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Schöneicher Musikfest mit 16 Bühnen

Kleine Probe: Wenn am 23. April das große Schöneicher Musikfest steigt, öffnet auch die Kita "Löwenzahn" in der Lindenstraße ihre Türen Am Montag gab es eine kleine Probe.
Kleine Probe: Wenn am 23. April das große Schöneicher Musikfest steigt, öffnet auch die Kita "Löwenzahn" in der Lindenstraße ihre Türen Am Montag gab es eine kleine Probe. © Foto: MOZ
Manja Wilde / 04.04.2016, 20:24 Uhr
Schöneiche (MOZ) Die Waschhalle der Straßenbahn, die ehemalige Schlosskirche, Kitas, eine Kapelle, eine Eisdiele - so vielfältig wie die Spielorte ist das Programm des Schöneicher Musikfestes. Am 23. April steigt es. 40 Konzerte an 16 Orten sind geplant. Sogar zwei Chöre aus Wales sind dabei.

"Größer darf das Fest nicht werden." Das hat Carola Grunwitz schon vor Jahren gesagt. Die 36-Jährige lacht. Vor ihr liegt der neue Programm-Flyer für das Musikfest. Er hat eine Seite mehr als im vorigen Jahr. Carola Grunwitz ist in der Schöneicher Verwaltung für das Stadtmarketing zuständig und gehört dem Initiativkreis an, der das Fest seit Jahren ehrenamtlich organisiert.

Mit 16 Spielorten - von der Kulturgießerei bis zur Streuobstwiese - ist jetzt ein neuer Rekord erreicht. Zudem treten erstmals zwei Chöre aus Wales (Großbritannien) auf. Und: In der Stockholmer Straße 14 bieten erstmals auch Privatleute ein Programm in ihrem Garten der "Villa Kunterbunt" an. Carola Grunwitz findet es immer wieder spannend zu sehen, wie sich die Breite des Festes entwickelt, wie sie sich oft aus kleinen Anknüpfungspunkten oder privaten Kontakten ergibt. Etwa die Hälfte der Künstler sind zum ersten Mal mit dabei, schätzt Carola Grunwitz. Der Kammerchor Canzoneo, der Stücke von "Bach bis Bond" in der Waschhalle der Straßenbahn singen wird, ist so ein Beispiel. Die Tanzkapellkartöffels, die "Wiesenwalz und Grasgesteppe" in der Manufaktur von Blythen zeigen wollen, ein weiteres.

Das Fest ist zu einem Magnet für Künstler und Gäste geworden. Und obwohl Musiker, Bands und Ensembles keine Gage bekommen, können nicht mehr alle Interessenten angenommen werden. "Einem Chor aus Königswusterhausen und der Bigband der Musikschule mussten wir absagen", bedauert Carola Grunwitz. Doch eigne sich nunmal nicht jede Darbietung für jede Bühne. "Wir können auch nicht jeden Standort logistisch und technisch aufrüsten", sagt die Fachfrau. Es sei noch immer ein Fest, das Ehrenamtler organisieren. "Wir wollen nicht so professionell werden", betont Carola Grunwitz. Gerade das Lässige mache den Charakter des Festes aus.

Eröffnet wird der Tag im musikalischen Dreieck des Restaurants Tannenhof, dem Wein- und Teeladen Reverie sowie der Bäcker Hennig links und rechts der Friedrichshagener Straße. Von 10 bis 12 Uhr treten dort der Schöneicher Kinderchor, die Spectrum Singers sowie Rainer Gohde und Ilona Knobbe mit Alt-Berliner Weisen auf. Zur gleichen Zeit findet in der Kita "Löwenzahn" in der Lindenstraße die "Musikalische Reise um die Welt" statt. Die Kinder geben ein Programm, danach die Gitarrenschule Lachmund und Dudel-Lumpi. Außerdem nutzt die Einrichtung, die zunächst eine Außenstelle der Kita Pusteblume war und seit 2014 selbstständig ist, das Fest für einen Tag der offenen Tür und Führungen durch das Haus der früheren Lindenschule.

Eine besonders begehrte Spielstätte ist auch in diesem Jahr die ehemalige Schlosskirche. Von 13.30 bis 19.30 Uhr läuft ein eng getaktetes Programm. "Dort konnten wir nur ein Drittel der Wünsche erfüllen", sagt Carola Grunwitz. Der neue Flügel habe die Nachfrage noch einmal erhöht - und nur, wer ihn benötigt, hatte eine Chance auf eine Spielzeit. Modern, von Jazz über Trommelmusik bis zu Pop, Indie, Hip Hop, Rap und House reicht das Programm von 13 bis 3 Uhr in der Kulturgießerei.

Die Märkische Oderzeitung präsentiert das Musikfest und stellt Künstler und Spielorte in lockerer Folge vor. Mehr Infos im Internet: www.musikfest-schoeneiche.de

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