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Bürgermeisterwahl endet im Alleingang

Oliver Schwers / 12.04.2016, 18:26 Uhr
Angermünde (MOZ) Eine skurrile Situation ist beim Wahlkampf um den Bürgermeisterposten der Stadt Angermünde (Uckermark) entstanden. Nachdem beim ersten Wahlgang am 10. April keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit gewonnen hatte, sollten die beiden Erstplatzierten Frederik Bewer (parteilos) und Olaf Theiß am 8. Mai in die Stichwahl kommen. Doch aufgrund seines unerwartet schlechten Abschneidens hat der SPD-Kandidat inzwischen das Handtuch geworfen. Damit bleibt zur zweiten Runde nur Bewer im Rennen. Der Jurist aus dem Ortsteil Altkünkendorf muss nun mit einer bedeutend niedrigeren Wahlbeteiligung rechnen. Im ersten Wahlgang lag sie bei immerhin 51,4 Prozent. Doch ohne Gegenkandidaten sinkt die Bereitschaft der Wähler zum erneuten Urnengang.

Bewer hatten ursprünglich nur 1,5 Prozent der Stimmen an der Direktwahl gefehlt. Jetzt muss er mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten für sich mobilisieren. Auf den Stimmzetteln können die Angermünder zwischen Ja und Nein wählen. Erreicht er nicht das notwendige Quorum, ist die gesamte Wahl ungültig. Dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung von Angermünde. Deren Vorsitzender ist Olaf Theiß. Das Gremium könnte dann sogar über die Fraktionen eigene und neue Kandidaten aufstellen.

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Rolf Lustig 14.04.2016 - 11:23:15

Wahlberug

Das nennt man auch Wahlbetrug, wenn solche Hintertüren bleiben.

heinz gerdsen 13.04.2016 - 11:33:45

Cleverer SPD Schachzug bei der Angermuender Buergermeisterwahl

Der hoffnungslos unterlegene SPD Buergermeister Kandidat zieht nun seinen letzten juristischen Joker. Durch seinen Rueckzug um die Buergermeister Kandidatur rueckt leider nicht der drittplazierte Bewerber fuer die Stichwahl nach. Der sich nun alleine zur Wahl stehende Kandidat hat sicherlich kein Problem mehr als 50% Zustimmung bei der Wahl zu erhalten. Sein Problem wird es sein, dass nahezu niemand zu einer ohnehin bereits entschiedenen Wahl geht. Das hat zur Folge, dass die gesamte Wahl ungueltig wird und der bisherige Amtsinhaber zunaechst an der Macht bleibt. Die unterlegenen Bewerber koennen sich auch personell komplett neu aufstellen und mit einem neuen Wahlkampf starten. Die Bewerber der etablierten Parteien haben dazu die Steuermittel aus den Parteikassen. Die freien Bewerber hingegen finanzieren den neuen Wahlkampf erneut aus der eigenen Tasche.

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