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Eigenheimbauer setzten auf Biesenthal

Viel freier Platz: Auf dem dritten Bauabschnitt am Biesenthaler Priestersteg könnten laut Bürgermeister Carsten Bruch dreigeschossige, altersgerechte Wohnungen entstehen. Noch fehlt ein Investor. Auf dem Baufeld wurde im März junges Grün gefällt.
Viel freier Platz: Auf dem dritten Bauabschnitt am Biesenthaler Priestersteg könnten laut Bürgermeister Carsten Bruch dreigeschossige, altersgerechte Wohnungen entstehen. Noch fehlt ein Investor. Auf dem Baufeld wurde im März junges Grün gefällt. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 05.04.2016, 07:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Biesenthaler Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) sieht für die Stadt noch große Potenziale bei der Wohnbebauung. Mehrere Eigenheimgebiete befinden sich in der Vorbereitung, Bauwillige könnten schon bald fündig werden.

Wer im Barnim Bauland sucht, der benötigt Geduld und einen schnellen Finger. Dank der Verbreitung übers Internet werden Baulücken schnell publik und sind angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase extrem nachgefragt. Die Stadt Biesenthal könnte schon bald dafür sorgen, dass sich die Situation im Bereich Eigenheimbau ein wenig entspannt. "In Siedlungsbereichen und auch in der Lückenbebauung sehe ich noch großes Potenzial, Biesenthal wird in der Zukunft weiter wachsen und vielleicht erleben wir es dann, dass wir die Marke von 6000 Einwohnern", blickt Bürgermeister Bruch in die Zukunft. Zur Erinnerung: Mit dem Stand vom Jahresende 2015 zählte Biesenthal genau 5700 Einwohner.

So hätten erste Beratungen stattgefunden, um den Flächennutzungsplan zu überarbeiten und insbesondere im innerstädtischen Bereich "zu verdichten", wie Bauplaner diese Überplanungen gern nennen. Der Haupt- und der Bauausschuss haben bereits einmal dazu getagt, weitere Sitzungen werden aber nötig sein, um bei diesem Thema voranzukommen, kündigt Bürgermeister Bruch schon mal vorsichtshalber an.

Konkret laufen bereits Vorarbeiten der Stadt, um auf der Hasenheide 30 Baugrundstücke und die Erschließung des Areals zu ermöglichen. Eine "tolle Investition" nennt Bruch dieses Vorhaben, der Investor will das Areal von einem privaten Eigentümer erwerben und mit den Bauplätzen zügig auf den Markt gehen. "Wenn das wie beabsichtigt umgesetzt wird, könnten die Grundstücke im Sommer oder Herbst des kommenden Jahres verkauft werden." Die Stadtverordneten beraten laut Bruch am Donnerstag über den Aufstellungsbeschluss, bei einem positiven Votum könnte es hinterher zügig weitergehen.

Erschließungsarbeiten wären auch auf einem anderen Baugebiet wünschenswert. Am Wukensee gab es einst einen B-Plan für 42 Parzellen, der aber aufgehoben wurde, da bestimmte Anforderungen nicht eingehalten wurden, wie Carsten Bruch erinnert. "Dieser B-Plan könnte unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu Leben erweckt werden, freilich wären dann Nacharbeiten nötig", so der Bürgermeister. Allerdings ist der Investor aktuell abgesprungen, wie Bruch am Montag bestätigte. "Wir suchen nun erneut einen Bauträger, an der Entwicklung des Areals wären wir sehr interessiert."

Am Baugebiet Priestersteg steht rechtzeitig zum Frühling ein erster Spatenstich ins Haus, dieser soll in den kommenden Wochen gesetzt werden. Bei den Grundstücken in der Nähe der Feuerwehr vergibt die evangelische Kirchengemeinde Erbaupachtverträge für 99 Jahre. Diese werden mittlerweile von den Banken wie Eigentum akzeptiert, sodass Kredite für den Eigenheimbau problemlos vergeben werden, sofern die Bonität nachgewiesen werden kann. Investor der 15 Grundstücke ist die Berliner Markant Bau GmbH.

Neue Entwicklungen zeichnen sich auch an der Rüdnitzer Chaussee ab, dabei geht es um das Areal der alten Wäscherei. Auf diesem Standort wollte ein Investor einst einen Netto-Markt errichten, doch die Gemeinde versagte das gemeindliche Einvernehmen. Der Landkreis ersetzte dies dann, doch in einem folgenden Rechtsstreit bekam die Stadt Biesenthal dann Recht. "Wir hatten jetzt Gespräche mit dem Eigentümer, der das Gelände am liebsten an die Stadt verkaufen würde", berichtet Bruch von diesem Projekt. Zurzeit stocken die Verhandlungen aber, denn Verkäufer und Käufer konnten sich bislang nicht auf einen Kaufpreis für das 10 000 Quadratmeter große Areal einigen. "Es wird ein Gutachten erstellt, sodass wir dann eine Grundlage für weitere Preisverhandlungen haben werden", so Bruch. Er präferiert für diesen Standort später eine Bebauung mit Eigenheimen. Bis zu 15 Wohnhäuser könnten dort entstehen, so erste Schätzungen.

Bedarf sieht der Bürgermeister auch beim sozialen Wohnungsbau, doch dafür fehlen wohl geeignete Flächen. Auf dem dritten Baufeld am Priestersteg aber könnten immerhin dreigeschossige altengerechte Wohnungen entstehen. "Für diesen Bauabschnitt wird noch ein Investor gesucht", lässt Bruch an dieser Stelle durchblicken.

Insgesamt beschreibt er die Nachfrage nach Baugrund oder Bestandsimmobilien als absolut groß. "Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht gefragt werde, wo gebaut werden kann. Biesenthal ist wirklich total angesagt", schließt der Bürgermeister.

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