, am Freitag in Duschanbe (Tadschikistan).
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (l, SPD) und Emomali Rahmon, Präsident von Tadschikistan, am Freitag in Duschanbe (Tadschikistan). © Foto: dpa
dpa / 01.04.2016, 11:57 Uhr
Duschanbe (dpa) Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien zu einer engeren Zusammenarbeit aufgefordert. Bei einem Treffen mit dem Präsidenten Tadschikistans, Emomali Rachmon, sagte Steinmeier am Freitag in der Hauptstadt Duschanbe: "Das notwendige Maß an regionaler Kooperation ist immer noch nicht eingetreten." In der Region mangele es weiterhin an Vertrauen.

Tadschikistan ist für Steinmeier die letzte Station einer dreitägigen Reise durch Zentralasien. Zuvor war er in Usbekistan und Kirgistan. Beide Länder gehörten früher ebenfalls zur Sowjetunion. Steinmeier regte an, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserversorgung und der Nutzung von Energieressourcen auszubauen. Zugleich warb er dafür, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) besser zu nutzen. Deutschland führt in der OSZE derzeit den Vorsitz.

Tadschikistan steht international wegen massiver Verletzungen der Menschenrechte in der Kritik. Rachmon regiert den muslimisch geprägten 8,3-Millionen-Einwohner-Staat bereits seit 1992. Die oppositionelle Partei der Islamischen Wiedergeburt ließ er vergangenes Jahr aus dem Parlament drängen, verbieten und zur Terrororganisation erklären. Das Hochgebirgsland gilt als Armenhaus der ehemaligen UdSSR.

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