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Brauhaus-Stiftung kann Ruine kaufen

Da war die Welt in Ordnung: Das historische Brauhaus rechts im Hintergrund soll wieder Publikumsmagnet werden. Allerdings voraussichtlich mit einem etwas geänderten Aussehen.
Da war die Welt in Ordnung: Das historische Brauhaus rechts im Hintergrund soll wieder Publikumsmagnet werden. Allerdings voraussichtlich mit einem etwas geänderten Aussehen. © Foto: privat
Thomas Pilz / 02.04.2016, 07:25 Uhr
Fürstenberg (GZ) Es ist beschlossene Sache: Die Wasserstadt unterstützt die Bemühungen der Brauhaus-Stiftung in Himmelpfort. Darauf einigten sich am Donnerstagabend die Stadtverordneten mehrheitlich.

Vor allem finanzieller Natur soll die Unterstützung sein: Ein sofortiger, sogenannter "verlorener Zuschuss" von 70 000 Euro soll an die Stiftung überwiesen werden. Damit sie das Brauhaus erwerben kann. Weitere Zahlungen von bis zu insgesamt 80 000 Euro stehen in Aussicht, falls alle anderen Möglichkeiten für die Stiftung, eine Sanierung zu finanzieren, scheitern. Diese zweite Summe soll im Haushaltsplan aber mit einem Sperrvermerk versehen werden. Außerdem wird die Interessengemeinschaft verpflichtet, das Geld der Stadt zurückzuzahlen. "Die Stiftung ist gemeinnützig und darf keinen Gewinn machen", sagte Bürgermeister Robert Philipp (parteilos).

Zuvor hatte der Gründer der Stiftung, Rechtsanwalt Hans-Joachim Schwenke, über die Arbeit berichtet. Danach wurde diese Körperschaft Ende Januar gegründet. Mit dem Ziel, den Schandfleck Brauhaus-Ruine zu beseitigen und das Anwesen in ein offenes Denkmal für die Allgemeinheit zu verwandeln. Immerhin 75 Gründungsmitglieder konnten gezählt werden - die überwiegend aus der Region kommen und "aus meinem Berliner Netzwerk", erklärte Schwenke.

Das Startkapital betrug 23 780 Euro. In der Zwischenzeit seien 5 000 Euro hinzugekommen, so Schwenke. "Dies stellt jetzt das Grundkapital dar, das aber nicht angetastet werden darf", erklärte der Rechtsanwalt. Im Februar erfolgte bereits die juristische Anerkennung der Interessengemeinschaft, der auch Fürstenberger Stadtverordnete angehören.

Wohlgesonnen ist offensichtlich das Land den Bemühungen der Stiftung gegenüber: Laut Schwenke zeichnet sich ab, dass Fördermittel in Höhe von 70 000 Euro für die denkmalgerechte Sanierung bewilligt werden. Wichtige Voraussetzung: Die Stiftung muss Mehrheits-Eigner des Brauhauses sein. Erworben werden muss daher eine Zwei-Drittel-Mehrheit, bevor Landesmittel fließen. Diese Mehrheit hält noch die Bear GmbH. Bis 30. Juni hat die Stiftung Zeit, mittels einer Vollmacht die Anteile zu erwerben. Kostenpunkt 68 500 Euro. "Und die Anteile des letzten Drittels werden auch noch gesichert", so Schwenke. Aber auch beim Geld beschaffen sei man aktiv: In der Zeitschrift "Monumente" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erscheint ein fünfseitiger Artikel über das Brauhaus samt Spendenaufruf. Umworben wird auch die Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung, die Berliner Volksbank ist Mitglied der Brauhaus-Stiftung geworden.

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