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Autodidakt der Illumination

Caroline Reul / 12.04.2016, 19:05 Uhr
Lawitz (MOZ) Lichttechnik begeisterte Martin Bretag schon immer. 2012 gründete er sein Unternehmen "KlangKultur". Aufträge gibt es für ihn genug. Die bisher größte Aufmerksamkeit erregte er mit der Lichtshow zur Eröffnung des "Himmlischen Theaters" in Neuzelle.

Martin Bretag hatte ein klares Konzept im Kopf: Das Wasser hatte für die Zisterzienser eine gleichermaßen spirituelle wie auch wirtschaftliche Rolle. Also würden in seiner Show Wasser und Wellenbewegung eine Rolle spielen. Er würde außerdem mit den Fassaden der Gebäude spielen. Der Kutschstall weist eine beachtliche Regelmäßigkeit auf, also würde er diese auffangen. Die Front des noch unsanierten Kanzleigebäudes nebenan wollte er in ihrer Fläche wirken lassen.

So waren die Vorplanungen für das Lichtdesign, das der Jungunternehmer aus Lawitz zur Eröffnung des Museums "Himmlisches Theater" der Stiftung Stift Neuzelle im vergangenen Jahr anstellte. Mit der Umsetzung in die Praxis, für die er nur drei Monate Zeit hatte, begeisterte er die Besucher: In unterschiedlichsten Farben beleuchtete er nach Einbruch der Dunkelheit neben den bereits genannten Gebäuden auch die Klosterkirche "St. Marien". Blasen und Ornamente wechselten mit klaren Strukturen.

Ein gutes Jahr später, zu Beginn des Aprils 2016, gewann der 28-Jährige, der gerade ein Master-Studium im Fach "Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik" in Berlin absolviert, mit seiner Show den Future Talents Project-Wettbewerb auf Europas wichtigstem Branchentreffen für Veranstaltungstechnik, der Prolight & Sound Messe in Frankfurt am Main.

Dabei ist er in Sachen Lichttechnik er ein Autodidakt. "Ich habe klein angefangen, mit Ferienjobs. Als ich 16 war, war ich Kabelträger bei der Oper Oder Spree", berichtet Martin Bretag, der sich selbst für einen kreativen Menschen, nicht aber für einen Künstler hält. Er für die Messe- und Veranstaltungs GmbH Frankfurt gearbeitet, dann für die Firma Multi Mediale Cooperative Veranstaltungs- & Medientechnik aus Cottbus - mit der er auch heute noch gemeinsam Veranstaltungen durchführt, so auch die Illumination in Neuzelle. "Dem Inhaber Frank Schmidt habe ich viel zu verdanken", berichtet er.

2012 hat er sich mit seiner Firma KlangKultur selbstständig gemacht. "Seit drei, vier Jahren statte ich die Konzerte in der Orangerie aus und auch die Konzerte der Stiftung Stift Neuzelle im Refektorium des Klosters", erzählt er. Auch in diesem Jahr wird er alle Konzertveranstaltung der Stiftung Stift Neuzelle betreuen.

Angestellte hat der Jungunternehmer bisher nicht. "Mein Netzwerk ist da A und O", erklärt er. Auf dieses greift er bei Bedarf zurück. Dort findet er Personal und auch Logistik. So ist es auch nicht nötig, dass er jeden Scheinwerfer, den er nutzen möchte, selbst besitzen muss. "Der Markt ist fast schon überflutet. Was ich benötige, kann ich mir überall zu guten Konditionen ausleihen", erklärt er. In der Anschaffung sei manches viel zu teuer, vor allem, da die Technik sich rasant weiterentwickle. Einen Grundstock besitzt er aber dennoch. Damit, so erzählt der Lawitzer, könne er etwa 80 Prozent seiner Veranstaltungen abdecken. Gern lässt er sich auch von Privatpersonen für kleinere Veranstaltungen buchen. In der Heimat werde er beispielsweise bald eine Jugendweihe betreuen, "Es lässt sich über alles reden", sagt er.

www.klangkultur-music.de

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